Die Anhalterin – Junge Frau in Nöten (Kurzgeschichte)

Die Anhalterin
Junge Frau in Nöten

Vierte Geschichte aus dem Buch „Noch süßere Not“

Von Magenta König

Kurzgeschichte, erschienen am 10.03.2022

Symbolbild: Frau in Jeans lehnt an Auto.

Freitag, später Nachmittag, und wieder einmal stand ich im Stau. Ich wusste nicht, wie viel Lebenszeit ich in den vergangenen fünf Monaten auf der Autobahn verschwendet hatte. Zu allem Überfluss war heute mein Geburtstag, und den Dreißigsten wollte ich nun wirklich woanders, als allein in einer Blechlawine verbringen. Entsprechend stark zog es mich nach Hause. Ich ging davon aus, dass meine Kumpel eine fulminante Party geplant hatten; Details waren mir zwar nicht genannt worden, doch in der Clique war es üblich, dass jedwede Gelegenheit zum Feiern genutzt wurde. Besonders auf Marten, meinen besten Freund, konnte ich mich in dieser Hinsicht absolut verlassen.

Genau dieser Freundeskreis war es letztlich auch, der dafür sorgte, dass ich zum Wochenende pendelte und montags bis freitags in einem winzigen Appartement lebte. Ein super Jobangebot in Hamburg, das ich nicht hatte ablehnen wollen, die Freunde und Familie in Westfalen; der Stress war also vorprogrammiert. Irgendwann würde ich mich entscheiden müssen, doch derzeit freute ich mich jedes Mal darauf, heimzukommen. Nur die Fahrerei, die nervte extrem.

 

Endlich kam die Raststätte in Sicht, die in den vergangenen Wochen fast zu meinem Stammlokal geworden war. Es ergab sich, dass ich in der Regel hier anhielt, um die Toilette aufzusuchen und mich mit einem frischen Getränk zu versorgen. Anschließend dauerte es meist noch etwa eine Stunde – ohne Stau versteht sich. Bei dem aktuellen Verkehrsaufkommen würde ich heute definitiv länger brauchen. Seufzend setzte ich den Blinker. Ich parkte ein wenig entfernt vom Rasthaus, stieg aus und vertrat mir erst einmal die Beine.

 

Als ich zehn Minuten später zurückkehrte, eine Flasche Cola in der einen und den Autoschlüssel in der anderen Hand, lehnte eine junge Frau an meinem Fahrzeug. Erstaunt betrachtete ich sie. Bekannt war sie mir nicht, dafür allerdings eine echte Augenweide. Blonde, lange Haare, ein süßes Gesicht voller Sommersprossen, insgesamt mehr der ungeschminkte Typ. Ihr Po steckte in hautengen Jeans, hellbraune Stiefel schlossen sich bis zur Mitte ihrer Waden. Sie war haargenau mein Typ. Ich schluckte. Noch bevor ich mir überlegen konnte, wie ich sie ansprechen sollte, kam sie mir zuvor.

»Nimmst du mich mit? Wir kommen aus derselben Gegend.« Sie deutete auf das Kennzeichen meiner Heimatstadt. Mein Prinzip, niemals irgendwelche Anhalter mitzunehmen, wurde in diesem Moment scheppernd umgestoßen. Ich räusperte mich.

»Klar«, stimmte ich daraufhin sofort zu. Gefährlich werden würde mir so ein Mädel höchstwahrscheinlich nicht, dafür dürfte sich der Rest der langweiligen Fahrt aber deutlich angenehmer gestalten als der erste Teil. Während ich überlegte, ob ich ihr galant die Beifahrertür öffnen sollte, hatte sie sich bereits forsch umgedreht. Ich starrte auf die äußerst erotische Kehrseite, die sich mir bot. Für eine Sekunde, bevor sie im Auto verschwand, hatte ich den Eindruck, dass die Fremde die Oberschenkel zusammenkniff. Könnte sie etwa in Nöten sein? Schnell hatte ich mich jedoch wieder gefangen. Ich schalt mich selbst einen Dummkopf und beeilte mich, ebenfalls einzusteigen.

 

»Ich bin Jonathan, aber alle nennen mich Jojo«, stellte ich mich vor. Der Motor sprang sofort an, zügig verließen wir den Parkplatz. Knapp darauf stockte der Verkehr erneut. Ich spürte, wie mich die junge Frau neben mir musterte. Sie antwortete:

»Solveig.« Kurz und bündig. Hierauf atmete sie tief ein, schlug dann trotz des eher beengten Raums die Beine übereinander.

