Italienisches Feuer – Au-pair mit Racheplan (Kurzgeschichte)

Italienisches Feuer
Au-pair mit Racheplan

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 22.07.2014

„Giovanna! Denkst du daran, die Kinderzimmer aufzuräumen, nachdem du die Kartoffeln geschält hast?“ In meiner ungeliebten Küchenarbeit unterbrochen, hob ich den Kopf und lauschte in die Richtung, aus der die Stimme meiner Gastmutter kam. Ja ja, ich weiß schon, Giovanna hier, Giovanna da, trotzte ich wütend. Ständig hatte Frau Hartmann etwas Neues für mich zu tun. Und wenn es einmal nichts gab, so war ich mir sicher, suchte sie sich etwas, nur um mich, ihr Au-pair-Mädchen, auf Trab zu halten.

 

Während ich wenig später im Zimmer des jüngsten Sohns Legosteine und Playmobil in die dafür vorgesehenen Kisten sortierte, schimpfte ich leise vor mich hin. Diese blöde Kuh. Heißblütig schmiedete ich einen Racheplan.

Seit drei Monaten ging es bereits so. Sobald der Hausherr in sein Büro und die drei Söhne in die Schule aufgebrochen waren, schickte mich Frau Hartmann in strengem Befehlston quer durch das Haus. Selbst am Nachmittag setzte sie ihre Schinderei fort. Putzen, Waschen, Kochen, Bügeln. Sämtliche Arbeiten, die ihr zu lästig waren, übertrug sie mir. Nein, beschloss ich stolz, während ich auf den Knien rutschend die Plastikfiguren zusammensuchte, so durfte es nicht weitergehen. Schließlich war ich in diesem Haus nicht als Haushälterin angestellt, sondern sollte mich um die Kinder und ihre Italienischsprachkenntnisse kümmern, während ich im Gegenzug etwas von der deutschen Sprache und ihrer Kultur lernen wollte.

Von meinem südländischen Übermut getrieben, wollte ich ihr eins auswischen. Dies benötigte ich für mein angeschlagenes Ego, das es satthatte, sich herumkommandieren zu lassen. Und da ich mir meines bildhübschen Äußeren durchaus bewusst war, hatte ich bald eine Strategie parat.

 

Dass mein Gastvater Robert Hartmann mich als attraktiv empfand, war mir nicht entgangen. Diesen Umstand wollte ich für mich nutzen. Seit meinem Einzug zogen seine Augen mich förmlich aus, wann immer wir uns begegneten. Sie hafteten ebenso intensiv auf meinem Minirock, wie auf dem knappen Bikini, den ich trug, wenn ich mit seinen Kindern im Swimmingpool badete. Sein Blick verklärte sich und bekam diesen besonderen Ausdruck – tief, interessiert und durchdringend zugleich. Zu Beginn irritierte mich diese Tatsache, nun allerdings stellte sie sich als äußerst passend heraus.

 

An einem der nächsten Tage traf ich ihn allein in der Küche an. Er stand vor dem Kaffeeautomaten, den leeren Becher in der Hand. Nicht ganz zufällig trug ich ein enggeschnittenes Kleid, das meine weiblichen Kurven perfekt hervorhob. Seit meinem Entschluss, mich an der Dame des Hauses zu rächen, wählte ich ausschließlich die figurbetonte Kleidung aus meinem Kleiderschrank heraus.

Ich stellte mich zu ihm, unterschritt bewusst jede Distanz, als ich verführerisch lächelnd fragte:

„Zucchero?“ Er atmete tief ein und schaute mich an. Unsere Hüften berührten einander, meine dunklen Augen tauchten in seine blaue Iris ein. Wie hypnotisiert nickte er. Da ich wusste, dass er seinen Kaffee grundsätzlich ungesüßt trank, freute ich mich über die geistesabwesende Bestätigung meiner Reize. Sein Nicken sprach Bände.

