Rebellion unterm Sternenzelt – Soft Version (Erlebnisbericht)

Rebellion unterm Sternenzelt
Soft Version

Ina Storm

Das Tragen und Benutzen von Windeln kann viel mehr als nur ein Fetisch sein. Vielen Menschen hilft es dabei, den Alltags-Stress zu bewältigen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Doch auch sexuelle Bedürfnisse kommen dabei nicht zu kurz …

Story

Rebellion unterm Sternenzelt
Soft Version

Ina Storm

 

Je länger ich hier liege, umso mehr gewöhnen meine Augen sich an die Dunkelheit. Es scheint, als würden die Sterne, die extra nur für mich ihr Licht einschalten, immer zahlreicher. Auch das Band der Milchstraße hebt sich zunehmend deutlich aus dem endlos tiefen Schwarz über mir hervor. Was mein Schatz wohl gerade macht? Eigentlich müsste ich es ja schade finden, dass er in dieser lauen Sommernacht nicht bei mir sein kann, doch ich genieße es auch, Zeit für mich allein zu haben, mich dabei einzig auf mich selbst zu konzentrieren und in mich zu gehen. Passenderweise ist mir heute Abend genau danach, in Ruhe abzuschalten und auf meine Umgebung keine Rücksicht nehmen zu müssen. Sogar der Mond respektiert meinen Wunsch nach Privatsphäre und hält sich vornehm zurück. Ich träume gedankenverloren vor mich hin, die Zeit scheint stillzustehen. Lediglich die Geräusche der nahen Stadt, die sich mit dem gelegentlichen Rauschen der Blätter vermischen, signalisieren mir, dass die Welt um mich herum nicht völlig erstarrt ist.

Obwohl ich spärlich bekleidet bin, friere ich überhaupt nicht. Die Gartenliege, auf der ich es mir bequemgemacht habe, steht auf dem Rasen direkt neben der Steinterrasse, die nach intensiver Sonnenbestrahlung noch immer spürbar Wärme abgibt.

 

Mann, was war das nur wieder für ein bescheuerter Wochenbeginn gewesen? Der Stress und Ärger des vergangenen Arbeitstages versuchen sich nochmals in mir aufzubäumen, doch ich verliere mich mit meinen Blicken erneut in dem gewaltigen Firmament über mir. Die Querelen im Job kommen mir in dieser Relation mit einem Mal so unbedeutend vor. Ich spüre eine beruhigende Gleichgültigkeit in mir aufkommen, die mich wie von Zauberhand entspannt über den Dingen stehen lässt.

Hey, ihr da draußen, ja, genau diejenigen, die sich für so wahnsinnig wichtig halten und mich so dermaßen damit stressen, wann und wie ich mich um ihre First-World-Luxusprobleme kümmere, dass ich sogar noch nach Feierabend daran denken muss, wisst ihr was? Ihr könnt mich allesamt mal …! Ich schreie es im Geiste aus mir heraus. Seht doch selbst zu, wie ihr eure abgehobenen Befindlichkeiten in den Griff bekommt. Aber nervt mich nicht ständig mit eurem Zeug! Ruckartig ziehe ich mir mein T-Shirt bis über den Bauchnabel hoch und lege somit das provokante der beiden Kleidungsstücke, die ich momentan am Körper trage, frei: eine Rearz Rebel. Die darauf aufgedruckten Totenkopfmotive lassen mich wie einen flaggezeigenden Rebellen vorkommen. Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass niemand meine kleine Revolte mitbekommt, aber es tut mir dennoch spürbar gut. Ich kichere leise, werde innerlich immer ruhiger. All das Gezerre, all der Lärm des Alltags verschwinden in der Dunkelheit, und auf einmal gibt es nur noch die funkelnden Sterne und mich. Hinzu kommt das Gefühl der Geborgenheit, das mir die behaglich weiche, voll umschließende Polsterung meiner besonders gefühlsempfindlichen Körperregion vermittelt. Ich bin wie in Watte verpackt. Nichts kann mir passieren.

 

Mittlerweile ist es nach Mitternacht. Ich entspanne mich tief, liege da wie ausgeschaltet und genieße die Zweisamkeit mit dem Universum. Ja, es ist stets zugegen und sieht mir dabei zu, wie ich bin oder eben auch nicht bin und was ich mache oder auch nicht mache. Aber es lacht mich nie aus, ärgert sich nicht über mich, verbreitet keine Hektik und verlangt keinerlei Rechtfertigungen, auch nicht darüber, dass ich seit einigen Sekunden den Inhalt meiner Blase einfach in die Windel laufen lasse. Ich könnte es stoppen, aber weshalb? Weil man so etwas als erwachsener Mensch nicht macht? Ach da war ja was, genau: Ihr könnt mich mal! Und wisst ihr was? Für mich ist das ein Hochgenuss und ich mache das mit voller Absicht!