Wieder ertappte ich mich bei dem vollkommen abwegigen Gedanken, ob ihre Blase vielleicht voll war? Diese Überlegung war absurd, das wusste ich, schließlich hatten wir uns gerade auf einer Raststätte mit einem öffentlichen WC getroffen. Davon abgesehen besaß ich genug Selbsterkenntnis, um zu wissen, dass meine geheime Vorliebe mir ab und zu Dinge vorgaukelte, die nicht real waren. Eben weil ich darauf stand, wenn eine Frau dringend pinkeln musste, achtete ich auf verräterische Zeichen. Gelegentlich war mir Erfolg beschieden und ich hatte tatsächlich das Glück, mitzuerleben, wie ein weibliches Wesen in Not geriet. Meistens jedoch, so gab ich vor mir selbst zu, bildete ich mir leider etwas ein. Besonders, sobald eine hübsche Dame unruhig wirkte, spielte meine Fantasie mir die heißesten Streiche. So war es wohl auch heute.

 

Während ich spürte, wie es sich in meiner Hose regte, schielte ich noch einmal aus dem Augenwinkel auf die reizvollen Schenkel neben mir und verbannte nachdrücklich jede weitere Überlegung in diese Richtung aus meinem Kopf. Bemüht, eine unverfängliche Unterhaltung zu beginnen, erzählte ich von dem Job in Hamburg und der damit verbundenen, regelmäßigen Fahrerei. Die Anhalterin schien nur mittelmäßiges Interesse an Konversation zu haben; Solveig erwiderte hier und da etwas, verriet jedoch nichts. Stattdessen starrte sie aus dem Fenster.

Ich bemerkte, wie sie ab und zu die Sitzposition wechselte, letztlich erneut die Beine übereinanderschlug. Sie wirkte ungeheuer nervös. Mich steckte das an. Ich konnte nicht verhindern, dass meine Gedanken sich verselbständigten, in verführerische Bahnen abdrifteten. Es wäre wirklich zu schön, um wahr zu sein, wenn gerade dieses Mädel verzweifelt pinkeln müsste.

Ihre Finger befanden sich stets in Bewegung, nestelten an der Umhängetasche, die sie auf dem Schoß hielt. Auch mir fiel es immer schwerer, mich zu konzentrieren und keinen völligen Blödsinn zu erzählen. Mein Mund wurde trocken. Je länger die Schönheit neben mir saß, desto härter wurde mein Schw**z. In jenem Augenblick war ich äußerst froh über das halb geöffnete Hemd, das locker über T-Shirt und Hose hing und die Beule im Schritt notdürftig verdeckte.

 

Ich griff nach der Colaflasche, die ich eben gekauft und dann in die dafür vorgesehene Halterung des Fahrzeugs gesteckt hatte.

»Möchtest du?«, bot ich ihr an, bevor ich die Öffnung an meine eigenen Lippen setzte. Solveig schüttelte ablehnend den Kopf. Ihr Mund schloss sich fest. Sie schaute nicht hin, als ich einen großen Schluck nahm. Noch immer zweifelte ich daran, mit meiner Einschätzung richtig zu liegen; welchen Grund sollte es geben, völlig desperat in den Wagen eines Fremden zu steigen? Erst recht, wenn abzusehen war, dass die Fahrt durchaus eine Zeitlang dauern könnte …

 

Meine Blicke sprangen zwischen dem Kleinbus vor uns und meiner attraktiven Begleiterin hin und her. Es kostete mich Überwindung, nicht allzu offensichtlich hinzuschauen. Unsere Unterhaltung war nun gänzlich verstummt. Von Zeit zu Zeit meinte ich, ein leises Seufzen zu vernehmen, was die Bilder in meinem Hirn nur noch heftiger ankurbelte. Sie öffnete ihre Tasche, kramte herum und schloss sie wieder.

