Symbolbild: Erstellt mit KI-Unterstützung
Das ist wieder mal typisch, dachte ich unruhig, als ich per Kopfhörer die Anweisung des Towers vernahm, weiterhin in der Warteschleife zu bleiben. Die Rollbahn sei nach wie vor blockiert, hieß es, daher könne die Landeerlaubnis noch immer nicht erteilt werden. Uns blieb nichts anderes übrig, als in der Luft auf weitere Auskünfte zu warten.
»Ausgerechnet heute«, schimpfte ich leise vor mich hin, was meinen Co-Piloten aufmerken ließ. Er war neu im Team, hatte seit dem Start eher wortkarg neben mir gesessen. Für mehr als einen kurzen Wortwechsel über das Wetter und die Arbeitsbedingungen unseres Berufs hatte es nicht gereicht.
»Ich hoffe, dass sie es bald in den Griff bekommen«, ergänzte ich ungeduldig. Er fragte nicht, weshalb ich es eilig hatte. Für private Details wie diese kannten wir uns nicht gut genug. Andernfalls hätte ich ihm wohl berichtet, dass zum einen eine attraktive Frau auf mich wartete und ich zum anderen recht nötig pinkeln musste.
Da der junge Kollege das Landemanöver bereits auf dem Hinflug absolviert hatte, war ich nun an der Reihe, die Boeing sicher zu Boden zu bringen. Dabei wanderte meine Aufmerksamkeit verstärkt in Richtung Blase – in den Kurven hielt ich beide Hände am Steuerhorn, wenn ich jedoch eine Gerade flog, nutzte ich die Gelegenheit, unauffällig durch den Stoff der Uniformhose gegenzudrücken.
Schon bald erhielten wir die Aufforderung, eine dritte Warterunde zu drehen, später schickte man uns in eine vierte. Eine Mischung aus Wut und aufkeimender Nervosität veranlasste mich, mein Missfallen dem Tower kundzutun. Obwohl ich wusste, dass den Fluglotsen keine Schuld traf, ärgerte mich die Verspätung, mit der ich zu meiner Verabredung erscheinen würde, kolossal. Zudem begann es langsam ungemütlich zu werden – in der Hoffnung, der Co würde es nicht bemerken, kniff ich mir in der Not immer öfter in den Schritt.
Während wir anhaltend kreisten, befanden wir uns offiziell im Landeanflug. Aus diesem Grund war es nicht gestattet, die Bordtoilette zu benutzen. Davon abgesehen war ich ohnehin zu beschäftigt, um meinen Sitz im Cockpit zu verlassen. Inzwischen musste ich pinkeln wie verrückt. Mit jeder Schleife, die wir flogen, wurde es heftiger. Abwechselnd spannte ich die Oberschenkel an und presste die Beine gegeneinander.
Ich fieberte der Landung entgegen, wollte nichts dringender, als endlich aus dem Flieger auszusteigen und das nächstbeste WC zu erstürmen. Im Idealfall, bevor ich Hannah begegnen würde, denn ein hektisch zum Klo rennender Kerl sollte nicht ihr erster Eindruck von mir sein.
Hannah – bei dem Gedanken an sie musste ich unwillkürlich lächeln. Wir hatten uns über eine Datingseite kennengelernt und freuten uns nun, nach dem Austausch unzähliger E-Mails, gemeinsam durchchatteter Nächte und endloser Telefonate, uns in der Realität gegenüberzustehen. Wie oft hatten wir darüber geschrieben oder uns in innigen Gesprächen davon vorgeschwärmt, wie wundervoll es sich anfühlen würde, einander im Arm zu halten, zu streicheln und zu küssen. Trotz der Fokussierung auf meine Arbeit begann mein Herz, einige Takte schneller zu schlagen. Es war das erste Date; ich war Hals über Kopf in diese Wahnsinnsfrau verliebt. Ein Grund mehr, endlich den lästigen Druck auf meiner Blase loswerden zu wollen.
