Brav und nackt – Ein besonderes Spiel der Macht (Kurzgeschichte)

Brav und nackt
Ein besonderes Spiel der Macht

Von Magenta König

Kurzgeschichte, erschienen am 05.05.2022

Mann steht unterwürfig neben dominanter Frau

›Ich halte es nicht mehr länger aus!‹ Diese Textnachricht sorgte für ein aufregendes Kribbeln in meinem Unterleib. Lächelnd legte ich mein Smartphone zur Seite und begann, den PC im Büro herunterzufahren. Wenn Erik bereits jetzt kaum noch einhalten konnte, würden die zehn Minuten meiner Heimfahrt ihm wie eine Stunde vorkommen – und er wusste noch nicht einmal, was ihm danach bevorstünde. Für heute hatte ich mir ein besonderes Spiel ausgedacht und dabei gönnte auch ich mir eine gut gefüllte Blase. Natürlich nicht in dem Maße, dass ich in wirkliche Not kommen würde, sondern lediglich als angenehm erotisierenden Nebeneffekt.

 

Als ich im Auto saß, vibrierte mein Telefon erneut. Schmunzelnd nahm ich zur Kenntnis, dass mein Mann mich über seinen prekären Zustand auf dem laufenden hielt. Ich hatte ihm vor einer ganzen Weile den Gang zur Toilette verboten, was mit Sicherheit dazu geführt hatte, dass er nur noch wenig Konzentration für seine Arbeit im Home-Office aufbringen konnte.

Es passierte nicht häufig, dass ich Lust hatte, meine dominante Seite herauszukehren – umso mehr genoss Erik es, der seit jeher einen Kick verspürte, wenn er meinen Anweisungen folgen musste. Es war ein heißes Extra in unserer Ehe.

 

Wie erwartet, begrüßte er mich unmittelbar hinter der Haustür. Wenn uns, wie heute, der Sinn nach Sex stand, konnte es schon mal passieren, dass er mich stürmisch in Empfang und auf der Kommode im Flur in Besitz nahm.

Gegenwärtig wagte er es nicht, sondern wartete demütig darauf, dass ich mich ihm näherte. Unruhig trat er von einem Fuß auf den anderen, eine Hand massierte die pralle Erektion in seinem Schritt, die es ihm ermöglichte, noch in trockener Kleidung vor mir zu stehen. Ich lächelte ihn maliziös an, als ich seine Hand festhielt und ihm einen zärtlichen Kuss gab.

»Lass das«, wies ich ihn an. »Zieh’ dich aus und warte im Schlafzimmer.«

Wortlos folgte er dem Befehl. Bei der Vorstellung, wie sehr es in seiner Blase drücken musste, wurde ich noch feuchter als ich es ohnehin schon war.

Schnell streifte ich die Schuhe von den Füßen, zog den Büro-Blazer aus und wusch mir die Hände. Der Blick auf die Toilette erinnerte mich daran, dass ich mich gern erleichtern würde, doch der Druck in meinem Unterleib sollte den geplanten Orgasmus erheblich verstärken. Also folgte ich Erik, der brav und nackt vor unserem Bett stand.

 

Sein Schwanz war steinhart, wie ich es liebte. Überrascht sah er zu, als ich vor ihm auf die Knie sank – eine Rolle, die ich in dieser Art Spiel eher selten einnahm.

»Und wehe, du wagst es, mir in den Mund zu pissen oder zu kommen.« Er verstand – mit großen Augen schaute er zu, wie ich seine Erektion schluckte. Ein Stöhnen entfuhr ihm, als meine Lippen sich fest um sie schlossen und er die Hitze und Nässe meines Mundes spürte.

Erik schmeckte würzig und warm nach den ersten Tropfen der Erregung, die seine Spitze längst verlassen hatten. Ich war nicht zimperlich, sondern sog ihn tief hinein. Meine Faust schlang sich um die nun speichelfeuchte Haut. Erik zuckte zusammen, als ich die Vorhaut zurückzog, um direkt die empfindliche Eichel zu reizen und mit der Zungenspitze zu umkreisen. So tief wie möglich schob ich mich in die sensible Öffnung.

 

Sein Stöhnen wurde lauter. Ich konnte förmlich spüren, wie seine Knie weich wurden und wie gern er die Kontrolle abgegeben hätte. Im Stehen, mit einer randvollen Blase, war dies jedoch nicht gerade einfach. Zwar half die Erektion ein wenig, doch als meine freie Hand über seinen Unterleib strich und unvermittelt von außen gegen das malträtierte Organ drückte, keuchte er gequält.

Angetörnt von dieser Show, fühlte ich, wie sich meine duftende Nässe zwischen meinen Labien verteilte und in den seidigen Stoff des Höschens sog. Es wurde Zeit für mich, ebenfalls die Kleidung loszuwerden und meinem Gatten die Möglichkeit zu geben, sich um mein Vergnügen zu kümmern. Dass ich vor ihm kommen würde, stand außer Frage.