Ein weiteres Mal wechselte Solveig die Sitzposition, wandte sich mir zu. So verklemmt saß doch niemand ohne Grund. Endlich hatte sie ihre Sprache wiedergefunden:

»Was denkst du, wie lange dauert es noch?« Der Verkehr stockte nach wie vor. Zäh wälzte sich die Autoschlange voran. Auch wenn es ein wenig gemein war, konnte ich nicht anders, als betont skeptisch zu antworten:

»Eine ganze Weile. Ich kenne den Freitagnachmittagstau, das zieht sich.« Während ich dies sagte, musterte ich das Mienenspiel meiner Anhalterin. War es leichte Panik, die sich abzeichnete? Beinahe hätte ich gelächelt. Der Verdacht wurde langsam zur Gewissheit. Eine Welle der Erregung brandete durch meinen Körper, die Erektion stand nun endgültig steinhart und presste sich gegen den Stoff des Slips.

 

So hautnah mitzuerleben, wie eine bildschöne Frau heftig pinkeln musste, war mein schärfster Traum. Getoppt wurde er nur von einem tatsächlichen Unfall, der auf eine derartige Not folgen könnte. Heißer Urin, der sich entgegen dem Willen seinen Weg in ihre Hose bahnte und nass die Beine herabplätscherte, war der ultimative Kick. Ein solches Szenario kannte ich jedoch bisher nur aus dem Internet. Häufig war ich Gast auf entsprechenden Seiten gewesen, hatte diversen Ladys dabei zugesehen, wie sie sich einnässten – dies war geil, aber eben nicht echt. Und vor allem war es nicht das Resultat einer wirklichen Notlage.

Manches Mal hatte ich bereits bedauert, dass meine spezielle Vorliebe wohl weiterhin ein Produkt der Fantasie bleiben musste. In jenen Momenten tröstete ich mich damit, dass immerhin der eine oder andere Peedance vor meinen Augen stattgefunden hatte. Besser als nichts. Heute allerdings würde es die lustvollste Autofahrt meines Lebens werden, wenn ich mit meiner Vermutung richtig lag. Gleichzeitig meldete sich mein schlechtes Gewissen – nett war es nicht, sich daran aufzuheizen. Diese Überlegung schob ich jedoch zügig beiseite. Zu ändern war es ja ohnehin nicht.

 

Nach einer Gesprächspause nahm ich den Faden wieder auf. Es kribbelte einfach zu sehr.

»Bist du dir sicher, dass du nichts trinken willst? Wir sitzen hier garantiert noch ein Weilchen fest.« Mit diesen Worten schraubte ich die Colaflasche auf und hielt sie ihr hin.

»Nein danke, bestimmt nicht.« Ein kurzer Schatten, der über ihr Gesicht huschte?

»Hast du denn einen Termin oder musst dringend irgendwo hin?« Ich konnte es mir nicht verkneifen. Je sicherer ich mir war, desto weniger mochte ich glauben, so ein Glück zu haben. Ich trank einen Schluck; wenigstens half das gegen meinen inzwischen staubtrockenen Hals.

»Ja, muss ich.« Ob ich über einsilbige Antworten mit ihr hinauskommen würde? Wohl nicht in dieser Situation. Ich beobachtete Solveig, wie sie einen Kaugummi aus ihrer Hosentasche nestelte. Ihre Hände zitterten. Immerhin bot sie mir einen der silbern verpackten Kaustreifen an. Ich nahm ihn gern. Das Einwickelpapier knüllte ich in die Mittelablage des Fahrzeugs, sie stopfte ihres zurück in die Tasche der hautengen Jeans.

 

Hektisch malträtierten ihre Zähne die Süßigkeit. Sie schien immer nervöser, je länger die Fahrt dauerte.

Langsam rollten wir voran, nahmen Tempo auf, mussten wieder abbremsen. Ich schaltete inmitten der Gänge hin und her. Gewöhnlich konnte ich es nicht abwarten, zu Hause anzukommen, heute bedeutete jede Minute im Fahrzeug einen erregenden Hochgenuss. Mein harter Schw**z pulsierte. Ich spürte, wie sich die Lust aufstaute. Inzwischen konnte ich den Blick kaum noch von meiner erotischen Mitfahrerin abwenden, die sich nun eine Hand zwischen die Schenkel klemmte. Offenbar wurde es so gravierend, dass sie es nicht mehr verbergen konnte.

»Ist alles okay?« Gebannt starrte ich auf die schmalen Finger, die sich in den Schritt der jungen Frau pressten.

