Sex- und Fetisch-Glossar

In den Geschichten auf unserer Homepage und in unseren Büchern verwenden wir „szenetypische“ Begriffe und Abkürzungen, die sich in den jeweiligen Genres etabliert haben. Diese stammen oftmals aus dem englischen, französischen oder sogar japanischen Sprachraum und sind zum Teil schönmalerische Umschreibungen der eigentlichen Bedeutungen.

Sollten Sie also beim Lesen unserer Geschichten über Begriffe stolpern, die Sie nicht kennen oder zu deren Themenbereich Sie mehr erfahren möchten, hoffen wir, Ihnen mit diesem Glossar bei Begriffen rund um Sex und Fetisch weiterhelfen zu können.

Bitte beachten:
Wir erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Manche Begriffe finden auch in anderen Bereichen Verwendung, haben dort aber unter Umständen eine völlig andere Bedeutung. Die Erklärungen auf dieser Seite sind ausschließlich im Kontext der von Edition Aurum thematisierten Inhalte zu betrachten.


Begriffsübersicht


Begriffserklärungen

Adult Baby / AB / ABDL

Erwachsenes Baby, auch abgekürzt als AB oder AB/DL bezeichnet. Weitere Details sind unter dem Punkt „Autonepiophilie“ beschrieben.

Adultes Babysyndrom

Siehe Autonepiophilie.

Age Play

Unter erotischen / sexuellen Gesichtspunkten ist Ageplay das einvernehmliche Rollenspiel zwischen Erwachsenen, bei dem mindestens eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer in einer oftmals infantilen Weise (Adult Baby, Adult Child) agiert, die nicht ihrem / seinem tatsächlichen Lebensalter entspricht. Auch das Verkörpern eines anderen Geschlechts ist bei dieser Spielart nicht unüblich. Da oftmals konservative Erziehungsmethoden von verbaler Erniedrigung bis hin zu körperlicher Züchtigung (Spanking) nachgespielt werden, besteht auch eine Schnittmenge mit den Sexualpraktiken des BDSM. Es muss aber nicht zwangsläufig einen dominanten, erziehenden Part geben. Auch ein liebevolles Umsorgen und „gepampert“ werden durch die Partnerin oder den Partner wird ebenso gern praktiziert, wie das gemeinsame Spielen und Toben mit „gleichaltrigen“ Beteiligten.
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist das Verwechseln von Infantilismus und Pädophilie. Infantilismus beinhaltet Rollenspiele ausschließlich mit anderen Erwachsenen und hat nichts mit Pädophilie in irgendeiner Form zu tun.

Ein gespielter Altersunterschied kann ebenso groß, wie auch gering sein, wie bei einem Rollenspiel mit Arzt und Patient, Lehrer und Schüler, älterer Herr und Lolita. Genauso kann auch ein devoter Partner die ältere Rolle übernehmen.

Aurum H2O

Aurum H2O war ein deutschsprachiges Internet-Forum, das in den Jahren 2000 bis 2018 unter der Domain aurumh2o.de bestand und sich speziell dem Thema „in die Hose pinkeln“ von der erotischen Seite widmete. Es umfasste über 86.000 Beiträge und hatte mehr als 700 registrierte Mitglieder. Im Laufe der Jahre war um das Forum herum eine Webseite mit Geschichten, Bildern und Videos von Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie einem öffentlichen Live-Chat-Raum entstanden. Seit 2004 fanden ein bis zwei Mal jährlich offizielle Foren-Treffen statt. Nach dem Tod des Betreibers wurde die Webseite nicht mehr weiter betrieben.

Namensherkunft

Der Name Aurum H2O, bestehend aus der lateinischen Bezeichnung für Gold (Aurum) und der chemischen Summenformel für Wasser (H2O), ist ein Kunstwort für „Goldwasser“, was wiederum als Synonym für Urin dient und sich mittlerweile in Internet-Kreisen als Schlagwort für den Urin-Fetisch, insbesondere die Vorliebe, in die Hose zu pinkeln, etabliert hat.

Weiteres

Aus diesem Forum entsprang 2009 die Idee für unser erstes Buch „Goldene Lust“ mit 24 nassen Kurzgeschichten von Rebecca Valentin und Magenta König (beide aktive Forumteilnehmerinnen). Auch die Verwendung des Begriffs „Aurum“ für unseren Verlags-Namen ist in der engen Verbundenheit mit dem Forum begründet. Ausführliche Infos über die Geschichte und den Verbleib des Forums sind auf der Seite „Aurum H2O – in die Hose pinkeln“ zu finden.

Autonepiophilie

Autonepiophilie, auch adultes Babysyndrom genannt, ist eine besondere Sexualpraktik aus dem Bereich des erotischen Ageplay. Diese Art der Ausübung, oft in Form eines Rollenspiels, wird auch als Babyspiel (abgeleitet vom englischen Begriff Babyplay) bezeichnet. Da hierbei bevorzugt Windeln getragen werden, besitzt zumeist einer der Spielenden einen Windelfetisch und ist ein Adult Baby (Abkürzung: AB), was bedeutet, dass er während des Gameplays die Rolle des Säuglings oder Kleinkindes übernimmt.

