Leid und Lust – Erotische Pee-Desperation online (Kurzgeschichte)

Leid und Lust
Erotische Pee-Desperation online

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 14.04.2022

Lunge Frau schaut auf dem Bett liegend verliebt in ihren Laptop.

 

Der Live-Stream, den Jule sich auf ihrem Bett liegend anschaute, dauerte bereits seit mehreren Stunden an. Vollkommen gebannt von dem Geschehen, welches sich auf dem Monitor ihres Laptops abspielte, hatte sie Zeit und Raum um sich herum vergessen.

Es war ein bekannter Youtuber, dem sie derart fasziniert zusah; ihr heimlicher Schwarm und absoluter Liebling unter den Gamern. Nicht nur sein fabelhaftes Äußeres zog sie wie magisch an, auch sein charmantes Lächeln, der feinsinnige Humor und seine offene Art, Dinge beim Namen zu nennen, begeisterten die 20-Jährige total. Bin ich in ihn verliebt? Diese Frage hatte sie sich des Öfteren gestellt und war stets zum gleichen Ergebnis gelangt: Ja, das bin ich. Mit einem Glänzen in den Augen, das keinen Zweifel zuließ, musste sie sich eingestehen, dass sie bis über beide Ohren in Thomsonero, wie er sich selbst und seinen Youtube-Kanal nannte, verschossen war.

 

An diesem Abend stellte Thomas, so der bürgerliche Name des dunkelhaarigen Internet-Promis, ein neues Computerspiel vor, mit dessen Anschaffung Jule schon länger geliebäugelt hatte. Für sie als Studentin war der Kaufpreis von fast 70 Euro kein Pappenstiel, so dass sie extrem froh war, das Game auf diese Weise vorab in Augenschein nehmen zu können. Zudem war es das reinste Vergnügen, Thomas im Online-Modus zu begleiten und seiner angenehm-warmen Stimme zu lauschen.

Erfreulicherweise war von dem Streamer zuhause zusätzlich eine Kamera installiert worden, die seinen Zuschauern gestattete, während der Übertragung einen Blick auf sein Gesicht werfen zu können. Dieses tat Jule ausgiebig; mit klopfendem Herzen und vor Aufregung geröteten Wangen konnte sie die Augen nicht von ihm abwenden.

 

»Ich weiß nicht, wie es Euch geht, Leute, aber ich könnte nach all der Zeit langsam mal pinkeln gehen. Bei mir wird’s mittlerweile echt dringend …«, sprach er in einem Moment, der seine Aufmerksamkeit im Live-Spiel nicht komplett forderte, die Zuschauer vor den Bildschirmen an.

Jule spitzte die Ohren. Was hörte sie da? Thomas musste dringend pinkeln! Jene Schlüsselworte ließen die junge Frau seit jeher aufmerken, doch in diesem Fall hatte die Aussage einen ganz besonderen Reiz. Speziell von ihm hatte sie sich eine hocherotische Pee-Desperation, wie sie in einer lang andauernden Echtzeit-Übertragung zuweilen vorkommen konnte, brennend gewünscht. Und nun sollte es tatsächlich so weit sein? Die hübsche Liebhaberin der männlichen Pinkelnot schickte ein kurzes Dankgebet gen Himmel und richtete den Blick schnell zurück auf das Bild der Face-Cam, das in der oberen linken Ecke ihres Monitors prangte.

 

Oh Gott, wie aufregend! Ob er es noch einigermaßen aushalten kann, oder unterhalb des Schreibtisches bereits die Beine verzweifelt zusammendrückt? Jules Fantasie begann sich zu verselbständigen. Nur zu gern malte sie sich aus, wie erregend voll seine Blase wohl aktuell sein mochte und wie heftig der Pinkeldrang den gutaussehenden Youtuber vermutlich drangsalierte.

Sie selbst verspürte ebenfalls einen leichten Blasendruck, doch dieser war noch bequem auszuhalten und keinesfalls ein Grund, ihren Platz auf dem gemütlichen Bett zu verlassen, der gerade zum spannendsten Ort des gesamten Universums wurde. Nein, nicht für alles Geld der Welt würde sie Thomas in der nächsten Zeit aus den Augen lassen …

 

Zu Jules Glück nahm das Spiel- und Chatgeschehen den Dunkelhaarigen so sehr in Anspruch, dass er zwar einige der seitlich durchlaufenden Kommentare vorlas, in denen er für sein dringlicher werdendes Anliegen großes Mitgefühl erhielt, sich ansonsten aber intensiv auf das Online-Game konzentrierte.

