Gemeinsame Leidenschaft – Der Geschmack von Urin (Kurzgeschichte)

Gemeinsame Leidenschaft
Der Geschmack von Urin

Von Magenta König

Kurzgeschichte, erschienen am 23.10.2019

Milla versuchte verzweifelt, das Stöhnen zu unterdrücken, als Eriks Kopf unter ihren Rock tauchte, den Steg des knappen Slips beiseiteschob und begann, sie nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen. Die Mittagspause war vorbei, seine Sekretärin sicher schon wieder an ihrem Platz, unmittelbar hinter der geschlossenen Tür des Chefbüros.

Das Risiko, erwischt zu werden, war immens. Dennoch schafften sie es nicht, die Hände voneinander zu lassen. Es grenzte an eine Sucht. Millas Gier schien unersättlich und stieg mit jedem ihrer kleinen, verbotenen Tête-à-Têtes. Daran war ihr Vorgesetzter nicht unschuldig. Milla war überzeugt, dass kaum eine Frau seinem Charme, seinem Geld und vor allem seiner Finger- und Zungenfertigkeit widerstehen konnte. Dies störte sie nicht im Geringsten: Weder strebte sie eine feste Beziehung an, noch konnte sie sich vorstellen, dass Erik an der aktuellen Situation etwas ändern wollte. Zu delikat war die Affäre, zu heiß ihre geilen Spielchen – besonders, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sie neben dem Arbeitgeber viel Interessanteres teilten.

 

Sie erinnerte sich gut an ihr Erstaunen, als sie durch Zufall herausfand, dass ihr Liebhaber, wie sie selbst, eine Vorliebe für das Nasse beim Sex hegte. Ihre Überraschung war allerdings nichts im Vergleich zum verblüfften Gesichtsausdruck Eriks, der nach einem Quickie in der Mittagspause, welcher zur Abwechslung in ihrer nahegelegenen Wohnung erfolgte, plötzlich mit einem Taschenbuch in der Hand vor ihr stand. Dieses ließ keinen Zweifel an ihren feuchten Neigungen. Milla besaß mehrere Bücher eines norddeutschen Verlags, der immer wieder exakt ihren Geschmack traf und ihr die ruhigen Abendstunden mit erotischen Abenteuern versüßte. Sie schämte sich nicht gerade für ihre Vorliebe, doch dass jenes Werk mit eindeutigem Titelbild just bei Eriks Besuch neben dem Bett lag, war ungeplant, stellte sich jedoch als glückliche Fügung heraus. Seit ihr Boss erfahren hatte, wie offenherzig sie ihre gemeinsame Leidenschaft zukünftig teilen konnten, war seine Begierde ins Unermessliche gestiegen, ebenso seine Experimentierfreude. Und dies kam Milla äußerst gelegen – nur heute schien er es mit dem Natursekt im Büro übertreiben zu wollen.

 

„Lass es laufen“, forderte er sie leise auf. Die junge Frau glaubte, sich verhört zu haben. Ein weiteres Mal glitt seine weiche Zunge lockend über ihre Klit, umkreiste dann ihren Eingang und das sensible Ende ihrer Harnröhre. Sie keuchte verhalten auf. Milla wusste, wie feucht sie bereits war und dass er es liebte, sie quasi auszulecken. Obwohl es sich hierbei um ein aussichtsloses Unterfangen handelte, denn seine Liebkosungen sorgten für immer reichlicheren Nachschub ihres glitschigen, duftenden Sekrets.

Sie genoss es über alle Maßen und wenn bei oralen Spielchen ein klein wenig der Geschmack von Urin dabei war, empfanden dies beide als zusätzlichen Anheizer. Jemandem hingegen in den Mund zu pinkeln, war so ziemlich das Intimste, was sie sich vorstellen konnte – und sie hatte es noch nie getan. Eriks Wunsch verblüffte und überforderte sie.

„Nein“, reagierte sie intuitiv. Sie versuchte, ihren Oberkörper aufzurichten, doch seine sanfte Hand auf ihrer Brust verhinderte es.

„Bitte!“ Ohne seine Liebkosungen zu unterbrechen, schob ihr Chef seine Finger tiefer, streichelte mit festem Druck über ihren Unterleib. Lippen schlossen sich um ihre empfindlichste Stelle, seine Zungenspitze spielte mit ihr. Schauer der Erregung überzogen Millas Körper mit einer feinen Gänsehaut. Sie spürte die Spannung, die stetig in ihr wuchs. Ihre Hände suchten nach einem Halt, doch rechts und links von ihr fand sie nur die leere Tischplatte.