Bei der Autonepiophilie wird eine Erscheinungsform des sexuellen Infantilismus ausgelebt. Dazu gehört vorrangig das als angenehm empfundene Tragen von Windeln sowie meist auch das Benutzen derselben für die kleinen und großen Ausscheidungen. Mit diesem Handeln geht oft ein Verhalten einher, welches dem eines Babys oder Kleinkindes entspricht – das Trinken aus Nuckelfläschchen, das Saugen an einem Schnuller oder das Krabbeln. In der Regel besteht ein Wunsch nach Geborgenheit und dem umsorgt werden durch „Mami“ oder „Papi“. Auch das Tragen entsprechender Kleidung wird praktiziert; die dazugehörige Baby- oder Kleinkind-Ausstattung wie Lätzchen, Gummihose oder Strampelanzug in Erwachsenengrößen kann bei spezialisierten Händlern erworben werden.

Ob eine sexuelle Befriedigung im Sinne von Sex in dieser Spielart vorkommt, hängt ausschließlich von den Vorlieben und den Wünschen des Einzelnen ab. Es kann sich ergeben, muss aber nicht zwingend geschehen. Das Erlebnis selbst reicht oftmals schon aus, eine Befriedigung daraus zu ziehen.

BDSM

Das Buchstabenkürzel BDSM steht als Sammelbegriff für eine Ansammlung miteinander verwandter Sexualvorlieben, die früher meist als Sadomasochismus (kurz: SM oder Sado-Maso) bezeichnet wurden. BDSM bezeichnet sexuelle Praktiken, die unter anderem mit Dominanz und Unterwerfung, spielerischer Bestrafung sowie Lustschmerz oder Fesselungsspielen zu tun haben können. Die Anfangsbuchstaben BDSM leiten sich von den den englischen Bezeichnungen „Bondage & Discipline“, „Dominance & Submission“ und „Sadism & Masochism“ ab.

Sämtliche Arten und Variationen des BDSM haben gemeinsam, dass sich die Beteiligten aus freiem Entschluss aus ihrer gleichberechtigten Position in ein Machtgefälle begeben. Der devote Partner gibt einen bestimmten Teil oder seine gesamte Selbstkontrolle auf und übergibt sie dem dominanten Partner, woraus beide Beteiligten einen Lustgewinn erzielen. Der dominante Partner wird in der Regel als Dom oder Top betitelt, der devote Partner zumeist als Sub oder Bottom.

BDSM-Handlungen finden größtenteils in Form eines erotischen Rollenspiels statt, können jedoch auch in den Alltag eines entsprechenden Paares integriert werden. Ein einzelnes BDSM-Spiel wird Session genannt – in einer solchen kann es zum Geschlechtsverkehr wie Oral-, Vaginal- oder Analverkehr kommen, dies ist jedoch nicht grundlegend notwendig. Ohne die Lust an dieser speziellen sexuellen Vorliebe würden viele der beim BDSM ausgeübten Praktiken wie Schmerzzufügung, Erniedrigung oder körperliche Unterwerfung als unangenehm empfunden werden. Die Freiwilligkeit als ausschlaggebendes Kriterium gilt dabei grundsätzlich, und nur wer in der Lage ist, die Folgen seiner Zustimmung hinreichend abschätzen zu können, kann seine Einwilligung zu einem einvernehmlichen Geschehen geben. Es muss dem einwilligenden Partner generell freistehen, sein Einverständnis jederzeit, auch inmitten einer Session, zu widerrufen, zum Beispiel mit einem zuvor verabredeten, aussagekräftigen Signalwort, einem sogenannten Safeword. Es gilt der Grundsatz „ssc“ (safe, sane and consensual).

Besudelungstrieb

Als Besudelungstrieb (Saliromanie oder Salirophilie) wird die Vorliebe des Beschmutzens von Personen oder Objekten bezeichnet, welche mit sexueller Erregung verbunden ist. Neben den rein visuellen Reizen kann dabei auch die Erniedrigung jener Person eine Rolle spielen, die zuvor besudelt wurde. Obwohl es die Bezeichnung Saliromanie nahelegt, handelt es sich bei dieser Neigung nicht um einen Trieb oder eine Manie.

Die Formen der Saliromanie sind zahlreich, doch den Partner und/oder sich selbst mit allen Arten von breiigen, schleimigen oder flüssigen Substanzen zu beschmieren oder zu bespritzen, steht grundsätzlich im Vordergrund. Hierbei kann es sich beispielsweise um Farbe, Lebensmittel, Schlamm oder Sperma bis hin zu Blut, Urin oder Kot handeln. Die Beschmutzung löst währenddessen sexuelle Erregung und Befriedigung aus.

Eine weitere häufige Form der Saliromanie bildet die Lust, vollständig bekleidet baden zu gehen.

Bondage

Der Begriff Bondage steht innerhalb der BDSM-Szene für bestimmte Praktiken zur Fesselung oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Die Bezeichnung stammt aus dem Englischen (Bondage = Unfreiheit oder Knechtschaft).