„Gott, Giovanna“, flüsterte er heiser. Mit lasziv geneigtem Kopf schob ich mein hüftlanges, schwarzes Haar nach hinten. Noch immer sahen wir uns in die Augen. Katzengleich schmiegte ich mich an ihn; sein Atem beschleunigte sich, sein Mund näherte sich meinem freigelegten Hals.

„Roberto …“ Ich schnurrte seinen Namen in meiner Muttersprache, kurz bevor seine Lippen meine Haut berührten.

Ehe ich seinen Kuss jedoch gewinnen konnte, hörten wir das Klacken von weiblichen Absätzen auf dem gefliesten Flur näherkommen. Wie ertappt drehte er den Kopf weg und trat einen Schritt zur Seite. Als seine Ehefrau in der Küchentür erschien, betätigte Robert hektisch den Schalter der Kaffeemaschine.

Zu Recht nahm ich an, dass es mir gelungen wäre, Ulrikes gutaussehenden Ehemann zu verführen. Ich hatte ihn bereits in meinen Händen; von meiner Raffinesse gefangengenommen, hätte er sich mir und seiner Lust hemmungslos ergeben.

 

Nachdem eine weitere Woche vergangen war, in der meine Gastgeberin mich rund um die Uhr schikaniert hatte, war meine zweite Chance gekommen. Ich selbst nahm das Telefonat entgegen, in dem Ulrike Hartmann ankündigte, an diesem Abend länger bei einer Freundin zu bleiben. Sie bat mich, ihrem Mann auszurichten, dass vor Mitternacht nicht mit ihrem Nachhausekommen zu rechnen sei. Erfreut sagte ich zu, bemühte mich jedoch, mir meine Vorfreude auf die unverhofft gute Gelegenheit nicht anmerken zu lassen.

 

Im Eiltempo schickte ich die Kinder ins Bett, duschte rasch und schlüpfte in meine aufregendsten Dessous. Auf das Tragen von Oberbekleidung verzichtete ich wohlweislich. Noch ahnte der Ehemann und Vater auf dem Sofa nicht, welch erotisches Abenteuer an diesem Abend auf ihn wartete. Erst als ich das Wohnzimmer betrat, begann er angesichts meiner knappen Wäsche etwas zu ahnen. Mit glänzenden Augen blickte er mir entgegen. Nachdem ich mich kokett auf seinen Schoß gesetzt hatte, stellte er die entscheidende Frage:

„Meine Frau …?“

„Kommt nicht vor Mitternacht nach Hause“, beendete ich mit einem anzüglichen Unterton in der Stimme seinen Satz. Augenblicklich schlossen seine Arme sich um meinen Körper, sein Mund fand den Weg zu meinem Hals. Sein Atem fühlte sich warm an – siegessicher genoss ich seine Lippen, die sich sanft in die Mulde meiner Halsbeuge legten und behutsam zu küssen und zu saugen begannen. Als ich sein Hemd Knopf für Knopf öffnete, kostete ich bereits den lieblichen Geschmack meiner bevorstehenden Vergeltung für die tagtägliche Sklavenarbeit.

 

Roberts wollüstiges Stöhnen riss mich aus meinen bittersüßen Gedanken. Ich spürte sein Glied unter meinem Po hart werden, bemerkte, dass sein heißer Atem sich beschleunigte. Zufrieden lächelnd streichelte ich seine Brusthaare, während er sich unter mir in seiner Erregung wand. Mit beiden Händen nahm ich sein Gesicht von meinem Hals und hob es meinem entgegen. Unsere Blicke trafen sich, tauchten begehrlich ineinander ein.

„Giovanna, du bist wahnsinnig aufregend“, raunte er, wobei sein Phallus sich innerhalb der Hose zwischen meine Schenkel drängte.

„Und wie geil du dich anfühlst. Was bist du nur für ein scharfes Ding …“ Das hörte ich gern. Ein verruchtes Lächeln umspielte meine Lippen, meine glutvollen Augen flirteten überaus sexy mit seinen.