 

Für einen kurzen Augenblick intensivierte ich meinen Zungenschlag, dann ließ ich Erik abrupt los und erhob mich. Ich sah, wie er schwankte. Sein Schwanz stand prächtig gerötet vor ihm, als ich mir mit einer geschmeidigen Bewegung die Bluse über den Kopf zog und mich der Jeans und des Slips entledigte. Der BH fiel auf den Fußboden. Ich konnte nicht anders, strich mit meinen Fingern durch meine glitschige Spalte und schob sie ihm dann ruppig in den Mund. Gehorsam leckte er sie ab, sorgfältig und Millimeter für Millimeter.

 

»Leg dich hin«, forderte ich, bevor ich ihm auf unser Bett folgte und mich mit gespreizten Beinen über seinem Gesicht niederließ. Dabei wandte ich meinen Oberkörper seinem Gemächt zu; hätte ich mich vorgebeugt, hätte ich die oralen Liebkosungen fortsetzen können, doch danach stand mir gar nicht der Sinn. Nun war er an der Reihe, mich zu verwöhnen.

Ich ließ mein Becken über ihm kreisen und informierte ihn, was ich erwartete:

»Ich will nicht, dass du ohne meine ausdrückliche Erlaubnis kommst. Ich erlaube nicht, dass du dich erleichterst. Und du wirst deine Hände nicht benutzen. Nimm deine Zunge.«

Sofort spürte ich Eriks Mund an meiner intimsten Stelle. Eine weiche Zunge schlängelte sich um meine Klit, die geschwollen vor Lust nur darauf gewartet hatte. Wie kleine Stromschläge durchfuhren mich die Berührungen; ich konnte nicht still halten.

Ich kam meinem Mann entgegen, machte es ihm leichter, indem ich mich auf seinen Mund presste. Zeitgleich legte ich meine Hand um seinen Schaft. Erik stöhnte, als ich anfing, ihn zu wichsen – dabei wusste ich, dass die Unruhe, die aus jeder Faser seines Körpers strömte, seiner Not ebenso geschuldet war wie seiner Geilheit.

 

Erneut benutzte ich meine andere Hand, um seine Blase zu massieren. Ich konnte mir vorstellen, wie unendlich dringend er pinkeln musste und wie sehr ihn die heikle Situation anmachte. Hätte ich es gestattet, wäre er innerhalb von Sekunden gekommen. So jedoch war er gezwungen, sich zusammen zu nehmen und weiterhin auf mich zu konzentrieren.

Gierig lutschte er an mir, glitt mit der Zungenspitze in meinen Eingang und über die empfindsame Öffnung der Harnröhre, nur um sich dann noch intensiver meiner Liebesperle zu widmen. Mein eigener Füllstand sorgte dafür, dass ich alle Muskeln anspannte. Rhythmisch wiegte ich mich gegen die freche Zunge, um mich in meiner Erregung schnell höher zu treiben.

Gehorsam lagen die Hände meines Mannes rechts und links auf den weißen Laken, ich spürte, wie er sich abstützte, um seinen Kopf in meinen Schritt pressen zu können.

 

Meine Handbewegungen an seinem Gemächt waren lasziv und aufreizend, doch nicht heftig genug, um ihn zum Orgasmus zu zwingen. Dies war nicht in meinem Sinn. Heute wollte ich ihn nicht für Ungehorsam bestrafen. Er sollte sich nur ein wenig abmühen – zu meinem Vergnügen. Und dabei natürlich nicht vergessen, wer hier die Macht hatte.

Mein eigenes Stöhnen mischte sich mit seinen Lauten der Erregung. Eriks Körper war angespannt. Je schneller er mich reizte, desto näher kam ich dem Höhepunkt. Eigentlich zu schnell, doch andererseits wusste ich nicht, wie lange er tatsächlich noch durchhalten würde. Ich griff rauer zu, hielt mich an ihm fest.

»Bitte«, wimmerte er unter mir. »Ich kann nicht mehr lange.«

»Wage es nicht«, keuchte ich atemlos. Hitze durchströmte mich, meine Augen fixierten seinen prallen Schwanz. Ruckartig zog Erik seine Beine an, als eine Welle des Müssens über ihn hinweg flutete. Was für ein herrliches Gefühl es doch war, ihn so ausgeliefert unter mir zu spüren.

»Schatz, bitte …« Seine Stimme war heiser geworden, seine Bewegungen unkoordiniert.

 

Ich half nach, indem ich so über ihm kreiste, wie ich es brauchte. Letztlich genügte es, dass Erik seinen Mund dort beließ. Als ich fühlte, wie der Orgasmus heranraste, ließ ich mich hineinfallen und ritt seine Zunge, bis ich kam. Ich hielt den Atem an. Meine Augen waren dermaßen fest zugekniffen, dass ich Sterne sah, als das beste Gefühl der Welt über mich hereinbrach und für ein paar Sekunden jeden Nerv in meinem Körper in Brand setzte. Dann war es vorbei. So heftig mich der Höhepunkt überwältigt hatte, so schnell war er auch wieder verflogen. Ich hielt inne, spürte in mich hinein. Dann holte ich erst einmal tief Luft.