Beim Bondage, welches (meist in sanfterer Form) auch von Nicht-Anhängern des BDSM praktiziert wird, fesselt der dominante Partner den devoten Teilnehmer des Erotikspiels. Hierfür können sowohl Seile, Gürtel, Ketten und Handschellen, als auch Krawatten, Schals und Seidentücher genutzt werden. Ziel ist das erregende Gefühl des Ausgeliefertseins, welches mit der vertrauensvollen Abgabe der eigenen Kontrolle an den Fesselnden einhergeht.

Cougar

Der englische Slang-Ausdruck Cougar hat sich als Bezeichnung für Frauen etabliert, die einen wesentlich jüngeren Mann für eine Beziehung oder als Sexualpartner einem gleichaltrigen oder älteren Mann vorziehen. In der frei übersetzten Bedeutung beschreibt das Wort einen Puma (Silberlöwen), was zum einen auf die Haarfarbe einer reifen Dame anspielen und zum anderen den Gedanken an eine elegante, jagende Großkatze hervorrufen soll.

Hinweise auf Raubtiere und die Jagd im Allgemeinen sind in der erotischen Begriffswelt häufig anzutreffen. Der Begriff Cougar zieht das größte katzenartige Raubtier Nordamerikas zum Vergleich heran, um die Frau höchst aktiv auf ihrer Jagd nach jüngeren Geschlechtspartnern wirken zu lassen.

Cunnilingus

Als Cunnilingus (aus dem lateinischen für cunnus = weibliche Scham und lingua = Zunge) wird eine Form des Oralverkehrs in der Sexualität bezeichnet, bei dem der Partner die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane (Vulva) wie die Klitoris, die kleinen und großen Schamlippen und den Scheideneingang mit Zunge, Lippen und Zähnen stimuliert.

Umgangssprachlich spricht man auch von „Lecken“, wenn von Cunnilingus die Rede ist.

Desperation

Siehe Pee Desperation.

Diaper Lover / DL

Als Diaper Lover (Abkürzung: DL) wird eine Person bezeichnet, die aus freiem Willen und ohne, dass eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, eine Erwachsenenwindel trägt. Ausschlaggebend für das Tragen und, je nach Vorliebe, Benutzen der Windel, welche je nach Präferenz aus unterschiedlichen Materialien (knisternd oder weiche Baumwolle) bestehen kann, ist in den häufigsten Fällen der dabei entstehende, sexuelle Lustgewinn.

Dirty Talk

Beim Dirty Talk (Schmutziges Gerede oder auch „Dreckig Reden“) handelt es sich um eine verbalerotische Sexualpraktik, deren Anhängerinnen und Anhänger durch den Gebrauch derber bis hin zu demütigender oder aggressiver Sprache eine Steigerung ihrer sexuellen Erregung erfahren. Auch der Tonfall und die Stimmlage sind dabei je nach Geschmack von Bedeutung.

Dreier

Flotter Dreier, kurz Dreier oder auch Threesome oder Triole genannt, stellt die kleinstmögliche Variante von Gruppensex dar und ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Ausübung von Geschlechtsverkehr zwischen drei Personen beliebigen Geschlechts.

Die erotische Fantasie, gleichzeitig mit zwei Partnern Sex zu haben, ist weit verbreitet. Paare sehen darin gern eine Erweiterung ihres Sexuallebens. Entwickelt sich eine anhaltende Dreiecksbeziehung, wird dies Ménage à trois genannt.

Sämtliche Arten des Geschlechtsverkehrs sind im Dreiersex vertreten, das heißt nacheinander zu zweit sowie gleichzeitig zu dritt bei ineinander übergehenden Wechseln. Die Lust am Zuschauen (Voyeurismus) und am Gesehenwerden (Exhibitionismus) trägt zusätzlich zur Erotisierung der intimen Situation bei.

Von einer Doppelpenetration, umgangssprachlich auch Sandwich oder Doppeldecker, wird gesprochen, wenn zwei Männer gleichzeitig in eine Frau eindringen – ein Mann vaginal, der andere anal. Ebenso zeigt sich eine Doppelpenetration, wenn zwei Männer ihr Geschlechtsteil gleichzeitig in die Vagina oder zeitgleich in den Anus einer Frau oder eines Mannes einführen.
Die Penetration von zwei Männern gleichzeitig in die Vagina und in den Mund einer Frau beschreibt eine weitere Variante dieser sexuellen Spielart zwischen drei Personen.

Edging

Mit dem Begriff Edging (abgeleitet von „Edge = Rand“) wird ein wesentlicher Bestandteil der sexuellen Praktik Tease and Denial (englisch für Erregen und Verweigern) beschrieben, die ebenso als Orgasm Denial oder T&D bekannt ist. Hierbei wird der Partner durch wiederholte sexuelle Stimulation bewusst an den Rand des Orgasmus’ gebracht, um die sexuelle Erregung intensiv zu steigern, ohne dass dieser jedoch einen Orgasmus erreicht.

Meist innerhalb einer partnerschaftlichen Sexualbeziehung ausgeübt, unabhängig von Geschlecht, sexueller Neigung und Orientierung, wird diese Spielart angewandt, um den jeweils anderen mehrmals knapp an die Grenze zum Point of no Return zu führen. Der Effekt dieses mehrfachen Stimulierens und der wiederkehrenden Verweigerung des Höhepunkts führt bei Frauen als auch bei Männern zu einem erheblich gesteigerten Lustempfinden, an dessen Anschluss der Orgasmus als weitaus stärker beschrieben wird, als bei herkömmlichen Vorgehensweisen.