›Cleared to land‹ vernahm ich plötzlich die Mitteilung des Fluglotsen – da war sie, die so brennend herbeigesehnte Landefreigabe!
Versiert brachte ich die Boeing nach unten, vollendete den Flug mit einem sanften Aufsetzen und löste, nachdem wir unsere Parkposition erreicht hatten, erleichtert den kräftig auf meinen Bauch drückenden Sicherheitsgurt.
Beim Aufstehen musste ich mich kurz vorbeugen – wie sehr es bereits drängte! Ich ließ mir jedoch nichts anmerken, riss mich zusammen und verabschiedete mich lächelnd aber eilig von meiner Crew.
Nun aber los, trieb der nicht unerhebliche Füllstand meiner Harnblase mich an. Schnell pinkeln und dann nichts wie weiter zu Hannah in das Ankunftsterminal, nahm ich mir vor. In der Gewissheit, sie würde dort auf mich warten, stieg meine Vorfreude ins Unermessliche.
Innerhalb des Flughafengeländes komplettierte ich, wie es mir von meiner Fluggesellschaft vorgeschrieben war, meine Pilotenuniform mit der dazugehörigen Dienstmütze. Hierbei ertappte ich mich bei dem Wunschgedanken, dass dieses Auftreten Hannah vielleicht sogar beeindrucken und mein Ansehen bei ihr erhöhen könnte. Im besten Fall, so hoffte ich zweideutig schmunzelnd, gehörte sie zu den Frauen, die der Anblick uniformtragender Männer anturnte.
Sie bereits im Personalbereich des Airports anzutreffen, überraschte mich. Wie ich heute weiß, war es ihr mit viel Überredungskunst und Charme gelungen, die Kollegen zu überzeugen, sie dorthin vorzulassen. Sie hatte ihnen von unserer Bekanntschaft und dem bevorstehenden Date erzählt, dazu ihr bezauberndstes Lächeln aufgesetzt und sie durch das Wissen um Einzelheiten zu meiner Person davon überzeugt, tatsächlich von mir erwartet zu werden.
Hin- und hergerissen zwischen dem Verlangen, Hannah sogleich in meine Arme zu schließen und dem nachdrücklichen Bedürfnis, endlich auszutreten, sah ich sie hinter der Absperrung auf mich zukommen. Wie es sein sollte, überwog die Freude: lachend zog ich sie an meine Brust, während sie mich warmherzig umarmte und ihre Hände wenig später unter meine Uniformjacke schob. Sie duftete verführerisch; ihre Haut, die ich mit Lippen und Nasenspitze berührte, fühlte sich wunderbar weich an.
Als würden wir uns schon ewig kennen, setzte ich ihr spielerisch meine Dienstmütze auf den Kopf und wir flüsterten vertraut miteinander – ich raunte ihr eine zärtliche Begrüßung ins Ohr, die sie mir liebevoll zurückgab. Jedes ihrer Worte durchzog mich kribbelnd und schürte die Erwartung auf den Verlauf unseres Zusammentreffens. Wenn ich doch nur nicht … Über ihre Schulter schauend, erblickte ich die Tür der Herrentoilette. Augenblicklich erhöhte sich mein Druck massiv. Ein weiteres Mal an diesem Nachmittag zwängte ich die Beine zusammen und spannte den Blasenschließmuskel fest an.
»Du, Hannah, ich kann es kaum noch …«, begann ich leise stöhnend, worauf sie mich schnurrend unterbrach. Mein gequältes Aufstöhnen vollkommen falsch interpretierend, stimmte sie mir zu:
»Ich auch, Tilman. Mir geht es ganz genauso. Ich kann es ebenso wenig erwarten, endlich mit dir allein zu sein.« Ein atemberaubender Kuss besiegelte ihre Worte. Ihre Zunge streichelte zart die Innenseite meiner Oberlippe; sie schmeckte überwältigend nach Früchten und Erdbeereis. Wie gern hätte ich ihre Küsse genossen, mich komplett in sie hineinfallen lassen, doch die Sorge, ich könnte mir im nächsten Augenblick die Hose nassmachen, war größer – sie nahm mich ein, beherrschte mein Denken total.