»Vorsicht«, rief diese plötzlich. Sofort trat ich auf die Bremse; meine Reflexe funktionierten also noch. Abrupt kamen wir zum Stehen. Die Sicherheitsgurte spannten. Solveig stöhnte auf. Erst jetzt realisierte ich, dass ich vor lauter Geilheit fast einen Auffahrunfall verursacht hätte. Es war mir total entgangen, dass der Vordermann die Geschwindigkeit verringert hatte.

»Tut mir leid«, stammelte ich. Erneut verfing sich mein Blick an meiner Begleiterin, die sich dezent nach vorn krümmte. Ihre Füße bewegten sich, die Sohlen ihrer Stiefel klopften einen unregelmäßigen Rhythmus auf der Fußmatte.

»Was ist denn los?« Obwohl es nicht mehr zu übersehen war, stellte ich diese Frage. Ich wollte es hören, wollte, dass sie aussprach, wie es um sie stand.

»Das siehst du doch«, schnauzte sie unwirsch, »ich muss p**sen, verdammt.« Allein dieser Satz brachte mich fast zum Explodieren. Ich bekam eine Gänsehaut, spürte, wie mir flau wurde. Niemals zuvor hatte ich eine solche Spannung verspürt. Jegliches Mitgefühl, das ansatzweise vorhanden war, drängte ich beiseite. Sie saß hier fest, wir konnten nichts dagegen tun.

 

Just in diesem Moment nahm der Verkehr wieder Fahrt auf. Ich musste nach vorne sehen.

»Warum bist du denn nicht auf der Raststätte gegangen?«, fragte ich dennoch, obwohl es mir ja nur recht war.

»Das war eine verdammt schlechte Idee«, äußerte sie daraufhin. Dies war keine Antwort, nur eine Einsicht. Eigentlich gleichgültig; es war, wie es war. Solveig gab ein jammerndes Geräusch von sich, zog ihre Knie an den Oberkörper. Dass ihre Füße mein Armaturenbrett als Halt benutzten, störte mich in keinster Weise. Nach wie vor presste sie die Finger fest in den Schritt, versuchte, sich zuzuhalten. Es schien, als hätte sie jegliche Hemmungen verloren. Nachdem sie zugegeben hatte, was mit ihr los war, gab es keinen Grund mehr, ihre Not zu verbergen. Ich hingegen wollte auf keinen Fall zugeben, dass ich mich im sexuellen Ausnahmezustand befand …

 

Ich schwitzte, auch meine Hände zitterten. Das Shirt klebte mir am Rücken. Solveig blieb wortkarg, wand sich jedoch neben mir auf dem Sitz wie eine Schlange. Keine Sekunde vermochte sie mehr ruhig zu bleiben, schob sich vor und zurück, hampelte herum wie verrückt. In meinem Unterleib pochte es, ich sehnte mich danach, sie anzufassen. Oder wenigstens mich selbst zu berühren. Ich wusste, es dürfte kaum lange dauern – ich befand mich bereits kurz vor dem Höhepunkt. Ein oder zwei kräftige Bewegungen müssten genügen; ich würde kommen, wie selten zuvor. Die Tatsache, dass die junge Anhalterin so überaus sexy war, gepaart mit der Show, die sie so ungewollt lieferte, katapultierte mich in den siebten Himmel.

Hilflos versuchte ich, die Erregung zu überspielen, betete, dass sie nicht bemerkte, dass mit mir so gar nichts mehr in Ordnung war. Ein zweites Mal war ich so abgelenkt, dass ich erst in letzter Sekunde und äußerst ruckartig auf die Bremse trat.

»Sch…«, fluchte Solveig, »bist du denn irre? Das wäre fast in die Hose gegangen.« Sie ahnte nicht, was sie mit diesen Worten auslöste. Ich schnappte nach Luft. War sie bereits so kurz davor? Hatte ich etwa die Chance, sogar einen feuchten Unfall zu erleben? Doch meine Gedanken schweiften ab. Ich musste mich zusammennehmen.