Gut so, hab keine Eile, sprach sie Thomsonero im Geiste an, je weiter die Zeit voranschreitet, desto nötiger wird es bei dir … Mit diesem Gedanken flammte die Erregung der Studentin gewaltig auf. Feuchtigkeit sammelte sich in ihrem Höschen, und ihre Brustwarzen kribbelten, wie die Langhaarige mit den süßen Locken eindeutig spürte.

 

Wie nah Leid und Lust beieinanderliegen können, erfuhr Jule im weiteren Verlauf des Streams, in dem der Wunsch nach einem Toilettengang immer öfter von Thomas erwähnt wurde. Und obwohl sich der Let’s Player sichtlich unruhiger zeigte, und das Gesicht kontinuierlich gequältere Züge aufwies, erhob er sich zur großen Freude seiner leidenschaftlichsten Zuschauerin nicht von seinem Stuhl. Die Spannung und die unvorhersehbaren Aktionen der anderen Gamer fesselten ihn buchstäblich an seinen Platz, wie Jule mit rasch wachsender Erregung beobachtete.

»Boah, ich will ja nichts sagen, aber wahrscheinlich mach ich mich gleich tierisch nass, Leute«, erklang es wenige Sekunden darauf in gepresstem Tonfall aus seinem Mund. Hierbei sah er unmittelbar in die Kamera hinein, probierte ein lässiges Schmunzeln, welches jedoch in einem schief-verzerrten Grinsen unterging und rutschte auch in jenem Augenblick für jedermann sichtbar unruhig auf seinem Drehstuhl umher.

 

Eine wollüstige Gänsehaut überzog den Körper der jungen Frau. Ihr war, als hätte er in der Face-Cam nur sie angeblickt und seine Worte hätten allein ihr gegolten. Ohne, dass sie etwas dagegen tun konnte und wollte, stellten sich ihre Nippel hart und begehrlich auf. Der Mittelteil ihres Slips wurde von neuerlicher, glitschiger Nässe getränkt und jeder ihrer Sinne war einzig auf den Mann gerichtet, der zwar weit von ihr entfernt war, aber in jenem Moment doch zum Greifen nah schien. Obendrein steckte er in einem verführerisch geilen Pinkeldilemma, das Jules Blut schier zum Kochen brachte.

 

Dann geh doch, wir warten auf dich, schrieben ihm seine Fans im parallel laufenden Chat, woraufhin die lustvoll erhitzte Studentin vehement den Kopf schüttelte. Seid Ihr verrückt, er soll bleiben, dachte sie voller Inbrunst. Alles in ihr verlangte nach einer Weiterführung dieser ungemein sexy Darbietung in Thomsoneros Live-Stream, worauf sie nicht lange warten musste:

»Ihr seht ja selbst, kann jetzt nicht weg«, reagierte Thomas zur gleichen Zeit, in der Jule ihren sehnlichsten Wunsch formulierte, »ich werde schon wieder angegriffen!« Und richtig, inmitten des Online-Games stürmte eine Meute von Kriegern auf den Charakter zu, den der Youtuber so geschickt steuerte, dass er auch nach Stunden noch am Leben war. Diesen Erfolg wollte er um nichts auf der Welt gefährden, auch wenn es bedeutete, um einiges länger mit prall gefüllter Blase ausharren zu müssen.

 

Wie schwer ihm dieses Durchhalten fiel und in welch hoher Ausprägung es sich bei dem knapp 30-Jährigen bemerkbar machte, verfolgte Jule wie im Rausch. Sein Gesicht war nun durchgehend leidvoll verzogen und er presste die Lippen aufeinander – so fest, wie er jeden Muskel des Unterkörpers anspannte, um die brodelnde Flut in seinem Inneren mit aller Kraft zurückzudrängen. Die Anstrengung des beständigen Einhaltens war ihm überdeutlich anzusehen, zudem tat er sie inmitten der Kampfszene auch verbal kund.

»Shit, ich halte es nicht mehr aus«, stöhnte er impulsiv auf, »aber ich kann die anderen nicht gewinnen lassen …«

Nach vorn gebeugt sitzend hielt er durch; die schnellen und tiefen Atemzüge waren lebhaft über das Mikrofon zu hören. Sie kickten Jule gehörig, verführten sie dazu, sich die Hand unter dem Bauch hinweg in das feuchte Höschen zu schieben und mit den Fingerspitzen ihre bebend geschwollene Klit zu reiben. Sofort zuckten Funken der Wollust durch den Unterleib der lockigen Studentin hindurch und ließen sie voller Gefühl aufstöhnen.

 

Sie keuchte gemeinsam mit Thomas, doch dieser tat es aus einem vollkommen gegensätzlichen, höchst qualvollen Anlass, welcher für weitere Nässe in Jules ohnehin schon schlüpfriger Spalte sorgte. Wow, er muss so irre nötig pullern, dass es fast von allein läuft, stellte sie in ihrer berauschenden Masturbation fest und erklomm beim vernehmbarenden Stöhnen und Keuchen ihres Schwarms eine neue Stufe der Erregungsleiter.

