Grillabend – Nasse Hintergedanken im Garten (Kurzgeschichte)

Grillabend
Nasse Hintergedanken im Garten

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 01.08.2019

Wir wohnten noch nicht lange in unserem Haus, als mein Ehemann Lars mich mit einer liebevollen Inszenierung zu einem Abendessen im Garten überraschte. Welche Hintergedanken er hierbei hegte und was für eine nasse, neue Erfahrung sie mir bescheren sollte, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Der Grill war angeheizt, der Tisch auf der Terrasse gedeckt und, was mich besonders erstaunte, er hatte einen frischen Salat zubereitet. Selbst an ein Windlicht mit einer Kerze hatte er gedacht – ich erkannte meine bessere Hälfte kaum wieder …

 

Seit Tagen schon lag eine flirrende Sommerhitze über der Stadt, die ihre Einwohner schwitzen ließ. In den Eiscafés gab es nur wenig freie Tische, die Freibäder waren überfüllt und zum Feierabend roch es in den Straßen nach glühender Holzkohle und den darauf röstenden Köstlichkeiten. An jenem Tag breitete sich dieser Grillabend-Duft auch von unserem Grundstück durch die Siedlung aus.

 

Es war gegen achtzehn Uhr, als ich von der Arbeit heimkehrte und Lars mich bereits in der Diele in Empfang nahm. Heute weiß ich, dass er meinen obligatorischen Gang zur Toilette verhindern wollte, den ich tagtäglich verrichtete, sobald die Haustür hinter mir ins Schloss gefallen war. Das WC in der Firma benutzte ich nur ungern, obwohl ich meinen Durst, insbesondere bei den vorherrschenden Temperaturen, ausgiebig mit Mineralwasser stillte. So schaffte ich es oftmals nur knapp bis ins Haus und auf unser Klo, bevor ich Gefahr lief, mir haltlos ins Höschen zu pinkeln.

Auch an diesem Abend hatte ich meine volle Blase bereits auf der Heimfahrt gespürt. Nicht übermäßig stark, jedoch dringlich genug, dass ich mich auf den Gang ins Badezimmer freute. Kaum hatte Lars mich aber in seine Arme gezogen, und geschickt in Richtung Terrassentür dirigiert, war das Gefühl durch die unerwartete Ankündigung seiner Überraschung in den Hintergrund geraten.

 

Allerdings dauerte dieser Zustand nicht lange an: Im Verlauf des Essens kehrte der Blasendruck zurück, dehnte sich aus und erreichte bald einen Punkt, an dem mir ein Stillsitzen nur noch schwer möglich war.

Da ich Lars gegenüber nicht unhöflich erscheinen wollte, hatte ich bisher auf ein Aufstehen vom Tisch verzichtet. Der große Aufwand, den er für unseren Grillabend betrieben hatte, sollte nicht durch mein Aufspringen für einen Toilettenbesuch misswürdigt werden. Zudem war es ihm gelungen, mich mit einem gefühlvollen Trinkspruch, dem darauffolgenden Anstoßen der Gläser und unterhaltsamer Konversation kunstvoll abzulenken. Dies wurde nur noch davon übertroffen, dass er mir fortlaufend knuspriges Geflügel mit Salat nachgelegt und wiederholt die Biergläser aufgefüllt hatte, so dass seine ständige Bewirtung mich zusätzlich am Platz hielt.

 

Nun jedoch konnte ich das Zwicken und Drängen meiner Blase nicht länger ignorieren. Nachdem ich die Oberschenkel immer fester zusammengepresst und bereits eine Hand zum Zuhalten in meinen Schoß gedrückt hatte, machte ich Anstalten, mich von dem Gartenstuhl zu erheben. Jetzt aber schnell, dachte ich, da ich schon beim Aufstehen bemerkte, dass sich erste Tröpfchen lösten und im weichen Stoff meines Slips versickerten.

Die Finger noch stärker in den Schritt gequetscht, schob ich umständlich den Stuhl zurück und wollte soeben in Richtung WC eilen, als Lars ebenfalls aufstand und mich mit einer sanften Geste des Zurückhaltens daran hinderte.

„Du willst zum Klo, hm?“, raunte er mit rauer Stimme. Er klang ungewohnt anders, wie mir auffiel.

„Ja, unbedingt“, erwiderte ich gehetzt, „ich muss die ganze Zeit schon so nötig.“ Ich versuchte, mich von ihm loszumachen, doch er hielt mich in zärtlichem Griff.