Die Wärme, die von dem sich vollsaugenden Füllmaterial immer großflächiger an mich zurückgegeben wird, fühlt sich herrlich an und erotisiert mich. Ich bin mir selbst erlegen und mache nur noch was mein Innerstes will. Intuitiv ziehe ich meine Beine ein wenig an und spreize sie leicht. Aus dem anfänglichen Rinnsal wird ein plätschernder Bach, der mir heiß durch die Poritze nach hinten in die Windel läuft. Mit einer Hand streichel ich sanft über meine Brüste, die andere lege ich zwischen meine Beine auf die dicke, glatte Folie. In der Handfläche spüre ich die Wärme und die zarten Vibrationen, die der harte Urinstrahl beim Auftreffen auf das fluffig weiche Innenmaterial der Rearz verursacht.

Allmählich wird die sprudelnde Quelle schwächer, mein Verlangen nimmt jedoch weiter zu. Trotz der entspannten Stimmung verleitet mich meine Erregung dazu, durch zusätzliches Drücken, den goldenen Strom ein letztes Mal aufbrodeln und sich wie in einem Schwall in meinen Schoß ergießen zu lassen.

 

Ich öffne meine Augen und blicke in das funkelnde Himmelszelt. Ja, ich pisse mich einfach ein, jetzt und hier draußen mitten unterm freien Himmel. Und wisst ihr was? Es fühlt sich geil an, obwohl, oder vielleicht auch insbesondere weil, ich mir sehr aufsässig vorkomme.

Neugierig betaste ich das von meinem Pipi aufgequollene Windelpolster und presse es vorsichtig gegen meine Haut, genieße, wie es sich zart und warm an meine intimsten Stellen schmiegt. Ein wohliger Schauer durchfährt mich, meine Erregung steigt deutlich. Ich kann nicht mehr anders, als mit einer Hand vom Bauchnabel hinab in die feuchtwarme Windel einzudringen. Beim ersten Kontakt im Inneren erbebe ich kurz und lasse die Fingerkuppe weitergleiten, tauche tief in die nasse Mitte ein. Wahnsinn, wie mich das antörnt. Ich bin klitschnass, nicht nur vom Pipi. Meine Finger stimulieren mich und ich gleite damit immer wieder vom Venushügel bis zum Damm hin und her, wobei ich die Berührungen weiter vorn intensiviere.

Mehr und mehr gerate ich in Ekstase, streichel mir mit der anderen Hand unterm T-Shirt die Brüste. Ich spüre, wie mein Herz pocht, die Atmung schneller wird. Au Mann, was bin ich gerade nur wieder schamlos. Und es fühlt sich einfach nur unfassbar geil an!

Ich spanne sämtliche Muskeln an, strecke meinen Körper und lasse mich einfach nur noch gehen.

Plötzlich ist er da, der Point of no Return. Ich versuche noch kurz, mich zu entspannen, doch es besteht keine Chance mehr, es hinauszuzögern. Mir ist klar, der Höhepunkt rollt unaufhaltsam auf mich zu, was nun passiert, kann ich nicht mehr beeinflussen.

Mein ganzer Körper beginnt zu beben, bis ich schließlich heftig und unkontrolliert zucke. Alles um mich herum scheint sich zu drehen. Obwohl ich die Augen schieße, nehme ich die Sterne über mir noch immer wahr. Ich atme stoßartig, bemühe mich, nicht zu laut zu sein. Zum Glück ist es ein wenig windig, sodass das Laub an den Bäumen lauter rauscht, als die dicke Folie meiner Rearz raschelt, während ich meine Hand impulsiv darin bewege.

 

Wow, das war aber mal wieder besonders intensiv und lang und wäre auf konventionelle Art kaum erreichbar gewesen. Dazu hat ein Orgasmus unterm Sternenhimmel auch noch etwas sehr Magisches. Mein Blick verliert sich in der Tiefe des Himmels, während mein Puls sich allmählich beruhigt. Ob sich das Universum etwas dabei gedacht hat, dass ich ausgerechnet auf diese Weise abschalten und ein phantastisches Glücksgefühl erleben kann? Denn es ist ja schon irgendwie verrückt, was ich hier mache. Aber egal, dann bin ich halt verrückt. Immerhin schade ich ja niemandem damit, nicht einmal mir selbst – im Gegenteil. Vielleicht würden die meisten Leute dennoch meinen, dass ich deswegen eine Therapie bräuchte. Aber nein, das, genau das hier, ist die Therapie, mein Balsam für die Seele, das mir Stärke verleiht und mir dabei hilft, nach einem stressigen Tag einfach abschalten zu können. Es lässt mich insgeheim gegen Zwänge und Konventionen rebellieren, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Ich verstehe es als ein besonderes, naturgegebenes Geschenk, für das ich dankbar bin, da es nicht jedem zuteilwird. Es war für mich nicht einfach, das zu erkennen und mir einzugestehen, dass es ein fest zugehöriger Teil meiner Persönlichkeit ist. Doch ich habe gelernt, diese Eigenart positiv zu nutzen und auszuleben und möchte es nicht mehr missen – niemals. Vive la révolution!

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen über „Rebellion unterm Sternenzelt“

Erscheinungsdatum 18.10.2018
Autor Ina Storm
Verlag Edition Aurum
Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag
Verfügbar als Webseite (online)