In weiser Voraussicht – Entspannt gewindelt auf Zeitungstour (Kurzgeschichte)

In weiser Voraussicht
Entspannt gewindelt auf Zeitungstour

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 22.09.2022

Junge Zeitungsausträgerin mit einem Stapel Zeitungen in der Hand, auf dem Windeln liegen.

Meine beste Freundin Michelle und ich tragen Zeitungen aus – eine gute Möglichkeit, sich nebenher Geld zu verdienen und das knapp bemessene BAföG auf diese Weise auszugleichen. Ich habe mein Studium frisch begonnen, Michelle hingegen dümpelt nach dem Abitur noch unschlüssig herum. Von uns beiden ist sie eindeutig die Chaotischere – nicht nur, was die Wahl ihres zukünftigen Berufs angeht …

 

An diesem Freitag-Nachmittag waren wir erneut in den Straßen der Stadt unterwegs. Fleißig verteilten wir die kostenlose Wochenzeitung in sämtliche Briefkästen des uns zugeteilten Bezirks.

Die Sonne brannte heiß von einem wolkenlosen Himmel herunter; wir schwitzten und tranken übermäßig viel aus unseren mitgeführten Mineralwasserflaschen. Durch das ständige Laufen und Treppensteigen war ein solch starker Durst in uns aufgekommen, dass wir das Gefühl hatten, gar nicht genug trinken zu können.

 

Der größte Teil unserer Route war bereits geschafft, als ich bemerkte, dass die Freundin an meiner Seite auffallend unruhig wurde. Bei jedem neuen Öffnen eines verschnürten Zeitungsbündels an unserem Handkarren bereitete ihr das Stillstehen massivere Probleme. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich, dass sie sich obendrein die Hand in den Schritt drückte, um sich diskret zuzuhalten. Im selben Moment, als ich mich nach ihrem Zustand erkundigen wollte, sprach sie mich auch schon auf ihr Dilemma an:

»Blöde Selter … jetzt muss ich total heftig pullern«, raunte sie mir von der Seite zu. Ihre Stimme klang aufgeregt, es schien wirklich dringend zu sein. Und es war nicht das erste Mal – den gesamten Sommer über hatte die Sonne kräftig geschienen, entsprechend viel hatten wir auf unseren Touren getrunken. Das Problem, welches sich hierbei stets aufs Neue ergab, bestand darin, dass sich weit und breit keine Möglichkeit zur Erleichterung bot. In den Wohngebieten standen weder öffentliche Toiletten bereit, noch kreuzte ein Fast-Food-Restaurant oder Ähnliches unseren Weg.

»Aber es gibt hier kein Klo«, fasste ich das Offensichtliche in Worte.

»Das weiß ich selbst, ist ja jede Woche so …«, reagierte sie gereizter als beabsichtigt. »Dann werde ich’s halt wieder bis zum Ende einhalten müssen, bin ich ja langsam gewohnt«, setzte sie zynisch und mit zusammengekniffenen Beinen nach. Es stimmte: Zwar unter größten Beschwerlichkeiten und mit manch nassen Spot im Slip hatte sie es doch irgendwie hingekommen, sich letztendlich auf das WC am Bahnhof zu retten, an dem unsere wöchentlich wiederkehrende Zeitungstour bei jedem Mal begann und endete.

 

Unsicher, ob ich ihr von der Lösung erzählen sollte, die ich in weiser Voraussicht für mich gefunden hatte, schwieg ich vorerst und wir setzten unseren Austrägerjob fort. Die Entscheidung, mein sehr persönliches Erfolgsgeheimnis aufzudecken, und damit am Vertrauen meiner Mutter zu rühren, wurde mir jedoch zwei Straßen weiter abgenommen, indem Michelle unverblümt nachfragte:

»Hey Lina, was ist eigentlich mit dir? Wie kriegst du das bloß immer hin, nicht so schrecklich nötig pinkeln zu müssen? Du trinkst doch genauso viel wie ich?« Die Frage hatte ihre Berechtigung und ich wunderte mich darüber, dass sie sie nicht bereits deutlich früher gestellt hatte.

»Ich weiß nicht, ob ich es dir sagen kann …«

»Häh? Was meinst du denn damit? Natürlich kannst du es mir sagen. Sind wir beste Freundinnen, oder nicht?«

»Ja klar, aber es betrifft mich nicht alleine …«

»Wie jetzt? Das check ich nicht. Ach komm, Lina, erzähl schon, mach nicht so einen riesen Staatsakt daraus!« Michelles Geduldsfaden war dünner als gewöhnlich; ihre quälend volle Blase ließ sie hastiger sprechen und reagieren, als es ansonsten der Fall war.

»Na gut. Ich hab ’ne Windel drunter.«

»Was hast du?« Abrupt blieb sie stehen und schaute mich aus großen Augen ungläubig an. »Eine Windel? Echt?«

 

Noch während ich bestätigend nickte, umkreiste Michelle mich bereits und betrachtete mit prüfendem Blick meinen Po.

