Durch das Objektiv – Pee-Desperation hinter der Kamera (Kurzgeschichte)

Durch das Objektiv
Pee-Desperation hinter der Kamera

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 11.11.2021

Symbolbild: Fotograf fotografiert ein Hochzeitspaar

Wie qualvoll sich ein gut gemeinter Freundschaftsdienst entwickeln und welch ereignisreiche Folgen er haben kann, musste Arvid ausgerechnet auf dem Hochzeitsfest seines besten Kumpels erfahren.

 

Von Kindesbeinen an besaß der Hobbyfotograf sowohl eine Kamera als auch die Gabe, außergewöhnlich gelungene Bilder von seiner Umgebung und den unzähligen Reisen zu schießen, die er mit zunehmendem Alter unternommen hatte. Das Talent des Fotografierens war Arvid buchstäblich in die Wiege gelegt worden, und er übte diese Freizeitbeschäftigung gern und bei nahezu jeder Gelegenheit aus. So hatte er keine Sekunde gezögert, der Bitte seines Freundes nachzukommen und jene wichtige Aufgabe bei diesem bedeutsamen Ereignis zu übernehmen.

 

Die Hochzeit, der schönste Tag im Leben – das mochte für das Brautpaar zu einhundert Prozent zutreffen, für Arvid jedoch kehrte sich dieser Ausspruch ins genaue Gegenteil um: Von großer Eile und der Hektik des drohenden Verschlafens getrieben, nahm er bereits bei seiner Ankunft am Standesamt wahr, wie dringend er zum Klo musste und wie fest er zu diesem Zeitpunkt schon in die Pflicht genommen wurde. Es waren die Eltern des Bräutigams, die ihn zur Tür des noch geschlossenen Trauzimmers beorderten, vor der das geschmackvoll zurechtgemachte Hochzeitspaar sich feierlich in Pose gestellt hatte.

»Komm schnell her, Arvid, dann kannst du vor Beginn ein paar Bilder von den beiden machen«, rief ihn Rasmus’ Vater herbei, bevor er überhaupt die Gelegenheit bekommen hatte, die Anwesenden, vor allem aber seinen Kumpel und dessen zukünftige Ehefrau, zu begrüßen.

 

Pflichtbewusst schoss Arvid die gewünschten Aufnahmen, fühlte hierbei seine Blase heftig pochen und sehnte schon jetzt die Gunst der Stunde herbei, eine Lücke im zeitlichen Ablauf zu finden, um diese zu nutzen und rasch zur Toilette zu verschwinden. Zu seinem Unmut ergab sich eine solche nicht und er war gezwungen, sich den Umständen zu fügen und einstweilen tapfer durchzuhalten. Spätestens im Gasthof, so ermutigte er sich selbst, während die Standesbeamtin die große Flügeltür zum Trauzimmer öffnete, wird es wieder ein WC und damit eine Möglichkeit zum erlösenden Pinkeln geben.

 

Geradezu andächtig lauschte sowohl das Hochzeitspaar als auch die im Raum befindlichen Gäste den Worten der vorn an dem festlich geschmückten Tisch sitzenden Dame. Sie berichtete, wie Rasmus und Isabell sich kennengelernt hatten, sprach in ihrer Rede von Liebe und Treue und lächelte die gesamte Zeit hindurch freundlich. Einzig Arvid war außerstande, der Beamtin zuzuhören – komplett damit beschäftigt, die besondere Situation und später den großen, emotionalen Moment des Ringaufsteckens und Unterschreibens der Ehepapiere mit der Kamera festzuhalten, war er ausschließlich auf das Fotografieren konzentriert. Obendrein machte ihm der steigende Füllstand seiner Blase das Leben schwer. Jenes Manko sorgte dafür, dass ihm stetig stärker bewusst würde, wie unsagbar nötig er inzwischen pullern musste.