Einpinkeln / Einnässen

Der Ausdruck Einpinkeln, für den gleichbedeutend in der „nassen Szene“ der englische Begriff Wetting (übersetzt: Nass machen, einnässen) benutzt wird, umschreibt das bewusste, freiwillige Pinkeln in die Kleidung. Den erotischen Reiz machen sowohl die Wärme, das befreiende Gefühl des Loslassens als auch der Kick des Verbotenen aus. Liebhaber dieser nassen Praktik, die im Sinne der Fetischismuserläuterung in den Bereich der Urophilie fällt, üben diese allein oder zu zweit aus. Sich auf den Schoß des Partners oder der Partnerin zu setzen, und den Urin durch die Kleidung laufen zu lassen, ist hierbei eine beliebte Variante.

Female Desperation

Die Female Desperation (aus dem Englischen übersetzt: Weibliche Verzweiflung) beschreibt die qualvolle Bedrängnis einer weiblichen Person, die dringend urinieren muss, aber keine Gelegenheit dazu findet. Die Gründe für die fehlende Möglichkeit eines Toilettenbesuchs können vielfältig sein, wichtig allein ist die Not, in der die Frau sich befindet.

Liebhaber dieser Variante werden von derartigen Notsituationen sexuell erregt, wobei die Vorlieben, was die Kleidung der Frau (z. B. werden enge Jeans oder Strumpfhosen oft priorisiert) und den weiteren Verlauf des Szenarios angeht, variieren. Ihre Lust gipfelt im Moment des unfreiwilligen und nicht selten schamvollen Einnässens oder es ist das Wissen um die noch knapp erreichte Toilette, das ihre Erregung ansteigen lässt.

Female Ejaculation

Siehe Weibliche Ejakulation.

Fetischismus

Siehe Sexueller Fetischismus.

Geruchsfetischismus

Beim Geruchsfetischismus oder Olfaktophilie (aus dem lateinischen für olfacere = riechen und dem griechischen Philos = Freund) handelt es sich um eine Vorliebe, bei der die sexuelle Erregung ausschließlich durch Geruchsempfindungen ausgelöst werden kann. Bevorzugt werden häufig von der Allgemeinheit als besonders unangenehm empfundene Körpergerüche. Zu den am meistverbreiteten olfaktophilen Praktiken gehört das Riechen an Füßen, an getragenen Socken, verschwitzen (Sport-)Schuhen oder benutzter Unterwäsche.

Golden Shower / Goldene Dusche

Golden Shower bezeichnet eine Sexpraktik, bei der der Urinstrahl des Partners (ähnlich dem Wasserstrahl unter der Dusche) auf den Körper des anderen trifft. Gemäß den persönlichen und sexuellen Vorlieben beider Partner trifft der Urin auf die Haut, in den Mund oder er stimuliert gezielt die erogenen Zonen des Geschlechtspartners. Den Urin oral aufzunehmen oder ihn auf dem gesamten Körper zu spüren, birgt große Intimität in sich.

Auf den Partner zu urinieren oder den Urin des anderen zu empfangen, wird von Liebhabern dieser Praxis als sexuell erregend empfunden. Die Faszination kann sowohl im Spiel mit Macht und Unterwerfung liegen, als auch in der wohltuenden Entspannung des Vertrauens und der liebevollen Hingabe. Ebenso werden der Geruch, die Wärme und der Geschmack des Urins von vielen als sehr lustvoll empfunden.

Koprophilie

Mit dem Begriff Koprophilie wird der sexuelle Lustgewinn durch menschlichen Kot, respektive der Ausscheidung eines Menschen, bezeichnet. Gängige Umschreibungen, bzw. Codes für Koprophilie sind (Natur-)Kaviar (Abkürzung: KV), Scat oder Nougat.
Die sexuelle Erregung entsteht und steigert sich dabei unter anderem durch das Beobachten des Ausscheidungsvorgangs (Stuhlgang), den Anblick / Geruch von Kot oder auch durch direkten Körperkontakt mit diesem. Ebenso das Anhalten des Stuhlgangs bis zum totalen Kontrollverlust und die dadurch entstehenden Gefühle können zu einem Lustgewinn führen. Kotspiele können entweder auto-erotisch oder mit einem Partner praktiziert werden. Die persönlichen oder fremden Exkremente werden hierbei nicht selten auf dem eigenen Körper oder dem des Sexualpartners verschmiert.
Die beschriebene Neigung kann für einige Menschen bis zur Koprophagie, dem Essen des Kots, reichen. Aufgrund der Bakterien- und Pilzkonzentration im Stuhl bringt diese Sexualpraktik jedoch besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein gesundheitliches Risiko mit sich.

Obwohl eine gewisse Verbindung zu Urin-Spielen besteht, ist eine Neigung zur Urophilie nicht zwangsläufig gegeben und Urophile interessieren sich gemeinhin nicht für Kot-Spiele.