»Man sieht absolut nichts«, staunte sie aufrichtig, »ansonsten wäre mir das sowieso längst aufgefallen.«

»Genau«, bekräftigte ich die Einschätzung meiner Freundin, »und ich kann es einfach zwischendrin laufenlassen.« Bei diesen Worten schien sich eine neuerliche Drangwelle in Michelles Unterleib anzubahnen, die sie unwillkürlich in den Knien einknicken ließ. Reflexartig presste sie sich die Hand in ihren Schoß. Um sie abzulenken beeilte ich mich, ihr von den Begleitumständen zu berichten, die mich bisher von der Enthüllung meiner wöchentlichen Problemlösung abgehalten hatten:

»Ich wollte meine Mutter nicht bloßstellen, weißt du. Es sind ihre Windeln. Sie ist seit vielen Jahren inkontinent. Aber dann machte sie den genialen Vorschlag, mir so’n Teil für den Zeitungsjob zu überlassen. Zuerst war es noch komisch, aber seitdem funktioniert es so super, dass ich jetzt jeden Freitag entspannt gewindelt unterwegs bin.«

 

Verzweifelt auf der Stelle tänzelnd schaute Michelle mich mit glänzenden Augen an.

»Du hast es gut … Oh Mann, ich bin so neidisch, dass du einfach pieseln kannst, wann immer du willst … Und das mit deiner Mutter ist cool, vor allem, dass es ihre Idee war …«

»Finde ich auch. Sie hängt es nur nicht an die große Glocke. Bestimmt geht da daher in Ordnung für sie, dass ich es dir anvertraut habe …«

Indessen ich noch laut vor mich hindachte, fasste Michelle in der Zwischenzeit einen höchst unkonventionellen Plan, in den sie nicht zögerte, mich einzuweihen:

»Keine Ahnung, ob ich’s diesmal noch bis zu den Bahnhofstoiletten schaffe«, ließ sie mit leidender Stimme hören, »es ist so tierisch dringend, dass ich’s fast nicht nicht mehr aushalte … Lass mich deshalb in deine Windel pullern, bitte.«

»Nein, oder? Das ist nicht dein Ernst, echt nicht …« Es war eine spontane Ablehnung, die weder einfühlsam durchdacht, noch sonderlich hilfreich für meine engste Freundin war.

»Och bitte, Lina, bitte, bitte, ich mach mich sonst nass, kein Witz!« Als hätte ihre prallvolle Blase jedes ihrer flehentlich hervorgebrachten Wörter unterstreichen wollen, ließ sie den gewaltigen Druck im Inneren zum wiederholten Male aufbranden. Bedeutend kräftiger und eindrucksvoller als zuvor.

»Oooh Shit, jetzt ist schon was gelaufen«, jaulte Michelle erschrocken auf. Sie hüpfte verzweifelt auf dem Bürgersteig auf und ab, die Finger beider Hände zwischen ihre Schenkel, auf die feste Mittelnaht der Jeans gedrängt, welche sie in desperater Not vor dem feucht-warmen Ausgang ihrer Harnröhre rieb.

Jener Anblick und die ungekünstelt entsetzte Darstellung ihrer Situation bewogen mich zum raschen Umdenken. Warum eigentlich nicht? Bevor es eine nasse Hose gibt, mit der Michelle auf dem Rest der Tour peinlich berührt weiterziehen müsste …

»Aber ich hab schon ein bisschen was reingemacht …«, gab ich trotz allem zu bedenken.

»Ist egal!« Michelles Panik ließ keinen Raum für Befindlichkeiten.

»Dann los, hier rein!«, kommandierte ich und deutete mit dem Kopf auf den nächstgelegenen Hauseingang. Unseren Handwagen mit den Zeitungsstapeln ließen wir ungeachtet auf dem Gehweg vor dem alten Mehrfamilienhaus stehen.

 

Im Inneren des Treppenhauses war es angenehm kühl. Zudem hüllte uns eine ruhige Atmosphäre ein, die einen spürbaren Kontrast zum geräuschvollen Treiben auf der Straße darstellte. Während wir uns umsahen und unsere Augen sich an das Halbdunkel des Altbaus gewöhnten, nutzte ich den Augenblick, um meine Blase ein letztes Mal zu entleeren. Denn wie es ausschaute, würde ich meine Windel innerhalb der nächsten Sekunden abgeben und danach ohne das praktische Sicherheitspolster am Hintern dastehen.

Inzwischen liebgewonnene Emotionen der Erleichterung durchfluteten mich, als ich den Schließmuskel absichtlich lockerte und sogleich den erwartet-heißen Strahl erfühlte, der gemächlich aus meiner Harnröhre herausfloss. Das ohnehin bereits nasse Polster im Mittelteil erwärmte sich aufs Neue und quoll spürbar dicker auf. Es lief und lief; ich musste aufpassen, nicht vor Freude und den herrlich kitzelnden Empfindungen spontan aufzulachen. Mir selbst war es nicht bewusst, doch allem Anschein nach hatte mein Gesicht einen entrückten Ausdruck angenommen, den Michelle sogleich voller Ungeduld kommentierte.