„Geh nicht, Schatz …“, bat er unvermutet.

Erstaunt blickte ich meinen Ehepartner an. Weitere Nässe wollte aus der Harnröhre heraus und mir ins Höschen rinnen. Ich drückte mich weiterhin zu, zusätzlich überkreuzte ich angestrengt die Schenkel, was hilfreich war, den Druck kurzfristig im Zaum zu halten.

„Wieso? Warum nicht?“, fragte ich ihn unsicher und war beim besten Willen nicht in der Lage, mir vorzustellen, was er mit seinem Anliegen bezweckte.

„Bitte“, begann er und schluckte sichtlich, „mach es hier.“ Hier? Was meinte er mit hier? Etwa auf der Terrasse? Ich verstand noch immer nicht. Tief in mir tobte meine Blase. In Kürze würde es zu spät sein, ich spürte es genau.

„Ich fände es heiß“, fuhr er stockend fort, „wenn du dir in die Jeans pieseln würdest. Jetzt, auf diesem Stuhl.“ Auffallend nervös deutete er mit dem Kopf hinter mich.

 

Ich wandte mich um, schaute an die gezeigte Stelle und ließ mich perplex auf den Plastikstuhl heruntersinken. Zum einen, weil mir das erneute Sitzen guttat und zum anderen, da ich vom Wunsch meines Mannes schlicht baff war. Ich sollte mir in die Hose pinkeln? Hier draußen? War das wirklich sein Ernst? Und weshalb wollte er so etwas überhaupt?

„Aber ich kann doch nicht einfach … Nein, das gehört sich nicht, Lars. Das mache ich nicht.“ Eine kühne Weigerung, angesichts der Tatsache, dass ich mir bereits kräftig die Beine zusammendrückte und rastlos von einer Pobacke auf die andere rutschte. Es war wahrlich dringend – trotz meines Zukneifens stahl sich ein zweiter, heißer Schwall heraus, den ich in der Blase zu behalten, nicht in der Lage war. Lars sah mich inständig an.

„Wen interessiert es in unserem Garten, was sich gehört? Tue es für mich, bitte!“ Und von einem zweideutigen Grinsen begleitet, fügte er leise hinzu:

„Ich ziehe mit, wir lassen es gemeinsam laufen.“ Hörte ich richtig? Er selbst auch? Woher hatte er nur plötzlich dieses Ansinnen? Was war das für eine ordinäre Idee?

 

Obwohl ich große Zweifel hegte, bröckelte mein Widerstand. Ich musste Pipi wie verrückt; immer schneller wippte ich mit dem Po hin und her. Sein Blick drang tief in mich ein. Ich fühlte seinen warmen Atem auf der Haut, als er näher kam und heiser vor Erregung flüsterte:

„Sei doch mal ungezogen, Schatz. Es wird dir Spaß machen, bestimmt – außerdem bemerkt niemand, wenn wir frech und heimlich auf die Polster unserer Gartenstühle pinkeln.“ Ach, die alten, verschlissenen Polsterauflagen, die wir schon von seinen Eltern übernommen hatten – um sie war es nicht schade. Es ging um meine Erziehung, die mir eine solche Tat verbot.

 

Der Mann vor mir vibrierte geradezu vor Lust und Erwartung. Wie unglaublich viel es ihm zu bedeuten scheint, dachte ich, als ich in die Augen schaute, in die ich mich vor etlichen Jahren unsterblich verliebt hatte.

„Ja, gut, ich versuch’s! Aber nur, wenn du dich mir wirklich anschließt,“, hörte ich mich sagen und nahm meine Stimme wie aus weiter Ferne wahr. Hinzu kam, dass mir kaum mehr eine andere Wahl blieb. Selbstverständlich hätte es mir immer noch freigestanden, Lars entschlossen zur Seite zu schieben und durch die Terrassentür Richtung Toilette zu flitzen, doch erwog ich das ernsthaft? Ihm derart vor den Kopf zu stoßen und seinen, wie es wirkte, sehr innigen Wunsch mit Füßen zu treten? Nein, das kam nicht in Frage, zumal mein Schließmuskel bedrohlich dem Ende seiner Kräfte entgegenging. Es kann sein, dachte ich für den Bruchteil einer Sekunde, dass ich das Innere des Hauses gar nicht mehr mit trockener Hose erreichen würde.

„Na klar, Süße. Du bist die Beste, echt!“ Ihm stand die riesige Freude, die ich ihm mit meiner Zustimmung bereitet hatte, ins Gesicht geschrieben.