Male Desperation

Von Male Desperation (englisch für: Männliche Verzweiflung) wird gesprochen, wenn es bei einem anderen Menschen sexuelle Erregung hervorruft, dass ein Mann nötig pinkeln muss und keine Aussicht auf Erleichterung seiner vollen Blase hat. Ebenso wie bei der Female Desperation kann es auch bei der Male Desperation unterschiedliche Anlässe für eine solche Notlage geben.
Bei Desperation-Anhängern sind die Präferenzen in Bezug auf den Ausgang der WC-Bedrängnis unterschiedlich. Während die einen es als sehr erotisch empfinden, dass der Mann es am Schluss nicht zur Toilette schafft und sich zunächst peinlich berührt, dann aber zutiefst erleichtert in die Hose pinkelt, erregt es die anderen, wenn ihm diese Erfahrung erspart bleibt und es ihm im letzten Augenblick gelingt, sich außerhalb seiner Kleidung zu erleichtern; gleichgültig, ob auf einem WC oder in der freien Natur.

Natursekt

Natursekt ist ein Begriff aus dem Bereich der Urophilie, der hauptsächlich den oralen Kontakt mit dem Urin eines Sexualpartners umschreibt.

Öffentliches Einpinkeln / Einnässen

Öffentliches Einpinkeln/Einnässen (im englischen als Public Wetting bekannt), umschreibt das meist lustvolle Pinkeln in die Kleidung auf öffentlichen Plätzen und an Orten, die für jedermann frei zugänglich sind. Die Möglichkeit, bei dieser auto-erotischen Tätigkeit beobachtet und damit bei etwas Verbotenem und einer von der Gesellschaft als unanständig und verpönt erachteten Handlung erwischt zu werden, birgt einen besonderen Nervenkitzel für die ausführende Person.
Neben den Menschen, die diese Erotik-Spielart in der Öffentlichkeit praktizieren, gibt es Liebhaber dieser Vorliebe, die sich allein auf das Zuschauen beschränken und die das Betrachten einer solchen Szene, ob in der Realität, auf Fotos/Bildern oder in einem Videoclip, als ebenso erregend empfinden.

Omoraschi / Omorashi

Aus dem Japanischen (おもらし / オモラシ / お漏らし) übersetzt, bedeutet Omoraschi, oder auch kurz „Omo“ genannt „sich einnässen“ (wörtlich: „auslaufen“). Somit besitzt diese Variante der Urophilie im japanischen Sprachraum eine eigene, anerkannte Bezeichnung.
Der Lustgewinn wird hierbei durch die bereits drängende und fortwährend voller werdende Harnblase herbeigeführt, über die man in dessen Folge die Kontrolle verliert und sich einnässt oder ein solches Geschehen bei anderen beobachtet. Provoziert wird solch eine Situation üblicherweise durch räumliche oder zeitliche Unerreichbarkeit einer Toilette oder Hinderung an deren Nutzung mittels Verbot bzw. Fixierung (Bondage). Auch das eigene Schamgefühl kann nach überstrapazierend langem Einhalten des Urins zu einem spontanen Kontrollverlust über die Blase führen.
Da der Schwerpunkt dieser Spielart im Einnässen von Kleidung liegt, sind offene sexuelle Beschreibungen und Darstellungen in den einschlägigen Medien unüblich. Gezeigt werden bevorzugt Protagonistinnen in Schulmädchen-Outfits, seriöser Business-Kleidung oder bei förmlichen Anlässen (z. B. im Brautkleid).

Differenzierungen

Yagai
Omorashi yagai bedeutet: „Sich im Freien nass machen“, was vorzugsweise öffentlich, zum Beispiel in einer belebten Einkaufsstraße, vor den Augen anderer Passanten praktiziert wird, da hierbei die Peinlichkeit der Situation für den Akteur sowie Beobachter einen zusätzlichen Reiz ausmacht.

Yagai hōnyō
Eine von Yagai abgeleitete Variante ist Yagai hōnyō, oder „Outdoor / Öffentliches Wasserlassen“, bei dem die Person in aller Öffentlichkeit uriniert, dabei aber ihre Kleidung so weit wie nötig auszieht. Ähnlich wie beim Sex in der Öffentlichkeit liegt hier der Lustfaktor in der offen dargestellten Schamlosigkeit, sowie dem Anreiz, nicht erwischt zu werden.

Omutsu Omoraschi (Windel)
Omutsu Omoraschi ist eine weitere Variante der Omorashi-Spielart, die gelegentlich auch als Oshime Omorashi bezeichnet wird. Beides bedeutet übersetzt „sich in einer Windel nass machen“. Die Omutsu-Variante ist im Wesentlichen die gleiche wie der Standard Omorashi, nur dass die betreffenden Akteure eine Windel tragen, was das öffentliche Einnässen diskreter macht, aber nicht zwingend auf diejenigen mit einem Windelfetisch beschränkt ist.

Skirt Omorashi (Rock)
Anhänger des Skirt Omorashi finden es erregend, wenn sich eine mit einem Rock bekleidete Frau einnässt. Dieses muss nicht ausschließlich anhand nasser Flecken im Rock sichtbar werden, sondern kann sich auch durch herabtropfenden Urin oder dessen Herunterrinnen an den Beinen darstellen. Beliebt sind ebenfalls Upskirt-Ansichten und Beschreibungen des nassen Unfalls.