 

Seine körperliche Unruhe zu kaschieren, fiel dem Dunkelhaarigen leicht, da er durch das ständige Wechseln seiner Position ohnehin in Bewegung blieb. Auf diese Weise bemerkte niemand, wie es um den jungen Hochzeitsfotografen bestellt war, bis auf eine hübsche Ausnahme: Emma. Die Blondine mit den langen, zu eleganten Zöpfen geflochtenen Haaren hatte das angestrengte Bemühen Arvids mittlerweile erkannt. Sein Zusammendrücken der Oberschenkel, das permanente Hinhocken für eine vermeintlich bessere Sicht und der wenig glückliche Gesichtsausdruck waren ihr nicht entgangen. Derart relevante Details fielen der 24-Jährigen, die eine heimliche und höchst erotische Vorliebe für das Dringendmüssen des anderen Geschlechts hegte, meist schon beim flüchtigen Hinschauen ins Auge. Nun, da sie den attraktiven Fotobeauftragten der Hochzeit permanent im Blick behielt, bestätigte sich ihr erster Eindruck von Minute zu Minute stärker.

 

Seitdem sie einander kannten, war Emma bis über beide Ohren in Arvid verliebt. Bei gemeinsamen Unternehmungen des Freundeskreises war sie bestrebt, eng an seiner Seite zu bleiben und wann immer es sich ergab, suchte sie seine Nähe durch zarte Berührungen, die ihr bei jedem Mal kribbelnd unter die Haut gingen.

Es ist nicht zu fassen, dachte sie nach Beendigung der Trauzeremonie, als die gesamte Gruppe sich im Sonnenschein auf dem Weg zu ihren Autos befand, dass es ausgerechnet Arvid ist, der so herrlich dringend pinkeln muss. Es scheint, sinnierte sie erregt hinter dem Lenkrad ihres Mini Coopers weiter, dass nicht nur meine beste Freundin heute den schönsten Tag ihres Lebens genießt, sondern ich ebenfalls. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht auf der Fahrt zum Lokal irgendwo anhält, um den reizvollen Zustand zu beenden, schloss Emma ihren anregenden Gedankengang. Mittlerweile war sie auf dem Parkplatz der Gaststätte angekommen, schaltete den Motor ihres Wagens ab und stieg voller Vorfreude aus.

 

Die Hoffnung der jungen Frau erfüllte sich. Der unbedingte Wille, für seinen Kumpel da zu sein und sein gewissenhaftes Denken, ein zuvor gegebenes Versprechen einzuhalten, hatte Arvid zielstrebig zu der Lokation fahren lassen, an der bereits die nächsten Motive für das spätere Hochzeitsalbum auf ihn warteten. Zwar bereute er von Herzen, dass er am Abend vorher beim Junggesellenabschied mit der Clique das eine oder andere Gläschen zu viel getrunken hatte, doch die gute Stimmung war es allemal Wert gewesen. Sie hatten gelacht, etliche Partylieder gesungen und bis zum Morgengrauen gefeiert. Entsprechend müde war Arvid nach dem wenigen Schlaf und genauso groß war sein Nachdurst ausgefallen.

Um ein Haar verschlafen, hatte er noch im Halbschlaf, auf der Bettkante sitzend, die erste Wasserflasche an seine Lippen gehoben, sie komplett geleert und anstelle eines vernünftigen Frühstücks den Inhalt einer zweiten Flasche Mineralwasser und einen übergroßen Becher Kaffee zum Wachwerden zu sich genommen.

Jene riesige Ansammlung von Flüssigkeit drängte nun, seit Erreichen des Standesamtes um 11.00 Uhr, vehement in seiner Blase. Die Menge des Urins nahm durchgehend zu, malträtierte ihn heftig und erinnerte ihn sekündlich daran, dass es längst überfällig war, ein Klo aufzusuchen.

 

Wenn ich angekommen bin, mache ich es sofort, dann gucke ich ganz zuerst, wo sich der Lokus befindet, schwor Arvid sich, als er ebenfalls den Parkplatz befuhr und nach dem Verlassen seines Fahrzeugs unmittelbar auf Emma traf. Diese umarmte ihn strahlend, gab ihm zu Begrüßung ein Küsschen auf die Wange und hielt ihn in einem, wie er es erachtete, vollkommen belanglosen Gespräch auf. Dabei musste er doch so wahnsinnig notwendig zur Toilette … Zu jeder anderen Gelegenheit hätte er das freundliche Geplauder mit der süßen Blonden sehr genossen, denn wie er sich in stillen Momenten eingestand, empfand er mehr für sie, als bloße Freundschaft. Und auch jetzt schlug sein Herz deutlich höher, was sicher nicht nur an der Ausnahmesituation seines Körpers lag, die mit spürbarer Unruhe einherging. Eine Unruhe, auf die Emma augenblicklich reagierte:

»Was ist los, du bist ja total zappelig? Dabei bist du es doch nicht, der heute geheiratet hat«, erkundigte sie sich fadenscheinig und passte auf, sich ihre aufgewühlten, prickelnden Emotionen nicht anmerken zu lassen.

