Desperate Zeugenaussage – Brennende Pinkelnot im Gerichtssaal (Kurzgeschichte)

Desperate Zeugenaussage
Brennende Pinkelnot im Gerichtssaal

Achte Geschichte aus dem Buch „Noch süßere Not“

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 19.05.2022

Frau in Jeans sitzt dringend pinkeln müssend auf einer Holzbank

»So ein Mist«, fluchte Dana leise, während sie an diesem Sommertag in rasantem Tempo durch die Stadt fuhr, »ausgerechnet heute muss alles so viel länger dauern.« Das Risiko, von einem Blitzer erfasst und für die Geschwindigkeitsüberschreitung mit einer Geldbuße belangt zu werden, schürte die Hektik nur noch stärker. Der Zeitdruck saß ihr gehörig im Nacken; speziell zu einem Gerichtstermin durfte man nicht zu spät kommen, so war es ihr beigebracht worden und so stand es in der Vorladung geschrieben.

 

Beim Frühstück mit ihrer Tochter war sie noch relaxt gewesen, hatte in aller Ruhe zwei Becher Kaffee getrunken und zusammen mit dem Nachwuchs Marmeladenbrötchen gegessen. Als die Kleine danach aber ins Bummeln geraten war, und die Zeiger der Uhr sich unbarmherzig vorwärts bewegt hatten, war sie zunehmend nervöser geworden. Sie hatte das Töchterchen zur Eile angetrieben, sich selbst ebenso schnell fertiggemacht und dabei vollkommen versäumt, vor dem Verlassen des Hauses noch einmal zur Toilette zu gehen.

Der Weg zum Kindergarten, in dessen Obhut sie das Kind gegeben hatte, war ihr endlos erschienen, bevor sie erneut in ihr Auto gestiegen und in Richtung Amtsgericht weitergefahren war. Dass sich in ihrer Blase mittlerweile eine ansehnliche Menge Flüssigkeit angesammelt hatte, war aus Zeitmangel von ihr ignoriert worden. Ganz im Gegenteil hatte sie, der Wärme des Fahrzeuginneren geschuldet, mehrere große Schlucke aus einer Wasserflasche getrunken, von denen sie stets eine auf der Rücksitzbank deponierte.

 

Nun, da sie den Wagen auf dem Parkplatz am Gerichtsgebäude abstellte, spürte sie die Konsequenz dieser Leichtfertigkeit unangenehm – sie musste pinkeln, und das derart heftig, dass sie reflexartig die Oberschenkel gegeneinander drängte. Verdammt, jetzt brauch ich dringend ’n Klo, schoss es ihr in den Kopf, doch dafür ist blöderweise die Zeit zu knapp. Sie hielt den Atem an, wartete, bis das Druckgefühl wieder einigermaßen abebbte und redete sich zu, es schon irgendwie aushalten zu können. Wenn es nachher vorbei ist, guckst du dich nach einem WC um, ermutigte sie sich, aber erstmal ist es wichtiger, hineinzugehen und den richtigen Sitzungssaal zu finden.

Der Blick auf die Uhr bestätigte ihr sämtliche Befürchtungen hinsichtlich des Zuspätkommens. So gut es ihr mit den zusammengedrückten Knien möglich war, stieg sie aus dem Wagen aus und hastete schnellen Schrittes in das Innere des schattig-kühlen, altehrwürdigen Justizbaus hinein.

 

Dank der übersichtlichen Beschilderung erspähte Dana schon bald die dunkelholzige Tür am Ende des Flurs, hinter der sie in Kürze ihre Zeugenaussage tätigen würde. Ihr gegenüber standen zwei lange Holzbänke an der Wand, auf denen bereits eine Reihe von Personen Platz genommen hatten. Ob die etwa auch alle rein sollen, fragte sie sich, während sie ebenfalls die Gelegenheit wahrnahm, sich auf einer der Sitzgelegenheiten niederzulassen.

Oh, wie gut das tut, atmete sie innerlich auf. Sie musste inzwischen deutlich nötiger als zuvor im Auto, so dass das druckvolle Pochen ihrer Blase sie in zunehmende Nervosität versetzte. Es erinnerte sie eindringlich an die beiden, bis zum Rand gefüllten Kaffeebecher und den Teil des Inhalts ihrer Selterflasche, die nun darauf bestanden, wieder hinausgelassen zu werden.