 

In einiger Entfernung tauchte ein Schild auf, das einen Parkplatz ankündigte – zwar ohne Toilette, aber immerhin. Ich wusste, dass es nicht mehr weit bis zu unserer Ausfahrt war, doch Solveigs Verfassung ließ keinen Zweifel daran, dass sie es nicht bis nach Hause schaffen würde. Sie müsste mit einem Gebüsch vorliebnehmen. Ein Anflug von Enttäuschung machte sich in mir breit, doch zeitgleich war mir klar, dass es schon jetzt der erregendste Tag meines Lebens war. Ich deutete auf die blaue Tafel:

»Ich fahre da raus. Dann hast du es hinter dir.«

Die Erlösung vor Augen benötigten wir dennoch eine ganze Weile, um dem ersehnten Halt im Schritttempo näher zu kommen. Solveig drehte fast durch; ich ebenso. Die riesige Beule in meiner Hose war nicht mehr zu verdecken, doch glücklicherweise hatte die junge Frau andere Sorgen. Sie hatte den Gurt bereits gelöst, zappelte, keuchte, die Finger fest zwischen den Beinen verankert.

»Es läuft gleich«, ließ sie mich wissen, »es ist so unglaublich dringend.« Jegliche Faser meines Körpers war zum Zerreißen gespannt, die Nervenenden vibrierten. Im Schneckentempo näherten wir uns der Abbiegespur zum Parkplatz. Dieser war gut besucht, wie ich sah.

»Oh Jojo, es tut mir so leid. Ich pinkel dir schon fast auf den Sitz.« Ihre Stimme hatte eine hohe, verzweifelte Tonlage angenommen. Auch ich klang fremd, als ich versuchte, sie zu beruhigen. Dabei konnte ich ihr natürlich nicht sagen, wie total egal mir in diesem Moment die Sauberkeit meines Wagens war. Ich biss die Zähne aufeinander, spürte den Widerstand des Kaugummis, den ich vollkommen vergessen hatte.

»Alles gut, wir sind da.« Mit diesen Worten setzte ich den Blinker und trat auf das Gas. Rasant rollten wir dem nur noch 100 Meter entfernten Parkplatz entgegen. Ich glaubte, durchzudrehen, als Solveig panisch verkündete:

»Jetzt, jetzt läuft es!«

 

Ich fuhr unmittelbar nach rechts, auf den Grasstreifen des Rastplatzes, bremste dann scharf. Meine Beifahrerin riss die Autotür auf, stürzte aus dem Wagen und hockte sich direkt hin. Ich sah, dass der Urin bereits aus ihr hinausschoss, sie hatte nicht übertrieben – es war ihr nicht möglich gewesen, auch nur eine Sekunde länger einzuhalten.

Statt noch zu versuchen, wenigstens einen Teil der Kleidung zu retten, kauerte sie einfach breitbeinig da, vor Blicken geschützt durch die offene Tür, und ließ es in die knackig enge Jeans laufen. Nun ja, vor den Augen der anderen geschützt, nicht vor meinen – ich starrte sprachlos auf ihren scharfen Arsch, sah die heiße Nässe zischend aus ihr heraussprudeln. Die Flüssigkeit teilte sich, plätscherte in zwei dicken Strahlen auf den Boden zwischen ihren Füßen, während der Stoff ihrer Bluejeans reichlich aufsog. Dunkle, glänzende Flecken breiteten sich an Po und Oberschenkeln aus.

 

Ohne es bewusst zu steuern, lehnte ich mich zu ihr hinüber, beobachtete gebannt ihre Erlösung. Mit einer Hand stützte Solveig sich am Fahrzeugrahmen ab, den Kopf hatte sie genüsslich in den Nacken gelegt. Dieses Bild brannte sich tief in mein Hirn ein. Ich spürte, wie mein Atem sich weiter beschleunigte, mein Schw**z zu zucken begann. Unwillkürlich griff ich in meinen Schritt. In dem Augenblick, als ich mich berührte, gab es kein Zurück mehr. Ich massierte mich kräftig, intensiv – und dann riss mich ein gigantischer Orgasmus mit sich. Ich glaubte, laut aufzustöhnen, doch sicher war ich mir nicht. Ich hätte ohnehin nichts dagegen tun können.

Heiße Nässe schoss nun ebenfalls in meine Hose, Sp**ma verteilte sich Ladung um Ladung im Slip. Viel zu schnell war es vorbei; sowohl bei mir als auch bei ihr. Ich sah, wie die letzten Spritzer auf dem grünen Gras landeten und der herrlich goldene Strom versiegte. Ein hörbar erleichtertes Seufzen drang aus Solveigs Mund. Kurz verharrte sie in ihrer Position, dann erhob sie sich. Ihre Stiefel waren trocken geblieben, die klatschnasse, enge Jeans jedoch konnte sie nicht verbergen.