Jule spürte ihren Orgasmus bereits in greifbarer Nähe; obendrein machte sich ihre voller werdende Blase bemerkbar, was für einen zusätzlichen Schuss Erotik sorgte. Jener Druck in ihrem Unterbauch turnte sie ebenfalls an, doch nichts überbot das Bild, das sich ihr von Thomas’ verzweifelt verzerrtem Gesicht und der ruckartig zuckenden Hüfte bot, die sie unterhalb des Sichtbereichs der Kamera ansatzweise zu erkennen glaubte.

 

»Fuck Leute, ich … ich p**s mich gleich nass, echt … ohne Scheiß«, stöhnte der ehrgeizige Youtuber nun stoßweise und war ganz offensichtlich kurz vor dem Aufgeben begriffen. Dennoch unterbrach er das Game nicht und hielt den Strategien der Gegenseite tapfer stand. Feine Schweißperlen bildeten sich auf der Stirn und an seinen Schläfen, die den nahezu übermenschlichen Kraftakt offenkundig machten.

Nimm eine Flasche, Alter, laute ein Tipp aus der Community, den Thomas jedoch gleich von sich wies.

»Hab ich nicht … ist keine da … Shit, ich krieg’s nicht … mehr hin … « Er war unüberhörbar am Ende angelangt. So, wie es seiner flammend erregten Zuschauerin mit ihrer Libido erging. Nur noch wenige Male meinen Kitzler streicheln, dann komme ich, flüsterte sie sich zu, und fühlte im selben Augenblick, wie sehr diese Feststellung der Wahrheit entsprach. Die Finger waren über und über von ihrer Lust benetzt; ihre Klitoris pochte derart ungeduldig, dass Jule es kaum noch erwarten konnte, endlich den Höhepunkt zu erreichen.

 

In der Sekunde, in der sie Thomas aufspringen, sich seinen Kopfhörer herunterreißen und sich kraftvoll in die Mitte seines Schritts greifen sah, war es bei ihr so weit: Ihr Orgasmus erfasste sie und schleuderte sie schwungvoll in Richtung des Sternenzeltes empor. Tief in ihr flatterte und vibrierte es von nie dagewesener Intensität. Ihre Beine zuckten und die honigsüßen Emotionen, die sie in diesem Moment durchströmten, schienen nicht von dieser Welt zu sein.

Genussvoll stöhnend hörte sie ihn ein ›Bis gleich‹ keuchen und schaute dem Youtuber sinnlich berauscht dabei zu, wie er aus dem Sichtfeld der Face-Cam stolperte, um das angrenzende Bad im allerletzten Augenblick zu erreichen.

 

Wie hektisch er dort seinen Penis aus der Jeans herauszerrte, konnte sie lediglich vermuten, ebenso bildlich, wie sie sich sein erleichtertes Gesicht vorstellte, als sie es aus der Ferne plötzlich laut hallend plätschern hörte. Endlich war es ihm möglich, freute sie sich für ihn, den lang angestauten Urin loszuwerden.

 

Nachdem Thomas zurückgekehrt war, und der Kopfhörer erneut auf seinen Ohren saß, erklang ein erleichtertes und auffallend befreites Lachen aus seinem Mund, das wieder ganz nach ihm selbst klang. Der attraktive Streamer schüttelte belustigt den Kopf und entschuldigte sich humorvoll für die nur allzu menschliche Unterbrechung.

Überrascht davon, wie frenetisch seine gesamte Zuschauerschaft ihn feierte, schaute Thomas verwundert auf den Bildschirm vor sich. Der Chat war sich begeistert darüber einig, dass er zwei Herausforderungen zugleich bewältigt hatte: Es war ihm gelungen, das Einnässen seiner Hose und der Sitzfläche des Stuhls zu verhindern und unter den erschwerten Umständen dennoch mit seinem Spielcharakter den sicheren Check-Point zu erreichen. Wenn das kein Grund zum Jubeln war!

 

»Ich muss zugeben, dass ich mittendrin kurz davor stand, meinen Krieger zu opfern und einfach zum Lokus zu stürmen«, räumte Thomas seiner Community abschließend mit einem betretenen Grinsen ein.

Zum Glück bist du es nicht, antwortete Jule ihm zärtlich in Gedanken, ansonsten hätte dieser Abend mit dir niemals einen so geilen Verlauf genommen. Zufrieden lächelnd zog sie den Laptop zu sich heran und drückte seinem Gesicht in der oberen Ecke des Bildschirms einen liebevollen Kuss auf.

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