Ich überkreuzte die Beine und biss Hannah, ohne dass ich es verhindern konnte, inmitten ihres Kusses auf die Zungenspitze. Sie unterbrach und sah erstaunt zu mir auf. Im Glauben, mir wäre im Überschwang ein plumpes Missgeschick passiert, überzog ein mildes Lächeln ihre Züge. Ihr Gesicht in den Händen haltend, entschuldigte ich mich. Ich keuchte vor Anstrengung – nur unter Auferbringung enormer Körperbeherrschung gelang es mir noch, den Urin in meiner Blase zurückzuhalten:
»Ich … Ich habe dir doch nicht wehgetan?« Sie schüttelte den Kopf. In ihren Augen las ich einen Anflug des Verstehens. Sie grinste wissend und deutete hinter sich in Richtung des WC-Bereichs.
»Du musst pinkeln, stimmt’s?« Ich nickte und erlaubte mir gleichzeitig, eine Hand in die Hosentasche zu stecken, um, soweit ich herankam, mit den Fingerspitzen meinen Penis zu bearbeiten.
»Allerdings. Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr …«
Auf eine sonderbare Weise interessiert, schaute sie an mir herunter. Ihre Blicke beschämten und erregten mich zugleich. In meiner stattlichen, dunkelblauen Pilotenuniform, mit den vier Streifen des Flugkapitäns an den Armabschlüssen, trat ich, wie ein unreifer Schuljunge vor ihr stehend, von einem Fuß auf den anderen. Beide Hände tief in den Taschen der Hose vergraben, fragte ich mich irritiert, was in ihr vorging. Was bedeutete dieses plötzliche Funkeln in ihren Augen?
Sie kam ganz nah und drückte sich eng an mich heran.
»Sag es mir selbst«, forderte sie mich schneller atmend auf. Für einen kurzen Moment stutzte ich, doch dann fiel der Groschen: Es schien sie scharfzumachen. Von diesem Gefühl angesteckt, kam ich ihrer Bitte gern nach:
»Ich muss so wahnsinnig, dass ich es kaum noch aushalte«, raunte ich ihr heiser zu. Es stimmte, brodelnd drängte jeder Tropfen der goldgelben Flüssigkeit nach außen. Staunend bemerkte ich, dass meine süße Freundin zu zittern begann. Mir blieb nicht mehr viel Zeit, ich musste es auf der Stelle von ihr erfahren:
»Macht es dich heiß, Hannah? Dass ich so verdammt pinkeln muss, dass es mir fast die Blase sprengt?«, stellte ich heftig keuchend meine Frage. In höchstem Maße desperat tänzelte ich vor ihr.
Glücklicherweise war es nahezu menschenleer um uns herum; die Maschine, die meiner folgen sollte, war an diesem Gate noch nicht eingetroffen. Mit ihrer Ankunft jedoch würde der nächste Schwung Kollegen in den Sicherheitsbereich strömen und das Areal, in dem wir uns aufhielten, füllen.
