Betriebsausflug – Die lesbische Chefin (Kurzgeschichte)

Betriebsausflug
Die lesbische Chefin

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 02.11.2014

Es war mein erster Tag in der neuen Firma. Erwartungsvoll betrat ich das Vorzimmer, in dem ich von nun an als Chefsekretärin arbeiten würde. Dr. Bergmann stand in Großbuchstaben auf dem Schild neben der Tür. Der Name meines direkten Vorgesetzten. Wie er wohl sein würde, mein neuer Chef?, fragte ich mich. Ich wusste nicht viel über ihn, meine Einstellungsgespräche waren einzig mit der Personalabteilung des Unternehmens geführt worden. Groß, souverän, mit grauen Schläfen und einem dunklen Anzug bekleidet, stellte ich ihn mir vor. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt bereits geahnt hätte, wessen rechte Hand ich in Zukunft sein würde, wären mir mit Sicherheit die Knie weich geworden. So aber packte ich gelassen meine Tasche aus und dekorierte eine Grünpflanze auf meinem Schreibtisch.

 

Nicht lange und die Tür des angrenzenden Büros öffnete sich. Ich schaute auf und sah erstaunt, wer den Raum betrat. Nicht der graumelierte, ältere Herr, den ich mir unter dem Namen Dr. Bergmann vorgestellt hatte, sondern eine attraktive Frau, bekleidet mit einem figurbetonten, hellgrauen Businesskostüm trat vor meinen Schreibtisch. Aus dezent geschminkten, grünen Augen blickte sie mich lächelnd an. Verblüfft erhob ich mich und erwiderte den festen Druck ihrer weichen Hand.

„Guten Morgen Frau Sommer, herzlich willkommen. Mein Name ist Carla Bergmann. Ich bin sicher, wir werden gut zusammenarbeiten.“ Ich war hin und weg. Nie zuvor war mir eine Frau begegnet, die ich auf den ersten Blick als derart anziehend empfunden hatte. Wie hypnotisiert starrte ich in ihr Gesicht. Meine gewohnte Selbstsicherheit schmolz dahin und stockend dankte ich ihr. Noch immer konnte ich nicht glauben, dass ich diese begehrenswerte Frau in Zukunft Tag für Tag sehen und um mich haben würde. Als sie mein Büro verließ, schaute ich ihr aufgeregt nach. Mein Puls raste und ich hatte Mühe, mein schnell schlagendes Herz zurück in seinen gewohnten Rhythmus zu bringen.

 

In den darauffolgenden Wochen freute ich mich jeden Tag aufs Neue, Carla zu begegnen. Ich fieberte darauf, ihr in die Augen zu sehen und wie zufällig ihre Hand zu berühren, wenn sie mir Geschäftsunterlagen zur Bearbeitung überreichte. Hierbei bekam ich den Eindruck, dass die Begegnung unserer Hände auch von Seiten meiner Chefin nicht immer absichtslos geschah. Hinzu kam dieses besondere Funkeln in ihren Augen – unsere Blicke dauerten länger, als es für eine Arbeitsanweisung nötig war und sie gingen tiefer, als es sich für Chef und Sekretärin gehörte.

Ob sie wie ich fühlte? Ich stellte mir diese Frage inzwischen ohne Unterlass. Vieles deutete darauf hin – der Wunsch, dass es so wäre, loderte wie Feuer in mir.

Auch nach Feierabend ging sie mir nicht aus dem Kopf. Wenn ich im Bett lag und meine Gedanken sich verselbständigten, wünschte ich mir, mit ihr zu schlafen. Ich war verliebt, ohne Zweifel. In Carlas feminine und doch kühle Art, ihren klugen Kopf und ihren Charme. Das irisierende Grün ihrer Augen und ihr schlanker Körper ließen mich nicht mehr los. Nur zu gern würde ich sie berühren; mein Verlangen nach ihr war immens. In nahezu jeder Nacht stillte ich es, indem ich mich zu einem Orgasmus streichelte und mir ausmalte, dass es ihr Liebesspiel war, welches mich stöhnend kommen ließ. In meiner Vorstellung beugte Carla sich über meinen Schreibtisch, um mich zu küssen. Hierbei schaute ich in ihr Dekolleté hinein, wobei der Anblick ihrer festen, runden Brüste mich zutiefst erregte. Unsere Lippen begegneten einander, wir verschmolzen zu einem innigen Kuss. Das Spiel ihrer Zunge ließ mich feucht und feuchter werden. Meine Finger glitten in die nasse Spalte, massierten die geschwollene Klit in immer schnellerem Tempo. Nacht für Nacht sehnte ich den Moment herbei, in dem meine Hände und Lippen endlich das Zentrum ihrer Lust erobern, und ich ihre Wollust nass und eng um meine Finger geschmiegt fühlen würde.

