Augenzeugin (Kurzgeschichte)

Augenzeugin

Rebecca Valentin

Die junge Frau im Businesskostüm befindet sich in höchster Pinkelnot. Plötzlich verlässt sie fluchtartig die Warteschlange vor dem Geldautomaten, um möglichst schnell eine Toilette zu suchen. Wird sie es noch rechtzeitig schaffen, oder wird am Ende ihre Nylon-Strumpfhose nass?

Story

Augenzeugin

Rebecca Valentin

 

Unverhofft kommt oft … Was sich bis vor wenigen Tagen noch wie eine nichtssagende Redensart für mich angehört hatte, war unerwartet und in äußerst aufregender Weise Wirklichkeit geworden.

Es passierte in meiner Mittagspause. Ich war vom Büro aus rasch um die Ecke zur Bank geflitzt, um Geld für den bevorstehenden Besuch des Weihnachtsmarktes abzuheben, als ich sah, dass die Warteschlange vor dem Automaten bereits bis auf den Gehweg hinaus reichte. Oh je, diese vielen Leute … Kein Wunder, es ist der Monatserste, fiel es mir im selben Moment ein. Zudem hat die Adventszeit begonnen, in der haufenweise Bargeld für Geschenke, Basare und die Anschaffung eines Christbaums benötigt wird.

In Anbetracht der Menschenmenge, die vor dem Bankautomaten anstand, überfiel mich die Sorge, dass die dreißig Minuten Pause nicht ausreichen könnten, bis ich an die Reihe käme und zurück an meinen Arbeitsplatz gekehrt sein würde. Doch alle Bedenken halfen nicht – ich musste mich zwangsläufig hinten anstellen, da ich die Scheine am Abend zum Bezahlen des Glühweins und zum Kauf einer Bratwurst und den von mir so heißgeliebten, gebrannten Mandeln brauchte.

 

Der Schnee der vergangenen Nacht schmolz noch auf den Straßen, da fiel schon wieder neuer vom Himmel. Leise und in feinen Flocken legte er sich auf mein Haar und den Kragen des Mantels. Obwohl ich ihn in diesem Augenblick verfluchte, da ich um den Halt meiner Frisur bangte, freute ich mich dennoch über den vorweihnachtlichen Glanz, den der frische Schnee dem abendlichen Marktbummel verleihen würde.

 

Fünf Minuten später war ich immerhin so weit vorangekommen, dass ich mich im kargen, aber zumindest beheizten Vorraum des Geldinstituts befand. Ich atmete auf; die Wärme umfing mich angenehm und es war merklich ruhiger als zuvor an der belebten Hauptstraße. Nichtsdestotrotz warteten noch acht Personen vor mir, von denen einige ungeduldig auf die Uhr schauten.

Nun, da ich im Trockenen stand, neigte ich mich nach vorn und schüttelte dezent den Kopf. Zusätzlich fuhr ich mir mit allen zehn Fingern locker durch die feuchten Haare. Wäre doch gelacht, wenn ich ein komplettes Zusammenfallen der Frisur nicht zu verhindern wüsste.

Während ich mich wieder aufrichtete, entdeckte ich erschrocken, dass ein paar der Wassertropfen auf dem schicken Businesskostüm der Frau vor mir gelandet waren. Sie hinterließen unübersehbar dunkle Flecken in dem hellgrauen Stoff. Ob sie es mitbekommen hat?, fragte ich mich betreten und betrachtete abwartend ihre Kehrseite. Wie es jedoch schien, war die kleine Tauwasserdusche unbemerkt geblieben, dafür aber fiel mir etwas anderes, weitaus interessanteres auf: Die Haltung der jungen Dame, deren Alter ich auf Ende zwanzig bis Anfang dreißig schätzte. Ihre langen, nylonbestrumpften Beine überkreuzt, ging sie von Zeit zu Zeit leicht und betont unauffällig in die Knie. Es war, als würde sie von einem wiederkehrenden Schauer durchrieselt, der sie zwang, die Körpermitte unter Kontrolle zu behalten.

Ob sie vielleicht … Nein, oder? War es wirklich denkbar, dass die Karrierefrau vor mir in der Warteschlange dringend pinkeln musste? Inmitten meiner Überlegung vernahm ich ein gepresstes, kaum hörbares Aufstöhnen von ihr. Sofort versuchte ich, einen Blick in das fein geschnittene Gesicht zu erhaschen, was mir jedoch nur von schräg hinten gelang. Es reichte dennoch aus, zu erkennen, dass ihre Züge sich verzerrt hatten. Sie war sichtlich um Beherrschung bemüht, wiegte die Hüfte und drängte die Oberschenkel nur noch fester zusammen.