 

Erneut wollte sie die Position wechseln; Erik hielt sie unerbittlich fest. Während er sein Gesicht tief zwischen ihren Schenkeln versenkte, an ihr saugte und leckte, begann er mit einer gezielten Massage ihrer Blase. Heftig kribbelte es in ihrem Inneren. Noch vor wenigen Minuten hatte sie nicht gemusst, doch er wusste, was er tat. Seine Hände, gepaart mit der doch irgendwie verlockenden Vorstellung, etwas so Undenkbares zu tun …

Sie spürte, wie ihre Lust die Kontrolle übernahm. Der Wunsch, sich zu entspannen und eine winzige Menge laufen zu lassen, wuchs. Sie musste sich entscheiden: Wollte sie es wirklich tun? Spontan hier, trotz der Gefahr, dass sie jederzeit auffliegen konnten? Und was, wenn ihre Kleidung etwas von dem Urin abbekam?

Während Milla versuchte, einen Entschluss zu fassen, intensivierte ihr Boss das Zungenspiel. Leichte, rhythmische Bewegungen wechselten sich ab mit dem festen Druck, der sie schon bald zum Höhepunkt treiben würde. Sie biss sich verzweifelt auf die Unterlippe. Es erschien ihr fast unmöglich, keinen Laut von sich zu geben. Stattdessen schloss sie die Augen.

„Bitte, ich will es.“ Ein weiteres Mal vernahm sie das Flüstern, welches bittend und bestimmend zugleich klang. Eine neue Woge der Geilheit rauschte durch ihren Unterleib, als sich ein Finger in sie schob. Seufzend öffnete sie die Beine noch weiter. Der knappe Rock des Kostüms spannte über ihren Hüften, die Füße stemmten sich auf die Lehnen des schweren Ledersessels, in dem ihr Geliebter Platz genommen hatte.

 

Seine Hand verschwand wieder, sehr zu ihrem Bedauern; dann wurde sie mit einem Ruck näher herangezogen. Problemlos rutschte sie über das lackierte Holz.

Sie hörte ihn stöhnen, wusste genau, wie unfassbar scharf er in diesem Moment auf sie war. Erik erhöhte das Tempo. Millas Herzschlag beschleunigte sich weiter. Nässe sickerte aus ihr heraus und verteilte sich zwischen ihren Pobacken. Automatisch drückte sie den Rücken durch. Wenn er so weitermachte, würde sie kommen …

In dieser Sekunde stellte Erik seine Liebkosungen ein. Er sah zu ihr auf, gab ihr Gelegenheit, durchzuatmen. Sie spürte seinen Blick, ohne die Lider zu öffnen. Trau dich, lass es laufen, lautete die unausgesprochene Bitte. Sein Wunsch war klar.

Milla gab nach. Jeden weiteren Gedanken verbot sie sich, als sie versuchte, ihren Schließmuskel zu entspannen. Es fiel ihr schwer. Die ungewohnte Pose sowie die Tatsache, dass sie schon mehr als einmal kurz vor dem Explodieren gestanden hatte – es erschien ihr wie eine Ewigkeit, bis sie die ersten Tropfen kitzelnd die Harnröhre hinabrinnen fühlte. Ein eigenartiges Gefühl; sofort, als ein wenig Urin aus ihr lief, hielt sie wieder ein.

Ein Keuchen entfuhr Erik. Vermutlich sah er ihn, den ersten Tropfen ihres göttlichen Nasses, da sein Gesicht sich dermaßen nah an ihrer Spalte befand. Doch statt seine Zunge zum Einsatz zu bringen, gab er ihr nach wie vor Zeit.

„Milla, bitte. Mehr!“ Erneut ließ sie los, ließ weitere Tröpfchen folgen. Erst, als ein echtes Rinnsal in ihre Pospalte lief und sich dort in den Stoff des zarten Slips, der von Erik nur zur Seite gehalten wurde, sog, tauchte ihr Chef wieder zwischen ihre Oberschenkel.

 

Gerade, als sie erschrocken ein zweites Mal stoppen wollte, da es nicht in ihrem Sinn lag, ihm auf den Tisch zu pinkeln, spürte sie Eriks Mund an ihrem Eingang und das zarte Saugen, mit dem er die würzige Flüssigkeit aufnahm. Ein zufriedenes Brummen begleitete es, seine Hände zogen sie noch näher zu sich.

Ihr Hinterteil rutschte über die Tischkante und hing in der Luft. Sie spannte sich an, stützte sich nur noch mit den Füßen auf den Stuhllehnen ab, während sie von ihm festgehalten wurde. Je intensiver er an ihr lutschte, desto leichter fiel es ihr, seinem Wunsch zu folgen. Dabei entspannte sie sich nicht völlig; noch immer wohldosiert ließ sie Urin aus sich heraus fließen, unmittelbar in seinen wartenden Mund.