 

Der jährliche Betriebsausflug der Firma stand an. Eine Schifffahrt über die Ostsee. Zur Freude aller spielte das Wetter mit, so dass wir bei strahlendem Sonnenschein ablegten. Als ich gedankenversunken an der Reling stand und in das tiefblaue Wasser schaute, trat wie aus dem Nichts Carla an meine Seite. Von einem bedeutsamen Lächeln begleitet, überreichte sie mir ein kühles Getränk. Auch bei dieser Gelegenheit strich ihre Fingerspitze wie beiläufig über meine Haut. Sie sah sexy aus – ein kurzer Rock, kombiniert mit einer leichten Sommerbluse animierte mich zu den verwegensten Spekulationen bezüglich ihrer Dessous.

Vorsichtig trat ich näher, wagte die Distanz zu unterschreiten bis unsere Schultern sich berührten. Ein vielsagendes Zwinkern war Carlas Antwort. Der frische Wind wirbelte durch unsere Haare und mein Herz drohte vor Aufregung zu zerspringen. Carla, dachte ich, wenn du wüsstest, wie gern ich mit dir … Als hätte sie meine Gedanken gelesen, raunte sie mir zu:

„Komm mit mir.“

 

Ohne meine Antwort abzuwarten, ging sie zur Treppe, die zu den Kabinen im Unterdeck führte. Mit zitternden Knien folgte ich ihr. Wir durchquerten einen Gang, bis wir vor ihrer Tür standen. Sie öffnete und lud mich ein.

Mit geröteten Wangen kam ich ihrer verlockenden Aufforderung nach. Es bedurfte keiner weiteren Worte. Wir wussten, was die andere empfand und wonach wir uns sehnten. Carlas Umarmung fühlte sich unglaublich an. Fest schmiegte ich mich an sie, wollte ihre Nähe so intensiv wie möglich spüren. Ihre Nase grub sich in mein offenes, langes Haar.

„Du duftest wahnsinnig gut, Juliane, wie an jedem Tag.“ Ich konnte mein Glück kaum fassen; ihr Kompliment erfüllte mich mit Wärme, der Klang ihrer Stimme ging mir tief unter die Haut. Flüsternd gab ich es zurück und wandte ihr mein Gesicht zu.

„Dann habe ich mich nicht getäuscht“, stellte Carla zärtlich fest.

„Nein, ich war vom ersten Tag an verrückt nach dir“, bestätigte ich ihre Annahme. Noch während ich sprach, näherte sich ihr Mund meinem. Unsere Nasenspitzen berührten sich, dann trafen unsere Lippen aufeinander. Weich, süß und voll von Gefühl. Niemals zuvor war ich mit einer derart sanften Hingabe geküsst worden.

Erregt spürte ich Carlas Hände an meinem Rücken, die zielgerichtet den Reißverschluss meines Kleides herunterzogen. Es verursachte mir eine Gänsehaut, als ich gleich darauf ihren Fingernagel fühlte, der an meiner Wirbelsäule entlang nach unten strich. Genussvoll stöhnte ich auf, es zu unterdrücken war mir nicht möglich. Meine Chefin lächelte. Sie war atemberaubend schön. Ich konnte die Lust in ihrem Gesicht lesen, die sie kaum noch zu zügeln vermochte, ihr Verlangen und ihre erleichterte Freude über das Ende der Ungewissheit.

Erneut küsste sie mich und streifte mein Kleid vollends herunter. Es glitt zu Boden, schmiegte sich um meine nackten Füße, die in modischen Sandalen steckten. Ich schlüpfte aus ihnen heraus und begann auch Carlas aufregenden Body zu entkleiden. Jede freigelegte Stelle ihrer Haut bedeckte ich mit liebevollen Küssen. Ihre Fingerspitzen eroberten mein Liebesdelta, liebkosten es weich und dennoch fordernd. Ich keuchte auf, mein Atem beschleunigte sich. Sie rieb meine kleine, feste Perle, zog sie sanft zwischen zwei Fingern hindurch. Dieses Gefühl war neu und unbeschreiblich. Ein heißes Ziehen durchströmte mich, meine Nippel wurden hart und stellte sich auf. Ich öffnete meine Beine ein Stück weiter und legte den Kopf in den Nacken. Sogleich küsste sie meinen Hals und strich mit ihrer Zunge neckisch über mein Schlüsselbein.