»Nichts, alles okay«, überspielte der große Dunkelhaarige sein Dilemma mit einer aufgesetzten Lässigkeit, die wenig glaubwürdig wirkte. Hierbei versuchte er zu lächeln und mit einem aufrichtig gemeinten Kompliment von seiner dringlichen Lage abzulenken.

»Du siehst toll aus, einfach sensationell!« Indessen er die Worte aussprach, spannte er sämtliche Muskeln seines Unterleibs krampfhaft an, bemüht, die brodelnde Flut des Unterkörpers halbwegs im Zaum zu halten.

 

Während Emma sich gerade bedanken und seine Aussage dahingehend revidieren wollte, dass die Braut an diesem Tag sicher um einiges hübscher sei, befuhr im selben Moment das blumendekorierte Auto des Hochzeitspaars den Kiesparkplatz vor der Gaststätte.

Alle mittlerweile eingetroffenen Gäste schaute erwartungsvoll zu dem geschmückten Oldtimer hinüber, was der Blondine im enggeschnittenen Abendkleid eine gute Gelegenheit bescherte, den von ihr so begehrten und himmlisch desperaten Fotografen weiterhin mit Beschlag zu belegen und ihn außerhalb des Gebäudes zu halten.

»Oh, wie schön sie sind!«, schwärmte sie ungekünstelt. »Schau nur, sie steigen aus, davon musst du ein Foto machen, Arvid!«, schlug sie in ihrem nächsten Satz mit solcher Bestimmtheit vor, dass ihr Hinweis keinen Widerspruch duldete.

 

Unabhängig von Emmas Anregung war der Hobbyfotograf ohnehin auf dem Weg zu dem frischgebackenen Ehepaar, um auch diesen wertvollen, nicht wiederkehrenden Augenblick im Bild festzuhalten.

Er konnte kaum noch aufrecht laufen, war so extrem um die Kontrolle seines Schließmuskels bemüht, wie nie zuvor im Leben und aus diesem Grund mehr als froh darüber, für die bessere Perspektive unauffällig vor dem Auto in die Knie gehen zu können. Diese zitterten ebenso, wie seine Hände es taten, doch Arvid versuchte, jene körperliche Reaktion auf seine übervolle Blase heldenhaft zu ignorieren. Es half ja nichts, er hatte keine andere Wahl als notgedrungen noch eine leidvolle Weile durchzuhalten.

Dank der Fähigkeit seiner Kamera, etwaige Wackler automatisch zu korrigieren, fing er das glückliche Lächeln von Isabell und Rasmus perfekt ein. Durch das Objektiv der Kamera sah er im Hintergrund der Szene die heißbegehrte Eingangstür des Gasthofs auftauchen – schmerzlich bewusst, dass mit ihr das vorerst unerreichbare Herren-WC verbunden war, dessen Benutzung er so innig herbeisehnte.

Wie von einem unsichtbaren Kleber festgehalten, hafteten Emmas Augen auf dem strapazierten Unterkörper ihres Freundes, der partout nicht ruhigzustellen war, egal, welche Haltung dieser einzunehmen probierte.

 

Arvids Pee-Desperation kickte die bildhübsche, junge Frau enorm – sie entsprach Emmas sinnlichster Leidenschaft in exakter Weise. Jene Lust setzte sich in verführerischem Maße fort, als das Brautpaar, und in direkter Folge der Pulk der Eingeladenen, auf den großen Saal zusteuerte, in dem das Fest im selben Moment mit einer kleinen Ansprache des Bräutigams beginnen sollte.

Selbstverständlich war es unumgänglich, auch von diesem einmaligen Ereignis die bedeutenden Fotos für die Ewigkeit zu schießen, was das dringend erforderliche Erstürmen des Klos erneut in weite Ferne rücken ließ.

Langsam neigte sich die Herrschaft Arvids über seine prallvolle Blase einem Ende entgegen, an dessen Folgen er sich kaum traute, gedanklich heranzutasten. Hauptsache, ich mach mir nicht in die Hose, war die einzige Bitte, die er inständig flehend gen Himmel sandte. Wenn’s gleich irgendwie passt, renne ich los …

 

Die entsprechende Chance, sich für den kurzen Abstecher zur Herrentoilette loszueisen, schien gekommen, als die Bedienung an die aufwendig und kunstvoll gedeckten Tische trat, um einzelne Getränkewünsche aufzunehmen.