»Was ist mit dir? Hör auf, so komisch zu gucken, und gib mir schnell die Windel«, forderte sie mich, atemlos von der Anstrengung des erbitterten Einhaltens, auf.

 

»Komm, wir machen es hier unten«, beschloss ich flüsternd und zog meine Freundin an der Hand die wenigen Stufen in das Kellergeschoss hinunter. Wie von mir erhofft, gab es dort eine dunkle Nische unterhalb der Treppe, in der sämtliche Fahrräder und Kinderwagen des Hauses abgestellt worden waren.

Sich an dieser Stelle kurzerhand hinzuhocken und auf den Betonboden zu pinkeln, wäre weder für Michelle, noch für mich eine denkbare Option gewesen. Zu offensichtlich hätte man anschließend die Pfütze und das gelbe Rinnsal erblicken können, das mit Sicherheit quer durch den gesamten Bereich des Untergeschosses gelaufen wäre.

»Zieh deine Hose bis zu den Knien runter!«, erfolgte die weitere Anweisung an Michelle, indessen ich es ihr gleichtat, und schon begann, die Klebestreifen an den Seiten der Tena zu lösen.

Wir hatten uns tief in die Treppennische hineingezwängt; neben mir hörte ich durchgehend das klägliche Jammern meiner Freundin, die mit dem letzten Quäntchen Selbstbeherrschung kämpfte, das sie aufzubringen in der Lage war.

»Oooh, ich pinkle mich jede Sekunde ein. Mann, bitte, ich kann nicht mehr, Lina, beeil dich doch!«

 

Im gleichen Moment, in dem die Freundin den gehetzt ausgesprochenen Appell an mich überbracht hatte, zog ich mir die markant feuchte Windel vom Hintern und überreichte sie meiner Verbündeten. Und obwohl das Anvertrauen der zweimal von mir benutzten Windelhose sich zugleich intim und befremdlich anfühlte, freute ich mich über das Vollbringen dieser guten Tat.

»Hier, die kannst du als Klo benutzen!«, sagte ich überflüssigerweise, während Michelle in allerhöchster Dringlichkeit vor mir auf den Zehenspitzen tänzelte. Die Finger in den nunmehr nackten Schritt gepresst, waren Slip und Jeans zuvor von ihr bis zu den Waden hinuntergezerrt worden.

Mit Tränen in den Augen griff sie keuchend nach meiner Folienwindel, drückte sich das warme, pralle Vlies hastig zwischen die Beine und stöhnte im selben Atemzug unterdrückt auf.

»Es passiert! Ich kann nichts dagegen tun!«

»Lass los, mach es einfach«, spornte ich sie an, sich nicht länger zurückzuhalten, und vernahm gleichzeitig das laute Zischen ihres harten Strahls, der unaufhaltsam aus ihrer Mitte hervorschoss.

 

Ich atmete ebenfalls auf, war mir jedoch nicht sicher, ob die bereits urinnasse Diaper wirklich fachgerecht anlag. Hierauf hat sie in ihrer hilflosen Eile garantiert nicht geachtet, sorgte ich mich zu Recht. So trat ich einen Schritt näher an meine Freundin heran, drapierte die herunterhängenden Seitenfolien sorgfältig um ihre Hüfte und schloss die vier Klebestreifen aufs Neue.

»Huch, die ist ja schon ziemlich nass«, grinste Michelle hierbei, als hätte sie mich bei etwas Ungehörigem ertappt. »Hast du da etwa gerade eben noch mal reingepieselt?«

»Was denn sonst?«, gab ich selbstbewusst zurück, »ich hab das Teil ja nicht länger zur Verfügung, weil eine gewisse Michelle es mir abgeluchst hat.« Wir lachten uns erleichtert an und ich könnte bei allem, was mir lieb ist, beschwören, dass ich meine beste Freundin noch niemals so befreit und happy erlebt habe, wie an jedem Nachmittag in dem schummrigen Treppenhaus.

 

Was ich allerdings nicht ahnen konnte, und erst einige Zeit später von ihr erfuhr, war die Tatsache, dass sie das Hineinpinkeln in die Diaper auf eine fremdartige Weise angeturnt hat. Sie war beim Laufenlassen überraschend geil und ihre Muschi fühlbar feucht geworden, außerdem hatte es in ihren Brustwarzen sinnlich zu ziehen begonnen, mitsamt einer prickelnden Gänsehaut. Insgesamt war eine dermaßen starke Erregung über sie gekommen, dass die Lust sie beinahe umgehauen hätte, wie sie es mit ihren eigenen Worten beschrieb.

Seit diesem besonderen Nachmittag ist Michelle ebenfalls mit einer Sicherheitswindel auf der Route ausgestattet und wir sprechen uns grinsend ab, um das Hineinpinkeln richtiggehend zu zelebrieren. Im Gegensatz zu meinen Augen funkeln ihre dabei süß und verräterisch, was mich vermuten lässt, dass sie die neuentdeckte Leidenschaft nicht nur an jedem Freitag, sondern auch an manch anderen Tagen der Woche voller Genuss auslebt.

VG Wort