 

Natürlich, so wurde mir klar, sie muss supernötig zum Klo. Warum war mir das nicht schon vorher aufgefallen? Hatte sie ihre Notlage etwa derart perfekt überspielt? Kaum zu glauben – falls doch, weshalb hatte ich es ihr nicht trotzdem angesehen? Vorfälle wie diese, in denen es meine Mitmenschen in höchster Eile zur Toilette zieht, wecken seit frühester Jugend die sexuelle Lust in mir. Schon damals ließen sie mich weitaus schärfer werden, als gewöhnliche Erotik es zu tun vermochte. Speziell Bilder und Literatur zu diesem Thema bringen mein Blut nach wie vor zum Kochen. So schaue ich bei jeder charakteristischen Bewegung hin und höre selbst bei der leisesten Andeutung von Fremden oder im Freundeskreis genau zu. Und dann das: Unmittelbar vor mir kämpfte eine Frau verzweifelt gegen ihre übervolle Blase und mein ansonsten geschulter Blick erfasste es erst Minuten später!

 

Wider Erwarten stockte es länger in der Schlange, das regelmäßige Nachrücken der Wartenden blieb aus. Unruhe machte sich breit; die übrigen Bankkunden reckten die Hälse, um zu sehen, was die Stauung verursachte. Insbesondere die elegante Geschäftsfrau vor mir schaute sich hektisch um. Hierbei trat sie sichtlich nervös von einem Fuß auf den anderen, versuchte, während sie gezwungen war, eingereiht zu bleiben, einige Schritte vorwärts und zur Seite zu gehen.

Sie kann nicht mehr stillstehen, ohne dass sie fast lospinkelt, wertete ich ihre Rastlosigkeit. Und obwohl ich nebenher Mitleid mit ihr empfand, ertappte ich mich dabei, dass der Wartestau mich insgeheim freute.

Bin ich gemein oder gar sadistisch?, fragte ich mich nicht zum ersten Mal, nachdem ich deutlich gespürt hatte, wie die aufkeimende Lust warme Feuchtigkeit aus meiner Vagina quellen ließ. Hin- und hergerissen von einem Anflug schlechten Gewissens und der Erregung, die bei jenem reizvollen Erlebnis in mir aufwallte, dankte ich im Stillen dem älteren Herrn vor uns, dass er für seine Eingabe am Geldautomaten so unendlich viel Zeit benötigte.

 

Die Businesslady tänzelte auf der Stelle, ging immer wieder in die Knie und versuchte angestrengt, ihre schlimmer werdende Lage zu verbergen. Wie heftig es sich wohl grad in ihr anfühlt? Es dürfte ein kaum aushaltbarer Druck sein, beantwortete ich mir die Frage selbst, der da in ihrer prallgefüllten Blase wütet – eine große Menge Urin, der kraftvoll protestiert und darauf drängt, endlich hinausgelassen zu werden. Wahrscheinlich, so stellte ich mir mit wachsender Geilheit vor, kann sie an nichts anderes mehr denken, als daran, wie irrsinnig dringend sie pinkeln muss und wie sie dieses Problem schnellstmöglich lösen kann.

In meiner Mitte wurde es zunehmend feuchter. Je stärker sie sich zwang, gegenzuhalten und je verzweifelter sie sich in ihrer Not wand, desto aufgewühlter wurde ich. Wie lange sie es wohl noch erträgt?, überlegte ich fiebrig. Ich schaffte es nicht, den Gedanken auszublenden, dass ihr Schließmuskel womöglich aufgeben und sie vollkommen bloßgestellt in einer großflächigen, goldgelben Pfütze zurücklassen könnte. Nein, bloß das nicht, hoffte ich gemeinsam mit der notleidenden Fremden, ich will, dass sie noch ein Weilchen widersteht, auch und besonders, weil es sie so berauschend quält …

 

Ihr zittriges Seufzen ließ mich aufhorchen. Es riss mich jäh aus meinem hocherotischen Einblick in die Gefühlswelt der gepflegten Unbekannten, die mich magisch anzog. Ein Blick in ihren Schoß verriet mir, dass vermutlich ihr enggeschnittener Rock der Anlass für den Unmutsausstoß gewesen war. Zu ihrem Leidwesen verhinderte er das Drücken der Fingerspitzen zwischen die Beine komplett. Zweifelsohne hätte es ihr gutgetan, den Mittelsteg des Slips tief in die Muschi zu schieben, um für einen winzigen Moment den Eindruck eines effizienten Gegendrucks zu erhalten. Hieraus wurde jedoch dank des figurbetonten, halblangen Kostümrocks nichts – dass sich ihre Hand nach wie vor in diesem Bereich des Körpers befand, bewies, dass sie es soeben verstohlen ausprobiert haben musste.