Sein Schlucken war für sie hörbar, seine Erregung spürbar. Es war ein so intimer Moment, wie sie ihn bisher nie geteilt hatten, doch Milla fühlte sich wohl. Sie blendete alles andere aus, jedes Geräusch des geschäftigen Hauses und der belebten Straße unten vor dem Fenster. Sie konzentrierte sich nur auf das angenehme Prickeln, das sein Mund in ihr auslöste und die Wärme, die sie ihm gab. Ihre Geilheit war nicht verschwunden, doch es genügte, um ihrem Schließmuskel die Chance zu geben, sich zu entspannen. Dabei wusste sie genau, dass ein grandioser Höhepunkt noch auf sie wartete.

 

Der letzte Schwall Urin, den sie ihrer Blase entlocken konnte, war zuviel für Erik und sie fühlte erneut Nässe an ihrem Po. Er seufzte genüsslich auf, bevor sie spürte, dass er liebevoll ihren Schoß ableckte und sie dann ansah. Das Blitzen seiner Augen verriet ihr, wie scharf er auf sie war und dass er es liebte, was sie miteinander taten. Nun wurde sie allerdings ungeduldig. Sie richtete sich halb auf und griff nach seiner Krawatte. Mit einem breiten Grinsen ließ er zu, dass sie ihn heranzog, um ihm einen Kuss auf seine feuchten Lippen zu geben. Sein Kinn und seine Wangen waren ebenso benetzt, er roch nach Sex.

„Fickst du mich nun endlich?“, fragte sie etwas ruppiger als beabsichtigt. Ein wenig eigenartig fühlte sie sich nach diesem Erlebnis schon. Als Erik jedoch sofort nach seinem Gürtel griff, um sich die Hose zu öffnen, kehrte ihre Selbstsicherheit zurück; zeitgleich mit der Erregung, die nach dem ersehnten Orgasmus lechzte.

 

Als sie ihre Hüften hob, um den schmalen Rock bis zur Taille zu ziehen, befreite er sie von dem nun mehr als feuchten Höschen. Sein Schwanz stand groß und einladend vor seinem Unterleib. Milla schlang die Beine um ihren Chef. Er griff zwischen sie, positionierte sich. Mit einem einzigen, tiefen Stoß drang er in sie ein und Milla stöhnte so heftig auf, dass er ihr die Hand über den Mund legen musste.

„Bist du wahnsinnig?“, grinste er verschmitzt. Doch auch ihm war anzusehen, wie viel Beherrschung es ihn kostete, nicht laut zu werden, während er sie nun hart und gleichmäßig in Besitz nahm.

Es dauerte nicht lange, bis sie spürte, wie sich alles in ihrem Körper anspannte. Ihr Unterleib pulsierte, der Höhepunkt raste auf sie zu. Sie schloss ihre Augen und konzentrierte sich nur auf das unfassbar gute Gefühl in ihrem Schoß. Als sie kam, keuchte sie seinen Namen und das genügte, um auch ihn über die Klippe zu stoßen. Mit einigen letzten, ruckartigen Bewegungen war es dann auch um seine Selbstbeherrschung geschehen und er ergoss sich tief in ihre nasse Mitte.

 

Eigentlich hätten beide einen Moment der Besinnung benötigt, doch im Vorzimmer wurde es laut. In beeindruckender Geschwindigkeit hüpfte Milla vom Schreibtisch und zog, ihre puddingweichen Beine ignorierend, den knappen Rock über ihre Schenkel herunter. Sie sah gerade noch, wie ihr feuchter Slip in der Hosentasche Eriks verschwand, bevor er sich mit dem Handrücken das Gesicht abwischte. Sie fuhr sich durch die Haare und war soeben auf der anderen Seite des Cheftisches angekommen, als die Sekretärin ihren Kopf nach einem kurzen Klopfen ins Zimmer steckte.

„Die Herren wären jetzt da, allerdings eine Viertelstunde zu früh.“

„Ist gut, servieren sie ihnen bitte Kaffee, während sie warten. Wir sind noch nicht fertig.“

„Ach, sind wir nicht?“, fragte Milla provokant, nachdem die Tür sich wieder geschlossen hatte.

„Nein, mit dir bin ich niemals fertig“, lächelte Erik, „doch vermutlich muss ich mich zumindest ein wenig frisch machen, bevor ich jemandem die Hand gebe.“ Milla stimmte ihm kichernd zu. Sie presste ihre Oberschenkel gegeneinander, um die glitschige Nässe, die aus ihr herauslief, zu verteilen – auch sie sollte dringend die Waschräume aufsuchen.

„Bekomme ich meinen Slip zurück?“ Sie hatte nicht ernsthaft vor, das Ding in seinem jetzigen Zustand wieder anzuziehen, doch wunderte es sie, als er vehement den Kopf schüttelte.

„Den, meine Süße, behalte ich noch ein Weilchen als Souvenir.“ Seine Augen strahlten, als er ihr einen letzten zärtlichen Kuss auf die Lippen drückte, bevor er sich der Tür zuwandte, die sie beide zurück in den Arbeitsalltag bringen würde.

VG Wort