Großartig, bis zum Essen scheint es noch ein wenig zu dauern, freute der Dunkelhaarige sich beim Anblick des im Saal erscheinenden Personals und wandte sich soeben in Richtung der hölzernen Doppeltür um.

Im gleichen Augenblick setzte auch Emma sich in Bewegung, lief ebenfalls zur Tür und fühlte ihr Herz kräftiger klopfen als jemals zuvor. Noch niemals hatte sie eine solch deftige Male-Desperation aus nächster Nähe erlebt, wie an diesem, für ihre besten Freunde und sie, so besonderen Tag. Längst war ihr Höschen unterhalb des Kleides feucht geworden und ein Ende des Heraussickerns ihrer schlüpfrigen Lust nicht in Sicht. Jenes Schauspiel befeuerte ihre Libido extrem; nichts Vergleichbares ragte an diese wollüstige Begierde heran, die Arvids gewaltige Pinkelnot in ihr weckte.

 

Unmittelbar nach Verlassen des Saals holte sie ihn ein. Der Mensch, in den sie insgeheim seit langer Zeit verliebt war, legte ein so enormes Tempo vor, das es ihr schwerfiel, mitzuhalten.

Gleich eines geölten Blitzes raste er durch den hell getäfelten Gastraum hindurch und steuerte mit einer Hand im Schoß zielgerichtet den Sanitärbereich an, vor dem es der Blonden endlich gelang, ihn zu stoppen.

»Warte«, bat sie schneller atmend und hielt ihm am Ärmel seines weißen Hemds fest.

»Ich kann nicht!«, stöhnte der Mann ihrer Träume mehr, als dass er es aussprach, und knickte bei seinen verzweifelt klingenden Worten sichtlich in den Knien ein. Die rechte Hand krallte sich kraftvoll in den Schritt, dessen Überlaufen kurz bevorstand.

»Ich muss tierisch pinkeln, lass mich durch«, versuchte er es ein weiteres Mal. Seine Forderung war in eine Stimmlage gehüllt, aus der Emma sehr eindeutig die aufkommende Panik heraushörte, die ihren Kumpel in dieser Sekunde erfasste.

»Ich weiß«, offenbarte sie ihm deshalb mutig und fügte, um ihn abzulenken, hinzu, wie unbeschreiblich heiß sie sein ausgeprägter Kampf mit der zum Platzen gefüllten Blase machte.

 

Als hätte er aufgrund seiner akuten Befürchtung, sich haltlos einzunässen keines ihrer Worte vernommen, strebte Arvid fortgesetzt der WC-Tür entgegen, entkam Emmas sanftem Griff und erreichte diese vor Anstrengung keuchend. Es forderte seine gesamte Kraft, mit vollem Einsatz und ohne Unterlass gegen den massiven Druck seines Unterleibs anzugehen. Er war an der Grenze jeglichen Einhaltekönnens angelangt und stand dermaßen kurz davor, sich die Hose nass zu pinkeln, dass er sich beim Hineinstolpern in das Herrenklo bereits in höchster Not den Reißverschluss aufriss.

Um nichts auf der Welt hätte Emma sich das große Finale dieser hocherotischen Darstellung entgehen lassen wollen, was sie zu der verwegenen Entscheidung trieb, die Toilette der Männer ebenfalls zu betreten.

 

Möglichst dezent schlich sie sich hinein und befand sich schon unmittelbar im rustikal gekachelten Vorraum, in dem die Urinale an der Wand angebracht waren. Glücklicherweise hielt sich niemand außer ihnen in dem gefliesten Areal auf, wie sie mit rasendem Puls feststellte.

Die kesse Blondine spürte die Nässe in ihrem Höschen noch einmal zunehmen – den Schauplatz zu sehen, an dem sich sämtliche ihrer geilsten Kopfkinoszenen abspielten und zeitgleich den typischen Geruch von Reinigungsmitteln und Urin in sich aufzunehmen, pushte die hübsche 24-Jährige zusätzlich. In diesem Augenblick wurde der beste aller Filme zur Realität, da es sich um ihren Arvid handelte, der die Hauptrolle besetzte.