Panty Wetting / Peeing

Siehe Wet Jeans / Wet Pants.

Paruresis

Unter einer Paruresis (volksmundlich auch als auch schüchterne Blase bekannt) wird eine Blasenentleerungsstörung verstanden, unter der die Betroffenen vorwiegend auf öffentlichen Toiletten oder anderweitig außerhalb ihres privaten Wohnraums leiden. Der Schweregrad der Paruresis ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt und erstreckt sich von verschieden langen Wartephasen, bis die Blase ihren Inhalt freigibt, über eine nur zum Teil erfolgte Blasenentleerung bis hin zur Unmöglichkeit, überhaupt urinieren zu können.

Bei der Paruresis handelt es sich um eine psychische Störung, die sich in den meisten Fällen inmitten der Pubertät entwickelt. Sie rührt von einer psychisch bedingten Anspannung des Sphinkters her, dem Muskel, der die Harnröhre (Urethra) umgibt, die das Wasserlassen aus diesem Grund erschwert oder undurchführbar macht. Diese Anspannung lässt sich auf psychische Einflüsse wie Angst und Stress zurückführen. Um die Kontrolle über die Blasenmuskeln zurückzugewinnen, können Entspannungsübungen wie autogenes Training oder Tiefenentspannung helfen. Von größerer Bedeutung als die körperliche Komponente ist bei diesem Leiden aber die psychische Ursache.
Zumeist in der Pubertät erfährt der Betroffene durch ein Referenzerlebnis zum ersten Mal eine paretische Reaktion seines Körpers, welche einen solch prägenden Eindruck hinterlässt, dass er ab diesem Zeitpunkt keine Toilette mehr ungezwungen aufsuchen kann. Die Gründe des Referenzerlebnisses können vielfältig sein: ein Minderwertigkeitskomplex, Streit mit der Familie oder Stress in der Schule.
Durch das zuvor durchlaufene Referenzerlebnis werden vom Unterbewusstsein die Umstände der ersten paretischen Reaktion mit der Anspannung der Harnröhrenschließmuskeln verknüpft. Dies führt in der Regel dazu, dass die Blasenentleerungsstörung auf die Anwesenheit anderer Personen zurückgeführt wird, obwohl die Ursache ganz woanders liegen kann. Sehr häufig gründet der unmittelbare Eindruck eines unter Paruresis Leidenden auf der gefühlten Gewissheit, dass ihn andere Menschen auf der Toilette beobachten, bewerten und sich (im Falle des Versagens) über ihn lustig machen.

Pee Desperation

Die englische Umschreibung Pee-Desperation bedeutet frei übersetzt Pinkel-Verzweiflung und bezeichnet die Not eines Menschen, der eilig urinieren muss und keine Möglichkeit hat, seine volle Blase zu entleeren. Eine derart unangenehme Lage kann für einen anderen Menschen, der die Situation beispielsweise beobachtet, äußerst erregend sein. Die Lust an der absoluten Pinkelnot unterscheidet zwischen der an der eigenen vollen Blase (Self Desperation) und der eines anderen Menschen (Female Desperation, Male Desperation).

Pee Shy

Siehe Paruresis.

Rollenspiel

Das erotische oder sexuelle Rollenspiel beschreibt eine Sexualpraktik, bei der zwei oder mehr Partner eine bestimmte Rolle einnehmen und sich dieser entsprechend verhalten. Je nach Vorliebe und Vorstellungen der Teilnehmer wird sich der Rolle angemessen gekleidet bzw. verkleidet, um sich und/oder dem Partner die größtmögliche Lust zu bereiten.

Oftmals dient das erotische Rollenspiel als Stimulation und Vorspiel für die darauf folgenden sexuellen Aktivitäten (z. B. dem Geschlechtsverkehr), bisweilen kann es aber auch die gesamte, erotische Aktivität bedeuten, wie es im BDSM-Kontext oft der Fall ist (ohne dass es zwangsläufig zu sexuellen Handlungen kommen muss).
In die Rolle einer anderen Person zu schlüpfen oder den Partner hierin zu sehen, kann den Beziehungsalltag beleben und zugleich sehr befriedigend wirken, da es die Fantasie anregt und somit für eine erhöhte sexuelle Lust sorgt.

Sadomasochismus

Siehe BDSM.

Safeword

Das Safeword ist ein Signalwort, welches bei Praktiken im Bereich des BDSM verwendet wird, und mit dem der empfangende Partner anzeigen kann, dass er die aktuelle Handlung nicht fortsetzen möchte. Bei einvernehmlich ausgeführten Praktiken gilt ein ausgesprochenes Safeword als strikte Verpflichtung zum sofortigen Abbrechen. Der vertrauensvolle Umgang mit Safewords ist eine der absolut notwendigen Voraussetzungen für BDSM.

Grundsätzlich werden zwei Arten von Safewords unterschieden: Das erste Safeword wird zwischen den Partnern vereinbart und soll die Intensität der momentan durchgeführten Aktion verringern („Slowword“). Das zweite Safeword hingegen sollte, nachdem es ausgesprochen wurde, die Beendigung der gesamten Session zur Folge haben.

