Heimweg (Kurzgeschichte)

Heimweg

Magenta König

Höchst desperat will sie es bis nach Hause durchhalten. Wird die Qual sich lohnen?

Story

Heimweg

Magenta König

 

Bereits als ich das Büro verließ, verspürte ich den leichten Druck auf meiner Blase. Es lag ein stressiger Nachmittag hinter mir, das Telefon hatte ununterbrochen geklingelt und ich war nicht dazu gekommen, die Toilette aufzusuchen. Jetzt, zum Feierabend, wollte ich nur noch raus …

 

Ich hetzte mit schnellen Schritten zum Parkplatz, schloss mein Auto auf, warf die Tasche auf den Rücksitz und brauste los.

Es ging auf eine vielbefahrene Straße, die zu dieser Zeit stets überfüllt war und auf der man für gewöhnlich einiges an Warterei einplanen sollte – so natürlich auch heute. Autoschlangen von rechts und links, zu allem Überfluss machte sich der Kaffee stärker bemerkbar.

Endlich schaffte ich es, mich zwischen die Blechlawinen zu drängeln und im zähfließenden Verkehr mitzuschwimmen. In der Innenstadt schaltete sich, wie hätte es anders sein sollen, jede Ampel, die ich anfuhr, auf rot. Dies schien wirklich mein Glückstag zu sein … Das Rotlicht nervt ohnehin schon, doch mit der vollen Blase wurde das Abpassen der Grünphase unerträglich. Ich wurde zunehmend nervöser. So lange brauche ich für den Rückweg aus der Firma sonst nie.

 

Ich versuchte, meine Beine gegeneinanderzudrücken, doch dieses Vorhaben stellte sich als unmöglich heraus. Um noch irgendwie Autofahren zu können, bekam ich sie nicht eng genug zusammen, als dass es mir fühlbare Entlastung gebracht hätte.

Mein Gott, warum fährt das Weibsstück vor mir nur so langsam?, schimpfte ich in aufsteigender Panik. Ich rutschte immer unruhiger auf meinem Fahrersitz hin und her.

Wenn ich an Ampelanlagen oder Zebrastreifen anhielt, presste ich meine Oberschenkel so fest wie möglich aneinander, um mir auf diese Weise etwas Linderung zu verschaffen. Alle Muskeln waren angespannt. Lange würde ich das Pinkeln nicht mehr zurückhalten können. Gottseidank war ich fast zuhause …

 

Endlich bog ich in die Straße ein, in der ich wohne. Und es war sogar ein Parkplatz vor der Tür frei. Direkt neben seinem Auto – wie schön, ich wurde erwartet.

Hastig stieg ich aus, schnappte mir meine Sachen und rannte ins Haus. Ich musste inzwischen unglaublich dringend, was ich nun, da ich wusste, dass er da sein würde, gar nicht mehr so schlimm fand. Ich lächelte vorfreudig, doch unmittelbar vor der Wohnungstür war es dann zu spät. Ich spürte, wie sich trotz aller Anstrengungen einige Tropfen ihren Weg bahnten. Nur wenige, doch es reichte aus, mein Höschen zu benetzen. Der Gedanke daran, wie sehr ich ihm mit dem feuchten Slip gefallen würde, erregte mich.

Leise ließ ich die Tür hinter mir ins Schloss fallen und ging geradewegs in die Küche. Dort sah ich ihn über den Tisch gebeugt sitzen und in einer Zeitschrift blättern. Ich trat zu ihm, er schaute mich an und lächelte. Nach wie vor verursacht der Blick aus seinen unglaublich blauen Augen bei mir eine Gänsehaut.

 

Die gesamte Zeit hatte ich das heftige Drängen meiner Blase gefühlt, jetzt wollte ich ihm endlich nachgeben und loslassen dürfen. Wortlos raffte ich den locker fallenden Rock meines Sommerkleides und setzte mich mit gespreizten Beinen auf seine Oberschenkel. Er verstand von einer Sekunde auf die andere. Sein Grinsen wurde breiter und seine Hände schoben sich an meinen Schenkeln hinauf unter das Kleid. Als er beim Slip ankam, hielt ich den Atem an. Er ebenfalls: nachdem er die Feuchtigkeit ertastet hatte, sah er erstaunt zu mir empor. Sofort darauf begannen seine Augen, begierig zu funkeln.

Ich zog den Stoff so weit nach oben, dass er auf mein weißes Höschen schauen konnte – und damit auf den nicht zu übersehenden Pinkelfleck. Aufs Angenehmste überrascht umfasste er meine Taille und zog mich fest an sich. Die Ausbeulung seiner Jeans wuchs an und würde spürbar härter. Da ich es nicht mehr aushalten und ihn nicht länger warten lassen wollte, schlang ich die Arme um seinen Nacken und lockerte auf der Stelle den Schließmuskel meiner Blase.

Welch wundervolle Entspannung: die heiße Flüssigkeit strömte aus mir heraus, durchtränkte das Höschen und breitete sich bald darauf auf seiner Hose aus. Er küsste mich innig und wir hörten es pladdern und in großer Menge auf den Boden plätschern. Da ich so lange gewartet hatte, schien es kaum enden zu wollen.

 

Als der Strahl doch verebbte, rieb ich mich mit kreisender Hüfte an seinem Schritt. Ich fühlte den warmen, klatschnassen Stoff zwischen uns, in dem seine steil aufgerichtete Erektion spürbar pochte. Wir waren beide extrem aufgeheizt; langsam begann er, mein durchgehend geknöpftes Kleid zu öffnen. Seine Lippen streichelten mich zärtlich, während ich die Hände unter sein T-Shirt schob und mit den Fingernägeln seinen Rücken hinaufstrich. Genussvoll seufzend zog ich ihm das Kleidungsstück über den Kopf und ließ es achtlos zu Boden fallen.

 

Er umfasste meinen Po, hob mich hoch und setzte mich auf den Tisch. Die Zeitschrift wischte er gleichgültig beiseite – weder er noch ich nahm Notiz davon, dass sie zu seinem Shirt in die Pfütze auf den Fliesenboden fiel. Nun stand er vor mir und ich zerrte erwartungsvoll die Knöpfe seiner Jeans auseinander.

Unter Streicheln und von heißen Küssen begleitet, befreiten wir uns von der nassen Unterwäsche. Ich konnte es kaum noch erwarten, dann aber war es so weit und er drang mit nur einem einzigen Ruck tief in mich ein. Wir stöhnen gleichzeitig auf.

Die Beine fest um ihn geschlungen kam ich ihm entgegen, passte mich seinem Rhythmus an. Erst langsam, dann immer schneller und kräftiger stieß er in mich. Ich hörte sein Keuchen, spürte seinen Atem; eine wohlige Wärme stieg in mir auf. Bald, so fühlte ich unmissverständlich, würde ich kommen.

Nicht lange und seine Bewegungen nahmen an Tempo zu, wurden härter – auch er näherte sich dem Orgasmus. Wir stöhnten laut und ungehemmt auf, als wir gemeinsam explodierten. Noch tief in mir, zog er mich im Anschluss in seine Arme und ich kuschelte mich zufrieden an ihn – wunschlos glücklich und entspannt.

 

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Erscheinungsdatum 30.10.2001
Autor Magenta König
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