„Schlafe mit mir, Roberto.“ Ich hauchte die Aufforderung mehr, als dass ich sie sprach. Bittend schaute ich zu ihm herunter, meine langen Haare fielen nach vorn, umrahmten mein Gesicht dunkel und exotisch. Ich wusste, er würde nicht widerstehen können. Um mir seine Hingabe endgültig zu sichern, schob ich zärtlich meine Hand zwischen unsere Körper und versuchte mich an Knopf und Reißverschluss seiner Hose. Aufgrund der Enge und seiner mächtigen Ausbeulung gelang es mir jedoch nicht, ihn aus dem Stoffgefängnis zu befreien.

 

Mit seiner rechten Hand kam er mir zu Hilfe, während er mit seiner linken meinen Kopf zu sich herunterzog. Seine Küsse waren leidenschaftlich, seine Zunge suchte meine, spielte raffiniert mit ihr. Nur zu gern ging ich darauf ein und erwiderte seinen Kuss hingebungsvoll. Überdeutlich fühlte ich, dass meine verbotene Verführung nicht nur ihn auf Touren brachte. Zwischen meinen wohlgeformten Schenkeln begann es, ebenfalls zu kochen.

Eilig öffnete ich die Häkchen meines BHs und ließ ihn auf den Boden neben dem Sitzmöbel fallen. Wogende Brüste quollen hervor, die ich in meine Hände nahm und meinem älteren Lover einladend präsentierte. Keuchend nahm er das freizügige Geschenk an und knetete erregt meinen sonnenverwöhnten Busen. Gekonnt zwirbelte er hierbei die aufgerichteten Brustwarzen zwischen Daumen und Zeigefinger. Ein verheißungsvolles Ziehen war die Reaktion meines Körpers, die mich nur noch stärker anheizte. Oh ja, ich wollte ihn. Er würde in meinem persönlichen Siegeszug gegen Ulrikes Herrschaft meine lustvolle Waffe sein.

 

Zeitgleich presste seine beachtliche Erektion sich an den hauchzarten Steg meines Slips. Fast schon drang er ein, nichts weiter als wenige Stofffasern hielten ihn davon ab. Gierig half ich nach, zog das Mittelteil meines Höschens über seine feuchte Eichel hinweg zur Seite. Erfreut darüber, wie nass und bereit ich für ihn war, drückte er mich stöhnend auf seinen umfangreichen Schw**z hinunter. Augenblicklich stimmte ich in seine Lustlaute ein.

Den Kopf auf die Rückenlehne der Couch gelegt, die Augen fest geschlossen, fühlte er, wie ich mich eng um seinen zuckenden Harten schloss. Seine Hände nach wie vor um meine Brüste gelegt, stieß er von unten in mich, während ich im Takt auf ihm ritt. Fern jedes Gedankens an Moral und Anstand genossen wir den Sex.

So eng es mir möglich war, schloss ich mich um seinen stahlharten Kolben. Er wurde größer, dehnte mich potent von innen aus.

„Mach das nicht …“, keuchte er atemlos, „so komme ich gleich!“ Der Griff seiner Finger wurde härter, beinahe schmerzhaft umfassten sie meine wippende Oberweite.

 

Ich hielt inne und küsste ihn. Von einem feucht-glitschigen Geräusch begleitet, hob ich mich grazil von seinem prallgeschwollenen Riemen herunter und stellte mich vor den Sessel gegenüber.

Erregt lehnte ich mich nach vorn und bot meinem Gastherrn einen unvergesslich sündigen Anblick auf meinen runden Apfelpo, der weiter abwärts den Blick auf eine rosigschimmernde, lustvoll-geschwollene Vagina freigab. Lockend ließ ich meine Hüfte kreisen, gurrte ihm die unanständigsten Versprechen zu.