Als Safewords werden typischerweise Begriffe verwendet, die in der bisweilen ritualisierten Interaktion ungewöhnlich und auffällig wirken, um ein verlässliches und sicheres Stopp-Signal abzugeben. Für einen nonverbalen Abbruchcode wird häufig ein dreimaliges (notfalls wiederholtes) Klopfen vereinbart, wie es auch bei verschiedenen Kampfsportarten üblich ist. Oftmals wird auch die „Ampel“ als Safeword verwendet (Grün = alles okay, Gelb = Vorsicht, nicht stärker/weiter, Rot = Stopp, sofort aufhören). Anderweitige Vereinbarungen, wie beispielsweise abgestufte Handzeichenkombinationen, sind situationsabhängig ebenfalls möglich. Des Weiteren werden auch Okay-Codes praktiziert, deren Ausbleiben zu einem sofortigen Abbruch des Spiels führen.

Saliromanie

Siehe Besudelungstrieb.

Schüchterne Blase

Siehe Paruresis.

Sexueller Fetischismus

Unter sexuellem Fetischismus versteht man in der Regel ein sexuell von der Norm abweichendes Verhalten, bei dem ein unbelebtes Objekt, der sogenannte Fetisch, als Auslöser der sexuellen Erregung und Befriedigung dient.

Die am häufigsten anzutreffenden Fetische sind sowohl Kleidungsstücke wie Schuhe, Uniformen, Strümpfe, Strumpfhosen, Unterwäsche, Sport- und Badebekleidung, als auch Accessoires wie Brillen und Piercings. Sehr oft beschränkt sich der Fetischismus auf eine festgelegte Ausführung oder ein bestimmtes Exemplar des bevorzugten Gegenstands (Fetisch). Ausschlaggebend kann auch sein, ob die Kleidung bereits getragen wurde, und/oder wer der Vorbesitzer war. Manche Kleidungsstücke werden bestimmten Szenarien oder Rollenspielen zugeordnet, beispielsweise Windeln der Autonepiophilie.
Das Material des Objekts ist bei vielen Fetischisten entscheidend; in manchen Fällen ist es von so großer Wichtigkeit, dass der Fetisch-Gegenstand austauschbar wird, solange nur das Material dasselbe bleibt. Hierbei sind Stoffe wie Leder, Wolle, Seide, Nylon, Satin, Lycra und Kunststoffe, wie zum Beispiel PVC-beschichtete Stoffe („Lack“), Latex und Gummi die bevorzugten Materialien. Unabhängig von den genannten Gegenständen kann letztlich alles zum Fetisch eines Menschen werden und der Lustgewinnung dienen.

Über die individuell großen Unterscheidungen im fetischistischen Verhalten hinaus, gibt es sowohl therapeutisch als auch umgangssprachlich verschiedene Verwendungen des Begriffs. Diese weichen zum Teil stark voneinander ab und unterscheiden sich vor allem durch die Frage, ob der vorhandene Fetischismus eine mit anderen Vorlieben gleichberechtigte sexuelle Präferenz ist oder es sich grundsätzlich um eine behandlungsbedürftige Störung des Sexualverhaltens, eine Paraphilie, handelt.
Der sexuelle Fetischismus wird (im Rahmen der sexualmedizinischen Diagnostik oder der Psychoanalyse) als behandlungsbedürftig verstanden, wenn der Fetisch als vollständiger Ersatz für die partnerschaftliche Sexualität dient, die sexuelle Befriedigung ohne Verwendung des Fetisch’ erschwert, beziehungsweise unmöglich ist und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck besteht.

SM

Siehe BDSM.

Spanking

Der Begriff Spanking (englisch für Hauen, Verhauen) beschreibt im erotischen Kontext das meist lustvolle Schlagen auf das bekleidete oder entblößte Gesäß und gelegentlich auf benachbarte Körperteile wie die Oberschenkel, den Rücken und die äußeren Geschlechtsorgane. Die Schläge erfolgen entweder mit der flachen Hand oder mit geeigneten Gegenständen wie etwa Rohrstock, Peitsche, Birkenrute, Teppichklopfer, Haarbürste, Paddle, Martinet, Tawse oder ähnlichen für diesen Zweck vorgesehenen Schlagutensilien.
In intimen Situationen hat Spanking unter erwachsenen Partnern eine sexuelle Funktion. Je nach Absicht, Planung und Intensität dieser Tätigkeit (Petting, Schläge im Rahmen des Koitus, Erziehungsszenarien) kann man hierbei von einem erotischen Spiel oder einer dem BDSM zugehörigen Spielart sprechen. Meist empfinden viele ihre Leidenschaft für Spanking jedoch als etwas Eigenständiges, das mit dem klassischen BDSM nur wenig gemeinsam hat.

Squirting

Siehe Weibliche Ejakulation.