 

Die Öffnungszeiten des Kreditinstituts sahen vor, dass die Schalterhalle mitsamt ihrem Personal und dem Kunden-WC über Mittag geschlossen blieb. Lediglich der schmucklos gestaltete Vorraum, in dem die vielen Menschen neben dem Kontoauszugdrucker am Bankautomaten anstanden, hatte geöffnet.

Wir wussten beide, es bestand nicht der Hauch einer Aussicht, hier ein Klo zu finden, nur löste diese Erkenntnis völlig unterschiedliche Emotionen in uns aus. Was mir eine verzückte Gänsehaut bescherte, schien in der jungen Dame vor mir eine Art Panik zu wecken. Als hätte die Angst ihr das Dilemma, in dem sie steckte, endgültig klargemacht, trat sie unversehens aus der Reihe heraus und eilte, ohne zu zögern und in leicht gebückter Haltung, zur Eingangstür. Dort zwängte sie sich durch die langsam aufgehenden Glasschiebetüren und verließ hastig das Gebäude.

Von dieser abrupten Handlung überrascht sah ich ihr nach. Was war das? Sollte das Fassungsvermögen ihrer Blase die absolute Obergrenze erreicht haben? Wäre ein blamabler Unfall mit jeder weiteren Sekunde unausweichlich geworden? Höchst aufgekratzt gab auch ich den Platz in der Warteschlange auf. Mir war das Geld für den Abend plötzlich gleichgültig. Ich musste hinter ihr her, meine Libido hatte übergangslos ein Bündnis mit der Neugier geschlossen – sie stachelten sich gegenseitig auf, pushten sich empor und wollten erleben, wie es mit der desperaten Unbekannten weitergehen würde.

 

Ohne nachzudenken folgte ich ihr. Dieses Unterfangen war nicht einfach, da sie sich in hektischem Laufschritt durch die Innenstadt bewegte. An entgegenkommenden Passanten drängelte sie sich unwirsch vorbei, schaute in ihrer händeringenden Suche nach einer Toilette wie gehetzt nach rechts und links.

Inzwischen schneite es stärker, doch das kühle Wetter und die nassen Haare, mit denen ich für den Rest des Arbeitstages im Büro sitzen würde, spielten keine Rolle mehr. Ich musste um jeden Preis versuchen, an ihr dranzubleiben – jenes kurze, aber teuflisch heiße Desperation-Abenteuer hatte mich bereits zu sehr gefesselt, als dass ich es an diesem bedeutsamen Punkt hätte abbrechen lassen können.

Mit jedem Schritt, den ich ihr hinterherhastete, spürte ich die mächtige, von ihrer Not entfachte Erregung in meiner glitschig-feuchten Spalte pulsieren. Zudem rieb sich das weiche Material meines Baumwollhöschens während des schnellen Sprints, in dem wir uns an entgegenkommenden Passanten, Hunden und Kinderwagen vorbeidrängelten, verführerisch an Klitoris und Schamlippen. Zu gern wollte ich es auskosten und auf die Spitze treiben, so dass der Wunsch nach einem Orgasmus fühlbar zunahm.

 

Hochgradig angeturnt blieb ich dem Business-Girl auf den Fersen. Und als sie mit zunehmendem Tempo ein öffentliches WC inmitten der Fußgängerzone ansteuerte, verringerte ich den Abstand zu ihr.

Endlich am Bestimmungsort angekommen, gab sie ein deutlich vernehmbares Wimmern von sich. Wenn ich mich nicht täuschte, stand ihre Blase kurz vor dem Aufgeben. Der Unnachgiebigkeit des festen Stoffs zum Trotz schob sie sich nun die rechte Hand unter den Rock und klemmte sich die Finger zwischen die übereinandergepressten Beine, was zur Folge hatte, dass das Kleidungsstück bis auf Minirocklänge nach oben rutschte. Beim Versuch, die schwere Tür des Klohäuschens nach außen aufzuziehen, ging sie stöhnend in die Knie, wobei sie den Druck ihrer gekreuzten Schenkel sichtlich verstärkte.