Mein Mann unter mir befand sich in der gleichen verkrampften Haltung wie zuvor. Lediglich seinen Kopf hatte er auf die Matratze sinken lassen. Ich konnte seine wortlose Qual förmlich spüren. Obwohl es ihn zweifellos antörnte, mich kommen zu lassen, fiel es ihm sichtlich schwer, die Erektion noch aufrecht zu halten. Zu drängend war die inzwischen vollkommen überfüllte Blase, zu heftig der Wunsch, dieser Pein zu entkommen.

 

Auch ich spürte nun, wie dringend ich musste; nach dem Höhepunkt war es noch heftiger als zuvor. Kurz dachte ich darüber nach, einfach loszulassen, doch ich war mir sicher, dass Erik eine goldene Dusche im Moment nicht mehr genießen konnte. Er war vermutlich restlos damit beschäftigt, mir zu gehorchen und die Kontrolle zu behalten. Also wechselte ich meine Position, kniete mich nun über seine Beine und sah ihm ins Gesicht.

»Gut machst du das«, lobte ich ihn, während ich mich für einen Augenblick an seinem stoßweisen Atem ergötzte. Obwohl die größte Lust nun abgeklungen war, gefiel mir sein Anblick enorm.

 

Liebevoll beugte ich mich über ihn und leckte die Unterseite seines Schwanzes entlang. Seine Hände zerknüllten das Laken, das üblicherweise über eine wasserfeste Unterlage gezogen war. Manchmal überkam uns der Wunsch nach nassen Spielchen so unvermittelt, dass wir uns nicht damit aufhalten wollten, Vorkehrungen zu treffen. Insofern schadete es nichts, wenn ich das Bett flutete. Noch bevor ich diesen Gedanken beendet hatte, ließ ich einfach los. Sofort spürte ich meine goldene Nässe heiß aus mir herausströmen, der Druck verschwand und eine herrliche Entspannung setzte ein.

Der Urin lief über Eriks und meine Beine, ehe er eine duftende Pfütze in der Mulde bildete, die meine Knie in die Matratze drückten. Erik und ich stöhnten unisono, als mein Mund sich zum zweiten Mal an diesem Tag um seinen Schwanz schloss und er begriff, dass ich mir die Erlösung gönnte, die er so unglaublich herbei sehnte, und ihn mit heißem Strahl anpinkelte.

 

Er bäumte sich auf, brachte mich fast aus dem Gleichgewicht, während ich nun sehr zielstrebig begann, ihm einen zu blasen. Meine Lippen bildeten einen festen Ring, der ihn zusammen mit einer Hand massierte. Meine Zunge rieb die Eichel derart gekonnt, dass der Reiz sicher alles andere übertrumpfte. Dennoch bestand natürlich noch immer mein Verbot. Ich wusste, dass er sich alle Mühe geben würde, nicht zu kommen, bis ich ihm die Erlaubnis erteilte.

Er wand sich, sein Atem wurde unregelmäßig, während seine Hände verzweifelt versuchten, einen Halt zu finden. Ich war überzeugt, dass er hin und her gerissen war zwischen dem Wunsch, meinen Kopf festzuhalten, um in mich hineinstoßen zu können und dem Versuch, mich abzuschütteln, um mir nicht versehentlich in den Mund zu pinkeln.

 

Nur noch kurz kostete ich dieses wundervolle Gefühl aus, dann erteilte ich ihm mit einem kurzen ›Los!‹ Erlaubnis – zu was auch immer. Erik kam in langen, intensiven Schüben, die ihn schüttelten und an denen ich mich fast verschluckte. Cremiges Sperma schoss tief in meinen Rachen hinein und er kam so laut und heftig, dass ich froh war, keine unmittelbaren Nachbarn zu haben.

Ich hielt mich an ihm fest, während ich mich weiter bewegte, bis ich spürte, dass es vorbei war. Kraftlos sank er zurück, bevor er erschrocken zupackte und mich wegschubste. Eine goldene Fontäne folgte, über die Erik keinerlei Kontrolle mehr hatte. Nach der langen Quälerei hatte seine Blase endgültig aufgegeben. Heiß sprudelte es aus ihm heraus, wärmte das Bett um uns herum erneut, während ich mich befriedigt neben ihn fallen ließ.

 

Es war ein schönes Bild und gemeinsam mit dem zufriedenen Laut, der aus dem Mund meines Partners kam, horchte auch ich noch einmal tief in mich hinein. Der Orgasmus war großartig gewesen, die folgende Entspannung fühlte sich gut an. Doch nun, als er seine Arme um mich legte und mich mit dunklen Augen ansah, wurde mir bewusst, dass es mir noch lange nicht reichte. Mit dem Gedanken daran, wie tapfer er diese Tortur für mich ausgehalten hatte, kehrte das Kribbeln in meinen Unterleib zurück.

Wortlos griff ich nach einem Badelaken, das immer neben dem Bett lag, um wenigstens einen Teil der reichlich vorhandenen Nässe aufzusaugen. Mit einem innigen Kuss begann ich den zweiten Teil unseres Liebesspiels, das sicher länger und weniger verzweifelt, doch dafür nicht minder geil werden würde.

VG Wort