 

Falls die anderen vor mir drankommen, überlegte Dana ruhelos und schaute sich möglichst unauffällig zu den Seiten um, bliebe mir vielleicht noch Zeit, kurz zur Toilette zu flitzen. Welch verlockender Gedanke … Und die begehrte Örtlichkeit lag noch nicht einmal weit entfernt. Die junge Mutter hatte sie im Vorbeigehen entdeckt – zwei Türen, ungefähr in der Mitte des Korridors. Auf einer von ihnen war das Symbol einer Frau, auf der anderen das eines Mannes abgebildet.

Allein die Vorstellung, sich auf eine der Porzellanschüsseln zu hocken und es befreiend laufen zu lassen, bewirkte, dass eine mächtige Druckwelle in ihr aufbrandete. Vor Schreck presste sie die Schenkel fest zusammen. Zusätzlich hielt sie den Po auf der Bank in Bewegung, um zu verhindern, dass sie auf der Stelle lospinkeln würde. Sie wagte kaum zu atmen. Wie unglaublich dringend es ist, ich halt’s fast nicht mehr aus, schätzte Dana die Situation richtig ein, doch jetzt noch rasch das Klo aufzusuchen, traute sie sich nicht. Was wäre, wenn man sie in jenem Augenblick hineinriefe, in dem sie zum Pullern fort war? Die Sorge, man könnte annehmen, sie sei nicht zu ihrer Zeugenaussage erschienen, war zu groß.

Dann warte ich lieber, entschied Dana schweren Herzens und wiegte ihren Hintern nahezu unmerklich von einer Pobacke auf die andere. Ebenfalls half es, die Beine übereinanderzuschlagen, jedoch nicht für lange.

 

Bei der zweiten machtvollen Woge des Müssens, hielt sie unwillkürlich die Luft an und griff sich automatisch in Richtung ihrer Körpermitte. Allerdings stoppte sie unmittelbar vor ihren Schenkeln – sich zuzuhalten und die brennende, höchst desperate Pinkelnot auf diese Weise preiszugeben, schämte sie sich. Für eine solche Maßnahme saßen eindeutig zu viele fremde Menschen um sie herum.

Aber ich muss so doll, jammerte Dana verzweifelt in sich hinein und sah sehnsüchtig zu den WCs hinüber, die mit kaum mehr als zehn Schritten zu erreichen gewesen wären. Nein, verwarf sie die Idee wieder, wahrscheinlich würde man genau in dieser Minute, in der sie es erleichtert in die Toilette plätschern ließ, ihren Namen ausrufen.

 

Ihr blieb nichts anderes übrig, als weiterhin tapfer zu verharren und nach vorn gekrümmt gegen die gewaltige Flut in ihrem Unterbauch anzukämpfen. Mit fest zusammengekniffenen Beinen zählte sie die Sekunden.

Mittlerweile brachte selbst das stetige Wechseln des Überschlagsbeins keine nennenswerte Erleichterung mehr. Und als eine weitere überstarke Woge des Drucks über sie hereinbrach und sie in einem Anflug von Panik fühlte, dass schon vereinzelte Urintröpfchen den Weg in ihr Höschen fanden, tönte es hörbar aus dem Lautsprecher oberhalb der Tür. Dana wurde in den Verhandlungssaal gebeten.

 

Endlich, freute sich die junge Frau, als sie sich von ihrem Platz auf der Wartebank erhob. Hoffentlich sieht man nichts von außen, war der zweite Gedanke, der beim Aufstehen Besitz von ihr ergriff. Denn dass der Slip einiges an Nässe abbekommen hatte, war nicht zu leugnen. Diese spürte sie überdeutlich an der Haut ihrer glattrasierten Mu***i. Verlegen zog sie den sandfarbenen Pulli samt karamellfarbener Strickjacke ein wenig tiefer.

 

Wie zuvor das Sitzen war es nun die Bewegung während des Gehens, die ihr guttat und ihr Gehirn für einen winzigen Moment von dem kolossalen Pinkeldrang ablenkte, der sie so scheußlich quälte.