Da ihr lediglich die linke Hand zur Verfügung stand, gelang der Kraftakt nicht. Ein leises, gequältes Fluchen war die Reaktion darauf, und, wie ich annahm, die Überlegung, die Rechte aus dem Schoß zu ziehen, um sie zu Hilfe zu nehmen. Ein Gedanke, den sie sogleich wieder zu verwerfen schien, da er wohl das sofortige Herauszischen ihres Urins bedeutet hätte. Oh, wie sehr mich diese Szene anmachte …

 

Mit der Absicht, dem Geschehen näher zu kommen, bot ich ihr meine Hilfe an. So trat ich die wenigen Schritte auf die im Schnee tänzelnde, verzweifelt nach vorn gebeugte Frau zu und sagte freundlich:

„Wenn Sie wollen, mach ich Ihnen die Tür auf.“ Und ob sie wollte!

„Oh, bitte! Sie sind meine Rettung …“, keuchte sie angestrengt, die immer gewaltigere Menge an Flüssigkeit in sich zu behalten, „ich muss so furchtbar nötig.“

„Das ist nicht zu übersehen“, gab ich wahrheitsgemäß zurück und öffnete ihr, von einem kribbelnden Schauer der Erregung begleitet, die massive Metalltür.

 

Für ein Dankeschön fehlte ihr die Zeit, doch ein solches erwartete ich auch nicht – mir stand der Sinn ebenfalls nicht nach Höflichkeitsfloskeln.

Wie gebannt starrte ich ihr hinterher, als sie in das Backsteingebäude hineinstolperte. Sie wirkte erschöpft, war spürbar am Ende ihrer Durchhaltekraft angelangt. Mit zitternden Knien ging ich ihr nach und erblickte sie sogleich in einem schmalen, weißgekachelten Gang, der zwei zusätzliche Türen aufwies, welche die Toiletten in Damen- und Herrenbereiche aufteilten.

Jetzt versperrt ihr eine weitere Barriere den Weg, erfasste ich aufgeregt, obwohl sie dem Ziel doch schon so nah gewesen war …

Sie kauerte hilflos vor dem Eingang, die Türklinke mit der linken Hand fest umschließend. Die Rechte aus ihrer Mitte zu ziehen, wagte sie nicht.

„Schnell, ich kann es gleich nicht mehr halten!“, forderte sie mich hektisch auf, ihr ein zweites Mal zu helfen. Das allumfassende Verlangen nach einer WC-Schüssel beherrschte sie gänzlich. Wie prall und berstendvoll ihre Blase sein muss, malte ich mir aus und fühlte meine Klit hierbei kräftig pochen. Wenn sie gewusst hätte, wie verrückt mich das machte …

Der Rock war bis über ihre Hüfte hinaufgerutscht, mit den Fingern drückte sie sich den Stoff von Strumpfhose und Slip tief in den heißen Schlitz ihrer Pussy hinein. Sie massierte sich keuchend, während sie am gesamten Körper bebend auf und ab hüpfte.

 

Geschickt und ohne ein Wort zu verlieren betätigte ich den Edelstahlgriff, stieß die Tür nach innen auf und verschaffte der fremden Frau auf diese Weise Einlass. Stöhnend und um Eile bemüht, stolperte sie in den Raum. Ein aufrechtes Gehen war längst nicht mehr möglich, zu enorm war der Druck.

Mit allen Sinnen bereits der heißersehnten Erlösung entgegenstrebend, stürzte sie durch den Vorraum mit den dort installierten Handwaschbecken hindurch, auf eine der offenstehenden Kabinen zu. Beide Hände kraftvoll in den Schoß gepresst, drängte sie beim Laufen die Beine eng gegeneinander. Was für eine endlos geile Situation, in der ich mich befand – vergleichbar mit der Hauptrolle in meinem erotischsten Kopfkino, quasi der Höhepunkt meines ganz persönlichen Fetischfilms. Viel hätte nicht gefehlt und mir wäre es vor Ort, im Türrahmen stehend, gekommen.