 

Aufgeregt zog er seinen Stuhl näher zu meinem heran.

„Aber du fängst an“, forderte ich meinen Partner auf. Obwohl ich musste wie verrückt, verspürte ich gewisse Hemmungen. Ich wollte sehen, wie Lars es machte, ob es ihm leichtfallen und wie er mit dieser ungewohnt fremden Situation umgehen würde.

„Sehr gern“, willigte er ein und senkte den Kopf, so dass er auf seinen Schoß hinuntersah. Ich schaute ebenfalls hin und erblickte gleich darauf den dunklen Fleck, der sich von seinem Schritt ausgehend, über sein linkes Bein ausbreitete. Er glänzte in der Abendsonne, wurde größer und größer. Je länger Lars pinkelte, desto weiter nahm er die Oberschenkel auseinander. Wohlig stöhnend betrachtete er die Ausdehnung der Nässe, strich mit der linken Hand darüber, während er die Rechte fest auf die klatschnasse Erhebung in seiner Körpermitte drückte. Als würde er den hellblauen Denim auswringen, quoll die gelbe Flüssigkeit zwischen seinen Fingern hervor.

„Es fühlt sich verdammt geil an“, murmelte er und wandte mir das Gesicht zu. Eine Tatsache, die nicht zu übersehen war, da sich die Ausbeulung unter seiner Hand wesentlich vergrößerte, während es ihm weiterhin in die Jeans strömte. Er begann, seinen härter werdenden Schwanz wie beiläufig durch die Hose hindurch zu kneten.

 

„Jetzt du. Piss dich ein, Süße …“ Seine Stimme klang belegt; der lustvolle Unterton war nicht zu überhören. Er steckte mich an, und da ich es ohnehin nicht länger anhalten konnte, war es mir ein Leichtes, seiner unanständigen Aufforderung nachzukommen. Zwar spreizte ich meine Schenkel anfangs nur zaghaft, doch war diese Minderung des äußeren Gegendrucks ausreichend, die goldene Quelle augenblicklich sprudeln zu lassen. Es geht los, ich tue es! Aufgewühlt griff ich nach der Hand meines Partners, dessen Handinnenfläche sich vom eigenen Urin feucht anfühlte. Er erwiderte den festen Druck meiner Finger, hielt die Augen jedoch ausschließlich auf das Zentrum meines Unterleibs gerichtet.

„Ja, du machst es!“, stöhnte er, als hätte er meine Gedanken gelesen. Kraftvoll und von einem ungeahnten Prickeln begleitet, zischte der erlösende Strahl aus mir heraus. Dermaßen unaufhaltbar, dass ich nichts weiter tun konnte, als mit offenstehendem Mund zu staunen. Schnell bahnte er sich seinen Weg durch die weiche Barriere des Slips und erreichte umgehend das Material meiner hellen Sommerjeans, um sie in kürzester Zeit zu durchtränken. Von der Mittelnaht abwärts färbte sich der beigefarbene Stoff dunkler. Es wärmte herrlich und kitzelte mich auf unvorhergesehen-köstliche Weise an der Vagina und der dahinterliegenden, zarten Haut des Damms.

Was sich zuvor lange angestaut hatte, lief nun haltlos. Das abgewetzte Polster der Sesselauflage sog sich voll, von dem Gartenmöbel tropfte es bald hinab auf die Steinplatten.

 

Hochgradig erregt kniete Lars sich zwischen meine Beine, streichelte mit den Fingerspitzen immer wieder die nassen Spuren entlang. Von verliebten Worten untermalt, küsste und liebkoste er jeden feucht-warmen Quadratzentimeter.

So unartig und gesellschaftlich verpönt unser Verhalten war, so sehr reizte es meinen Ehemann, dessen jahrelang verborgene Leidenschaft ich an diesem Abend kennenlernte.

 

Uns später gegenseitig aus den triefnassen Hosen zu schälen dauerte nicht lange – die Geilheit trieb uns an, wir waren endlos scharf aufeinander. Neben einer einzigartig heißen Nacht, die unserem Grillabend folgte, hatte die raffinierte Inszenierung meines Mannes einen weiteren positiven Aspekt: Ich kam auf diese Art zu neuen, modernen Stuhlpolstern. Die alten Auflagen warfen wir deshalb aber nicht fort. Sie dienten uns weiterhin für viele erotische Pinkelspiele im Garten.

VG Wort