Zu ihrem Unmut hielt diese Wohltat nur begrenzte Zeit an, denn schon gleich wurde sie aufgefordert, im Zeugenstand vor dem Richtertisch Platz zu nehmen. Zu gern hätte sie sich auch hier entlastend nach vorn gebeugt und ihre Beine übereinandergeschlagen, doch eine derartige Körperhaltung schickte sich an diesem Ort nicht. Zudem, so war sie sich sicher, hätte es äußerst seltsam auf sämtliche im Saal befindlichen Personen gewirkt. Nein, dass sie kaum noch in der Lage war, ihren Po ruhig zu halten, hatte auch ohne eine merkwürdige Sitzposition bereits genug Beschämendes an sich.

Ihre Personalien wurden festgestellt, danach wies der Vorsitzende Richter sie darauf hin, dass sie vor Gericht die Wahrheit zu sagen habe. Das weiß ich doch, beeil dich lieber, trieb sie den Mann in der schwarzen Robe insgeheim an, mit seinen Fragen zu beginnen.

Das diszipliniert-gezügelte, aufrechte Sitzen fiel Dana schwer, ebenso die Konzentration auf die Einzelheiten, die die Justiz zu ihrer Beobachtung der Fahrerflucht nach einem Verkehrsunfall erfahren wollte.

In ihrem Unterleib toste eine wahre Sintflut; der übermäßig angestaute Urin drängte kraftvoll nach außen, strapazierte ihren Blasenschließmuskel bis zur absoluten Belastungsgrenze. Nur der Wunsch nach einem Klo hatte noch Platz in ihrem Kopf, so dass ihr manche Fragen mehrmals gestellt werden mussten und sie dazu ermahnt wurde, der Befragung aufmerksamer zu folgen.

Nachdem ein neuer Schwall ihre Harnröhre verlassen und das zarte Material ihres Höschens endgültig durchtränkt hatte, schob sie sich, ohne darüber nachzudenken, in ihrer Bedrängnis notgedrungen die Hand zwischen die Beine. Sie wollte sich, um ein weiteres Einnässen zu verhindern, den Stoff des Slips unterhalb der engen Jeans tief in die Spalte ihrer Vagina hineindrücken, um sich auf diese sehr direkte Art unmittelbar zuzuhalten. Das krieg ich irgendwie hin, betete sie innerlich, das muss zu schaffen sein … Die Hoffnung, dass die Tischplatte an der sie saß, diese Geste komplett verdecken würde, erwies sich als Trugschluss, da die Juristen von vorn bequem darunter hindurchschauen konnten.

Ihr Hinterteil wippte von einer Seite zur anderen, die Finger steckten in den feucht-warmen Falten der Jeansnaht, die sie nach wie vor probierte, kräftig in den Schlitz ihrer Pu**y zu zwängen, während sie weiterhin atemlos ihre Antworten gab. Sie hörte ihre Stimme beben, vernahm selbst das hektische Keuchen, das sie zwischen den abgehackten Sätzen von sich gab, doch was sollte sie tun? Die Rettung lag näher, als sie vermutete:

»Kann es sein, dass Sie ein dringliches Bedürfnis verspüren und den Gerichtssaal kurzzeitig verlassen möchten?«, wandte sich der Richter ohne Überleitung und inmitten der zu klärenden Strafsache ihrem Problem zu. Aus falschem Schamgefühl und dem unbedingten Willen, eine peinliche Störung ihretwegen vermeiden zu wollen, verneinte Dana seine Nachfrage jedoch, indem sie stumm den Kopf schüttelte.

»Sind Sie sich sicher?« Sie nickte mit gesenktem Blick.

»Gut. Dann stellen Sie ihr unangemessenes Betragen bitte für die restliche Dauer der Vernehmung ein.« Dass er hiermit ihr zappeliges Verlangen meinte, die Beine und den Unterkörper in Bewegung zu halten, um dem unbändigen Drang einigermaßen widerstehen zu können, war unmissverständlich klar geworden. Eingeschüchtert nahm sie sich vor, sich von nun an zusammenzureißen, doch hierfür war ihre Blase bei Weitem zu voll. Nahe der Grenze der Kapitulation zuckte und pulsierte diese wild in ihrem Inneren.

Wie konnte ich nur so dämlich sein, das Angebot nicht anzunehmen, ärgerte Dana sich verzweifelt. Diese verfluchte Unsicherheit – nicht zum ersten Mal hatte sie sich in eine ernsthafte Zwangslage gebracht. Allerdings war keine zuvor derart misslich gewesen, wie die, welche sie in diesen Minuten durchlebte.