 

»Und nun?« Fragend blickte sie in mein Auto hinein. In ihrem Gesicht las ich eine Mischung aus Scham und … hm, möglicherweise einem Lächeln? Sie sah irgendwie verschmitzt aus, als sie auf den Sitz und im Anschluss ihre feuchte Kleidung deutete.

Ob sie womöglich etwas bemerkt hatte? Diese Frage zuckte durch meinen Kopf, als ich peinlich berührt abwog, ob ihr meine Erregung wahrhaftig hatte entgehen können. Flugs schob ich den Gedanken beiseite. Zum einen wollte ich mir dieses außergewöhnliche Ereignis durch wirklich gar nichts zerstören lassen, zum anderen musste ich sie immerhin noch eine Weile mitnehmen. Ich überlegte, ob ich ihr eine Decke oder Ähnliches zum Unterlegen aus dem Kofferraum holen sollte, verwarf diese Idee jedoch schnell. In meiner vollgespritzten Jeans war an Aussteigen nicht zu denken.

 

Kurzentschlossen schnallte ich den Gurt los und zog das Hemd aus. Mein T-Shirt, welches ich über den Schritt zog, musste genügen. Galant positionierte ich den Stoff als Unterlage auf dem Beifahrersitz und lud Solveig ein, darauf Platz zu nehmen.

»Dein Ernst?«, versicherte sie sich. Ich nickte. Mit einem breiten Grinsen, doch äußerst vorsichtig, ließ sie sich neben mir nieder.

»Fühlt sich ulkig an«, befand sie. Und sieht wahnsinnig toll aus, fügte ich in Gedanken hinzu. Ich startete den Motor.

 

Der Rest der Fahrt war ein Balanceakt zwischen Konzentration auf den Verkehr und dem Verlangen, die nasse Jeans meiner attraktiven Anhalterin zu berühren. In meiner Hose regte sich erneut etwas, doch da die schlimmste Geilheit überwunden war, schaffte ich es, das Gefühl beiseitezuschieben und Solveig sicher nach Hause zu befördern. Sie verhielt sich weiterhin wortkarg und in meinem Hirn wirbelten so viele Bilder durcheinander, dass ich nicht in der Lage war, vernünftig Konversation zu betreiben. Ich hatte ohnehin keine Idee, was nach einem solchen Erlebnis zu sagen war.

Nachdem wir in einer Nebenstraße zum Halten gekommen waren, zu der Solveig mich gelotst hatte, deutete sie mit dem Finger auf einen rotgeklinkerten Block.

»Da wohne ich … Vielleicht bis irgendwann mal. Danke fürs Mitnehmen, Jojo.« Dann stieg sie aus und verschwand ein wenig steifbeinig in der Eingangstür. Und ich stand dort und sah hinter ihr her – mit meinem feuchten Hemd als besonderes Souvenir von ihr.

 

Als ich viel später bei den Kumpels ankam, war ich noch immer völlig neben der Spur. Zuvor hatte ich die Zeit gefunden, mich meiner verschwitzten und zum Teil verklebten Klamotten zu entledigen und unter die Dusche zu springen. Auch während des schnellen Abbrausens kreiste ständig das Erlebte in meinen Gedanken. Ich konnte es nicht fassen. War es wirklich ich, dem das unfassbar Geilste der Welt widerfahren war?

 

Es gab ein großes Hallo, viele Glückwünsche und herzliche Umarmungen. Nur Marten, mein bester Freund und übrigens der Einzige, der von meiner eher unkonventionellen Neigung weiß, hielt sich im Hintergrund. Als Letzter trat er auf mich zu. Während alle anderen sich bald darauf den Getränken zuwandten, boxte er mir mit einem breiten Schmunzeln auf die Schulter.

»Na, spät dran? Ich nehme an, du hattest eine spannende Heimfahrt mit Solveig, oder?« Verdutzt schaute ich ihn an. Es dauerte eine Weile, bis es mir dämmerte; der Gedanke war ungeheuerlich. Als Marten sah, dass ich endlich begriff, wurde sein Grinsen richtig fett.

»Ich wusste, dass du auf sie stehst. Alles Gute zum Dreißigsten, Alter!«

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