Wie magisch angezogen, kam Robert zu mir. Überwältigt von diesem Ausblick registrierte er kaum, dass seine Hose samt Boxershorts herunterfiel und sich um seine Knöchel legte. Stöhnend presste er sich an mein warmes Hinterteil, wobei sein pulsierender Penis wie von selbst zwischen meine Schenkel glitt. Mit rauer Stimme gesprochene Komplimente erreichten mein Ohr, seine Hände schoben sich von vorn in meinen feuchten Schoß. Die Spitze seines Mittelfingers ließ er auf meiner hervorstehenden Klitoris kreisen, mit der anderen Hand führte er die hochempfindliche Eichel seines zuckenden Rohrs der Länge nach durch meine überlaufende Spalte. Ich spornte ihn an, verlangte mit obszönen, italienischen Worten sein Eindringen. Wollüstig bog ich mich ihm entgegen, versuchte die Kuppe seines Harten in mich hineinzuziehen. Gern gab er nach: Groß und mächtig rutschte seine Spitze in mich, ihr folgte der stattliche Rest seines beeindruckenden Ständers. Synchron stöhnten wir auf.

 

Obwohl er sich auf seinen Rhythmus konzentrierte, vergaß Robert nicht, meine Liebesperle weiterhin zu verwöhnen. Immer wieder nahm er sich aus meinem nassen Eingang neue Feuchtigkeit, um die Reibung angenehm zu halten. Seine Stöße schüttelten mich, drückten mich kraftvoll gegen die Armlehne des Sessels. Ich krallte mich in dem hellen Bezugsstoff fest, bestand aus nichts weiter als sexuellem Hochgefühl. In meinem Unterleib tanzten und wirbelten die buntesten Emotionen durcheinander. Stärker und stärker ergriffen sie von mir Besitz, schoben sich nach vorn. Mein Höhepunkt geriet in greifbare Nähe.

„Si, Roberto, prego.“ Er wurde schneller, stieß heftiger in das weiche Fleisch meiner heißen Höhle hinein. Gleichzeitig massierte er die kleine, feste Knospe unter seinem Finger. Sterne blitzen auf, Gefühle explodierten. Ich konnte nur noch begeistert aufschreien – keine Sekunde später kam es mir. Ein riesiges Feuerwerk entzündete sich, blitzende Kometen schossen in den Himmel empor. Tief in mir zuckten und bebten die Muskeln meiner Vagina.

Robert fühlte es unmittelbar. Stöhnend gab auch er die Kontrolle auf und überließ sich dem allumfassenden Gefühl seines Orgasmus’. Ungezügelt presste er sich in mich, während er seinen Samen weit in meine tropfnasse Grotte schleuderte. Sein langanhaltender Erguss füllte mich heiß und cremig aus.

 

Keinen Augenblick zu früh, denn kaum, dass Roberts Höhenflug beendet war, riss Ulrike Hartmann die Tür zum Wohnzimmer auf. Mit zornigem Gesichtsausdruck stand sie im Rahmen. Erschrocken starrten wir ihr entgegen – derart zeitig hatten wir nicht mit ihrer Heimkehr gerechnet. Dass der Anruf eine Falle war, um Robert die Zeit für seine Missetat zu geben, hatte keiner von uns vermutet. Wutentbrannt fauchte sie ihren Mann an:

„Wusste ich’s doch. Keine Gelegenheit lässt du aus, mich zu betrügen, Robert Hartmann. Reicht es dir nicht, mit deiner Sekretärin fremdzugehen, muss es auch noch unser Au-pair-Mädchen sein?“

Energisch zog sich Robert aus mir zurück. Mit wenigen Handgriffen streifte er sich seine Hosen über den Hintern, während er seiner Frau eine ebenso große Schuld an seinen außerehelichen Eskapaden gab. Mich beachtete in diesem Moment niemand mehr, was mir mehr als Recht war. Erleichtert, dass ich für unser erotisches Intermezzo nicht verantwortlich gemacht wurde und zugleich erstaunt darüber, dass der Ehebruch für den Hausherrn ganz offensichtlich so etwas wie Routine war, zog ich mich unauffällig in mein Zimmer zurück. Sollten sie doch streiten; meine Erwartungen an diesen Abend hatten sich zu einhundert Prozent erfüllt. Ich hatte einen phänomenalen Lustgewinn und befriedigende Genugtuung erfahren, so wie mein südländischer Stolz es von mir verlangt hatte.

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