»Ja«, gab sie zu, »das finde ich supergeil.« Ich konnte kaum glauben, was ich von ihr hörte. Dass es so etwas gibt, wunderte ich mich und presste die rechte Hand tief in meinen Schoß. Wie spannend, wie unvorstellbar aufregend. Ich stellte mir ihr Höschen vor, von feuchter Lust durchtränkt. Darin ihre weiche, von dunklem Schamhaar umgebene oder blank rasierte Vulva: rosig, klitschnass, erwartungsvoll geschwollen …
»Obwohl wir über so vieles sprachen, auch Erotisches, habe ich nicht gewagt, dir am Telefon davon zu erzählen. Du solltest mich nicht für sonderbar halten«, riss sie mich aus meinen unanständigen Fantasien. Ihre Stimme hatte sich verändert, sie bebte und klang höher. Mit geröteten Wangen sah sie mir unsicher in die Augen. Ich schaute sie ebenfalls an, tauchte geradewegs in ihren Blick ein. So nachdrücklich es mir in meinem Ringen um den drohenden Kontrollverlust möglich war, erwiderte ich:
»Du hättest dich gern trauen können. Denn hey, dass es dich anmacht, bringt mich auch auf Touren, da kannst du dir sicher sein. Dinge wie diese machen uns Menschen aus, sie sind es, die das Leben bunt gestalten.« Erfreut schenkte sie mir ein Lächeln, das ich ihr gequält zurückgab. Gleich, so konnte ich spüren, würde es kein Halten mehr geben – dies war eine Information, die ich Hannah nicht vorenthalten wollte; zugegebenermaßen reizte es mich ungemein, diesen neuentdeckten Knopf ihrer Begierde zu drücken. Ich legte den Mund an ihr Ohr und flüsterte eindringlich:
»Ich kann nicht mehr, ich muss so unvorstellbar dringend. Wenn du mich nicht in der nächsten Minute zum Klo lässt, Hannah, gibt’s hier eine Überschwemmung.« Ich wand mich in ihren Armen; die Beine fest geschlossen, massierte ich unaufhörlich meinen Schritt.
»Dann geh schnell!«, gab sie zittrig zurück. Die Wollust war ihr überdeutlich anzusehen: Glänzende Augen begegneten meinen, der fein geschwungene Mund stand leicht offen. Bereits jetzt ahnte ich, dass die kommende Nacht unvergesslich werden würde. Sie musste tropfnass vor Verlangen sein – ein Zustand, der mich beim bloßen Gedanken daran hätte explodieren lassen können.
Ich legte meine Lippen auf ihre, gab ihr einen weichen Kuss, dann hastete ich der Personaltoilette entgegen. Die Hände zwischen die Beine gedrückt, fürchtete ich ernsthaft, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen.
Kaum am Urinal angekommen, wollte es von selbst zu laufen beginnen, doch nur einen Wimpernschlag später zerrte ich den Reißverschluss der Hose herunter und zog meinen Penis aus dem Slip heraus. Die Eichel glänzte feucht; sofort weitete sich die schlitzförmige Öffnung, aus der der heiße, gelbe Strahl im nächsten Moment machtvoll hervorschoss. Ohne es beeinflussen zu können, stöhnte ich kehlig auf. Wohlgefühl breitete sich aus; zutiefst befreit legte ich den Kopf in den Nacken.
Ich kann mich nicht erinnern, jemals dermaßen lange und mit einer solchen Intensität gepinkelt zu haben. Unaufhörlich strömte das goldene Nass aus meinem Körper, versetzte mich in pure Euphorie.
Nachdem die WC-Tür hinter mir zugefallen war und ich zurück in die Halle kam, schaute Hannah mir aufgewühlt entgegen. Eine einzige Frage reichte aus, mich wissen zu lassen, wie der Abend sich fortsetzen würde:
»Ist es weit zu dir, Till?« Sie konnte es nicht erwarten, die pulsierende Gier, die mein extremer Druck in ihr ausgelöst hatte, zu stillen. Gott weiß, ich wollte es auch. Wollte mit ihr schlafen, sie von Kopf bis Fuß liebkosen und meinen Mund zwischen ihren weichen, offenen Schenkeln vergraben. Ich freute mich auf das Aroma ihrer Lust, den Anblick ihrer vollen Brüste und den Ausdruck ihres hübschen Gesichts, wenn sie unter ihrem Orgasmus erbeben würde.
Man mag es für verrückt oder mindestens verfrüht halten, doch ich vermutete bereits in dieser Stunde, dass unsere Beziehung, die in der virtuellen Welt ihren Anfang gefunden hatte, das Potenzial besaß, sich zu etwas Großem zu entwickeln.