Upskirt

Upskirt ist ein Ausdruck für ein voyeuristisches Foto, auf dem einer Frau unter den Rock (englisch Rock = skirt) geschaut wird. Es kann sich hierbei um eine Momentaufnahme handeln oder ein bewusst erstelltes Bild, indem unbemerkt eine Kamera unter den Rock gehalten wird, zum Beispiel in Form eines Mobiltelefons (Smartphone / Fotohandy). Für den Betrachter sind Upskirt-Fotos eine Form des Voyeurismus’, werden in der Panty-Pee-Szene jedoch gern als bewusste Darstellungsform eingesetzt.

Urophagie

Unter Urophagie versteht man die orale Aufnahme von Urin als gleichgestellten Verzehr gegenüber einem herkömmlichen Getränk. Aus diesem Grund benutzen Anhänger dieser Urinspiel-Variante meist den Ausdruck „Natursekt“ für Urin.

Urophilie / Undinismus

Die Urophilie, auch Undinismus genannt, beschreibt eine sexuelle Präferenz für Urin. Der Vorgang des Urinierens und/oder der Urin selbst wird hierbei als erotisch und sexuell stimulierend erlebt. Ebenso kann die Urophagie, der Lustgewinn durch die orale Aufnahme von Urin (Natursekt), damit in engem Zusammenhang stehen.
Umgangssprachlich wird oft auch die Vorliebe, Urin in sexuelle Spiele einzubauen (Golden Shower, Wassersport), als Urophilie bezeichnet. Entsprechende Praktiken werden gleichermaßen von Männern als auch von Frauen ausgeübt.

Der Umgang mit frischem Urin von gesunden Menschen ist aus medizinischer Sicht problemlos. Auch laut der Deutschen AIDS-Hilfe sind sexuelle Praktiken mit Urin „unbedenklich, was HIV angeht (solange kein Blut im Spiel ist)“. Das AIDS-auslösende HI-Virus (HIV) wurde zwar ebenso in Urin, Kot, Speichel, Schweiß und Tränenflüssigkeit nachgewiesen, jedoch nur in sehr geringer Menge, die für eine Ansteckung nicht ausreicht.

Wassersport / Watersports

Der Oberbegriff Wassersport steht im gängigen Szene-Sprachgebrauch stellvertretend für sexuelle Spiele, die im engeren Sinne mit der körpereigenen Flüssigkeit Urin zu tun haben, zum Beispiel Golden Shower oder Natursekt.

Weibliche Ejakulation

Als weibliche Ejakulation wird bei der Frau das Freisetzen eines Sekrets auf dem Höhepunkt der sexuellen Erregung bezeichnet, welches stoßweise erfolgt und mit einem intensiven Lusterlebnis verbunden ist. Beim weiblichen Orgasmus wird das Ejakulat durch mehrere sehr kleine Ausgänge in den Endabschnitten der Harnröhre sowie rechts und links derselben abgesondert. Diese sexuelle Reaktion der Frau unterlag lange Zeit einer medizinischen und gesellschaftlichen Tabuisierung.
Anhaltender Forschungsbedarf besteht unter anderem zur Zusammensetzung des Sekrets, des genauen anatomischen und physiologischen Entstehungsorts sowie der Vorgänge, die zum Auslösen der Ejakulation führen.
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen handelt es sich bei der weiblichen Ejakulation und beim Squirting im Grunde um zwei verschiedene Vorgänge, die während eines Orgasmus’ gleichzeitig auftreten können. Squirting beschreibt nichts anderes als das stoßweise Ausspritzen der in der Blase befindlichen Flüssigkeit, welche Eigenschaften verdünnten Urins aufweist, während bei der weiblichen Ejakulation eine geringe Menge an milchiger Flüssigkeit, die durch mehrere, sehr kleine Ausgänge in den Endabschnitten der Harnröhre, sowie rechts und links derselben abgesondert wird.

Wet Games

Wet Games (übersetzt: nasse Spiele) – aus dem Englischen kommende Bezeichnung für sexuelle Praktiken, die untrennbar mit Urin verbunden sind. Siehe Wassersport.

Wet Jeans / Wet Pants

Die englischsprachigen Begriffe Wet Jeans und Wet Pants bezeichnen im erotischen Kontext nasse Hosen, bzw. Unterhosen/Slips, welche entweder durch den eigenen Urin, wie etwa beim absichtlichen Einpinkeln, oder während des bekleideten Badens, durchnässt worden sind. In den meisten Fällen geschieht dies begleitet von einer lustvollen Komponente.

Wetting

Siehe Einpinkeln / Einnässen.

Windelfetisch

Der Begriff Windelfetischist wird umgangssprachlich für Personen verwendet, die eine sexuelle Präferenz in Bezug auf das Tragen von Windeln (vereinzelt auch in Kombination mit Gummihosen) haben. Diese für ihre Ausscheidungen (Urin und/oder Kot) zu benutzen, kann zu ihrem Lustgewinn beitragen, ist jedoch nicht zwingend ein Bestandteil dessen.
Die Neigung dieser Personengruppe muss nicht unbedingt rollenspielerische Komponenten (Ageplay) beinhalten. Sie werden allgemein als Diaper Lovers (Abkürzung: DL) bezeichnet.
Diese Vorliebe kann unabhängig von anderen Paraphilien, wie zum Beispiel Urophilie oder Koprophilie, auftreten.

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