 

Keine Minute später sanken wir auf das Bett. Ich empfing Carla mit geöffneten Armen. Sie rutschte tiefer und schloss ihre hübsch geschwungenen Lippen um meine verhärtete Brustwarze. Saugend umspielte sie sie mit der Zunge und biss zart hinein. Nun war es meine Hand, die sich vorwagte. Schnell fand sie den Weg zwischen ihre Beine. Es versetzte mich in atemloses Erstaunen, wie überaus nass ihre Pussy war. Es lief ihr an den Innenseiten der Oberschenkel entlang; in einem solchen Ausmaß hatte ich die Geilheit einer Frau bisher noch nicht erlebt. Hiervon aufgeheizt glitten zwei meiner Finger in ihren einladend offenen Eingang, was Carla mit einem kehligen Stöhnen quittierte. Meine Brustwarze rutsche nass und groß aus ihrem Mund. Sie küsste sich bis zu meinem Gesicht empor.

„Weiter, weiter“, raunte sie ungezügelt in mein Ohr, während ihre Finger erneut meine Vagina fanden.

Nur zu gern befolgte ich ihre lustvolle Anweisung. Ihre kleine Knospe fühlte sich fest und hart an. Sie zu reiben, pushte mich nach vorn. Carla wand sich unter meiner Hand. Es sickerte weitere Feuchtigkeit nach, die mich aufforderte, wiederholt mit meinen Fingern in sie einzudringen. Ich liebkoste sie von innen, streichelte und massierte mit leichtem Druck die bebenden Innenwände ihrer überlaufenden Höhle.

 

Als sie sich mir entgegenhob, schob ich mich tiefer und brachte mein Gesicht vor ihren klatschnassen Eingang. Keine Sekunde später sog ich ihre erwartungsvoll geschwollene Klit in meinen Mund hinein. Ich verwöhnte sie mit Zunge und Lippen, fühlte, dass sie größer wurde und Carlas Lust nicht mehr zu kontrollieren war. Sie spreizte ihre Beine weit und schrie unbeherrscht auf. Es kam ihr mit ungeahnter Heftigkeit. Dennoch fuhr ich fort, ihre zuckende, nasse Perle zu verwöhnen. Bald aber entspannten sich ihre Muskeln und sie schob mein Gesicht behutsam von sich. Sie hob den Kopf und schaute geradewegs in meine Augen hinein.

„Das war einzigartig“, kommentierte sie den Cunnilingus atemlos.

„Wie schön du dich fallen lässt, wenn du kommst“, flüsterte ich statt einer Antwort und rutschte zu ihr nach oben. Sie lächelte.

„Dasselbe möchte ich auch bei dir erleben.“ Das Blut pulsierte heiß zwischen meinen Schenkeln, bei ihren Worten näherte es sich dem Siedepunkt. Gott weiß, ich wollte nichts mehr auf der Welt.

Schon im nächsten Augenblick spürte ich ihre Zungenspitze an meinem kleinen Kirschkern. Sie stimulierte mich weitaus weniger verspielt als ich sie. Sehr direkt, zielstrebig und unvorstellbar geil. Ich krallte mich am Laken fest und stöhnte lauthals, als ich fühlte, dass Carla drei ihrer schlanken Finger in meine heiße, enge Mitte schob. Mit ihnen führte sie Stoßbewegungen aus, die mich in ihrem Ausmaß um den Verstand brachten. Währenddessen liebkoste sie meine Klit, die sich ihr gierig entgegenreckte. Mein Höhepunkt kam näher, raste mit großen Schritten auf mich zu.

„Jetzt! Ja, jetzt!“ Ich kündigte ihr mein Kommen laut stöhnend an. Dabei presste ich den Kopf in das Kissen und stemmte ihr meinen Unterleib entgegen. Carla wurde schneller, leckte und stieß mich intensiver. Ich keuchte und schrie, als ich mich ihr willenlos ergab. Übermächtige Gefühle jagten durch meinen Körper, während Carla erst von mir abließ, als ich sie keuchend darum bat.

 

Kurz darauf befanden wir uns wieder an Deck des Schiffes. Eilig geduscht und frisch zurechtgemacht war unsere Abwesenheit niemandem aufgefallen. Wer allerdings genau hinsah, hätte die verliebten Blicke bemerken können, die wir einander über den Buffettisch hinweg zuwarfen.

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