 

Es fehlten nur noch zwei Schritte, dann wäre es ihr gelungen, das beinahe Aussichtslose zu meistern. Das Schicksal jedoch hatte es anders gewollt: Als die junge Dame das Klo fast erreicht hatte, hörte ich einen spitzen Aufschrei von ihr:

„Oh Gott, es läuft, es läuft!“

Obwohl ich mich dem Anstand nach diskret hätte verziehen sollen, trat ich mit angehaltenem Atem zu ihr und sah im nächsten Augenblick, wie es hellgelb und in großer Menge zwischen ihren vorgehaltenen Fingern hindurchströmte.

„Ich kann es nicht aufhalten, ich pinkle mich nass“, klagte sie in entsetztem Tonfall, noch immer vor der Kabine stehend. Es stimmte – lediglich ein paar Sekunden hatten ihr gefehlt, doch nun war es zu spät. Gleich eines rauschenden Wasserfalls schoss der lang zurückgedrängte Urin aus ihrem Unterleib hervor. Das Zischen des druckvollen Strahls drang an mein Ohr, zeitgleich bildeten sich glänzende Spuren an den Innenseiten ihrer schlanken Beine, an denen der Sturzbach in Strömen hinunterlief. Feine Urinperlen zeigten sich auf der Oberfläche des zarten Nylons, während es hörbar zu ihren Füßen auf den Fliesenboden plätscherte.

 

Mit meiner eigenen Beherrschung war es nun ebenfalls vorbei. Meine Hormone standen Kopf, ich hielt es nicht mehr aus, mich nicht selbst zu berühren.

Mit dem vorgeschobenen Grund, gleichermaßen pieseln zu müssen, ließ ich die Tür der vorletzten Kabine hinter mir ins Schloss fallen. Ich verriegelte sie und konnte es kaum erwarten, mir die Hand in die Jeans und in das warme Innere meines Höschens zu schieben.

Mit rasendem Puls setzte ich mich auf den geschlossenen Toilettensitz, öffnete Knopf und Reißverschluss der Hose und glitt mit den Fingern ins heiße, glitschige Nass meiner Muschi. Was für ein Wahnsinn – mein Lustzentrum fühlte sich an, als hätte ich soeben das ausgiebige Vorspiel eines Liebhabers genossen; klatschnass, offen und bereit für das grandiose Finale. Oberhalb spürte ich den wollüstig angeschwollenen Kitzler, der nur darauf wartete, von mir verwöhnt zu werden. Gern tat ich ihm den Gefallen und wurde im selben Moment reichhaltig dafür belohnt.

Ich streichelte und massierte mich, während ich weiterhin den Urin auf den Boden prasseln hörte. Sie scheint es überhaupt nicht stoppen zu können, staunte ich unsagbar erregt. Obendrein vernahm ich das befreite Stöhnen der Unbekannten, das meine Ekstase zusätzlich anfachte. So steigerte ich die Intensität meiner Berührungen nicht langsam, sondern ließ die Geilheit rasant emporschnellen. Viel brauchte es dazu ohnehin nicht mehr, zu heiß war ich bereits von dem Geschehen, dessen Augenzeugin ich zuvor geworden war.

Die Hand tief in meinem Slip vergraben, mit den Fingerspitzen über Damm, Eingang und Klit reibend, dauerte es nur wenige Sekunden, bis mein Orgasmus mich hinauf ins Universum katapultierte.

Um kein Geräusch von mir zu geben, presste ich die Lippen fest aufeinander. Währenddessen durchflutete mich das größte aller Gefühle, ließ mich lautlos nach Luft ringen und jagte wie ein berauschender Kugelblitz durch jede meiner Nervenzellen.

 

Was für eine grandiose und ganz sicher einzigartige Mittagspause, dachte ich zufrieden lächelnd, als ich mir gleich darauf die Jeans wieder zuknöpfte. Im selben Augenblick durchfuhr es mich heiß – herrje, die Pause! Bestimmt ist die halbe Stunde längst vergangen. Ich werde mir eine verdammt gute Entschuldigung für mein Zuspätkommen einfallen lassen müssen, sinnierte ich schuldbewusst, als ich im nächsten Moment hörte, wie der Boden mit Papier aus dem Handtuchspender aufgewischt wurde und sich danach die Schritte der fremden Frau aus dem WC-Bereich entfernten.

VG Wort

 

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Weitere Informationen über „Augenzeugin“

Erscheinungsdatum 20.12.2015
Autor Rebecca Valentin
Verlag Edition Aurum
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