 

Nahezu kopflos am P**soir angelangt, zog er laut aufstöhnend seinen Penis aus Slip und Hose hervor, wobei Emma in höchster Erregung beobachtete, dass er es zur selben Zeit schon nicht mehr zurückhalten konnte. Der kräftige gelbe Strahl, der bereits beim Herausziehen aus der Spitze seiner Eichel schoss, war ein eindeutiges Zeichen dafür. Er war plätschernd auf dem Boden vor dem Pinkelbecken aufgekommen, bevor Arvid ihn in Windeseile auf das Urinal hatte richten können.

Bar jeder Vernunft und von dem Wagnis begleitet, ihren Freund mit dieser gefühlsbasierten Entscheidung zu beschämen, näherte die Blondine mit den Zöpfen sich ihm bis auf wenige Zentimeter. In einem solchen Maße intim und nah waren sie einander noch nie gekommen. Dass sie hierbei einen Blick auf sein Geschlechtsteil erhaschte, war der relevante Teil der Aktion für Arvid, welcher ihn für einen Moment sprachlos machte. Für Emma hingegen bestand die größte Innigkeit des Augenblicks darin, dass er ihr den Höhepunkt jeder ihrer erotischen Fetischfantasien live und in Farbe präsentierte. So betörend knapp war es gewesen und so dick und kraftvoll sein Urinstrahl, dass die schöne Blonde den klitschnassen Slip und das verlangende Pochen ihrer Klitoris voller Geilheit spürte. Die vorangegangene Hektik und ihr erfolgreiches Bemühen, ihn von dem stetig dringlicher werdenden WC-Besuch abzuhalten, hatten ihr Übriges zu der schier grenzenlosen Wollust beigetragen, die Emmas Wangen rot färbten und ihre Augen glänzen ließen.

 

Inmitten des Wasserlassens fand Arvid seine Stimme wieder. Er schaute in das gerötete und eindeutig erkennbar erhitzte Gesicht seiner Zuschauerin, das ihre Emotionen unverhohlen widerspiegelte und lächelte vor Verlegenheit verhalten.

»Und dass ich so verdammt irre zum Klo musste, hat dich wirklich angemacht?«, erkundigte er sich mit einem hörbaren Staunen. Um den hart aufprasselnden Strahl zu übertönen, war es unabdingbar für ihn gewesen, die Stimme ein wenig anzuheben.

Ein Grinsen überzog Emmas Lippen, als sie seine Worte nickend bestätigte. Er hat es also doch gehört, freute sie sich, auch wenn sie in der Sekunde seiner höchsten Not geglaubt hatte, ihre Offenlegung zur Ablenkung wäre ihm entgangen.

 

Obwohl Arvid ihr während des Dialogs ins Gesicht sah, richtete die junge Frau den Blick weiterhin auf seinen urinierenden Penis, den er in den Fingern der rechten Hand hielt. Die Beschaffung seines Gliedes gefiel ihr, wie sie nebenher erfasste, außerordentlich gut – seine Optik war toll, die Größe genau richtig, doch das wichtigste und intensivste Element ihres engen Beisammenseins in der Gasthoftoilette waren für Emma nach wie vor die Gefühle. Sie berührten sie tief und gaben ihrer Libido noch immer Futter. Arvid empfand es erkennbar ähnlich, denn er nahm ihre Hand in seine Linke und strich mit dem Daumen zärtlich über ihren hinweg. Bewegt hob die Mittzwanzigerin den Kopf und schaute nun ebenfalls in das Antlitz ihres Freundes hinein.

 

Auch nachdem sein herrlich imposanter Pinkelstrom versiegt war, sahen die zwei sich noch in die Augen – sie hielten den Blick, der unumwunden von Zuneigung und ihrer Lust aufeinander sprach, wie selbstverständlich aufrecht.

Ihre Herzen schlugen heftig und sogar, als Arvid seinen Penis wieder zurück in Slip und Hose schob, unterbrachen sie den Kontakt nicht. Im Überschwang ihrer aufgewühlten Emotionen füllten sich Emmas Augen mit Tränen des Glücks, was ihrem Gegenüber beim Bemerken ein liebevolles Lächeln entlockte. Wie fantastisch, dachte sie, dass ich mich nicht getäuscht habe: Isabell und ich feiern wirklich zusammen den schönsten Tag unseres Lebens – auch wenn es in meinem Fall auf dem Herren-WC geschieht …

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