Ihre Pinkelnot war unermesslich; der allumfassende Wunsch, das Gericht würde trotz ihrer ablehnenden Antwort ein Einsehen haben und die Verhandlung dennoch unterbrechen, um sie aufs WC zu schicken, erfüllte sich nicht. Offensichtlich ging man davon aus, dass sie als erwachsene Frau die Lage im Griff hätte oder im Zweifelsfall gar nicht pullern musste, sondern angesichts der Verhörsituation einfach nur hochgradig aufgeregt war.

 

So leistete sie ihrem Unterleib weiterhin Widerstand, fühlte, wie ihre Verzweiflung und der Druck unaufhörlich wuchsen, bis sich plötzlich ein neuerlicher Spritzer des heißen Urins seinen Weg bahnte. Kraftvoll schoss er in ihren Slip hinein – dieses Mal blieb es allerdings nicht bei dem nassen Vorboten, da eine beachtliche Menge Pipi unaufhaltbar von hinten nachdrängte.

Der vor Anstrengung zitternde Schließmuskel ihrer Blase war am Ende seiner Kräfte angelangt: Als würde ein gigantisches Fluttor geöffnet werden, gab es in jener Sekunde kein Halten mehr, in der Dana unwillkürlich aufschrie und sich gnadenlos ins Höschen und die hauteng geschnittene Jeans pinkelte. Sie konnte nichts dagegen tun, war außerstande zu verhindern, dass es goldgelb aus ihr herausströmte und ihre Kleidung schon bald dermaßen durchtränkt war, dass es in unzähligen Rinnsalen vom Stuhl auf den Boden des Sitzungssaals hinunterlief.

Es prasselte hörbar; vermischt mit ihrem Schluchzen war es das einzige Geräusch im Raum, in dem alle Anwesenden reglos verharrten. Die Scham, die Dana zum Weinen brachte, war unaussprechlich, ebenso die Blamage, dass sie wie ein kleines Mädchen die Kontrolle über ihre Blase verloren hatte.

Zwischendrin versuchte sie zwar, den Strahl abzukneifen, doch es war beim besten Willen nicht möglich. Zu überlastet war ihr Blasenmuskel und zu immens die Menge der heißen, lange zurückgehaltenen Flüssigkeit, die nun vor den Augen aller Menschen im Saal aus ihrem Schoß sprudelte.

Obwohl das Pinkeln sie spürbar erleichterte, wollte sich ein entsprechendes Hochgefühl nicht einstellen. Hierzu war die Situation zu verheerend und die Empörung des Richters zu groß, der seine Stimme wiedergefunden hatte und sie nun für ihr respektloses und höchst unmanierliches Verhalten scharf rügte. Auf seine gerechtfertigte Erkundigung, weshalb sie nicht schon vor Beginn der Anhörung oder spätestens bei seinem Hinweis zur Toilette gegangen sei, senkte Dana erneut den Blick. Kleinlaut beschrieb sie die Verunsicherung, die sie speziell in einem Gerichtsgebäude empfand, und schilderte ihm des Weiteren ihre Bedenken, dass sie bei einem kurzen Verschwinden zum Klo ihren Aufruf hätte versäumen können.

 

Mit hochrotem Kopf entschuldigte sie sich mehrfach, saß, während der Vorsitzende bereits telefonierte, um den Reinigungsdienst anzufordern, wie ein begossener Pudel da und entdeckte am Ende doch ein Lächeln um den Mund des Richters.

Es folgten einige wenige abschließende Fragen, bevor er sie am Schluss aus dem Zeugenstand entließ.

»Und falls Sie uns wieder einmal beehren sollten, benutzen Sie bitte rechtzeitig die Sanitärräume. Denn keine Sorge, wir rufen unsere Zeugen im Zweifelsfall auch ein zweites Mal auf«, gab er ihr mit auf den Weg, den sie zwar noch immer peinlich berührt, jedoch mit einem mittlerweile spürbaren Gefühl der Befreiung im Bauch antrat. Und das, obwohl ihr die Hose mitsamt dem Slip feucht und klamm zwischen den Schenkeln klebte und die gelben Tropfen, die von den durchweichten Schuhen auf dem Boden sichtbar blieben, eine verräterisch-nasse Spur hinter ihr herzogen.

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