Mäh-Desperation – Eine drängende Blase bei der Gartenarbeit (Erlebnisbericht)

Mäh-Desperation
Eine drängende Blase bei der Gartenarbeit

Ina Storm

Während sie den Rasen mäht, steigt ihr Blasendruck merklich. Doch der drohende Regen und ihre Selbsteinschätzung halten sie davon ab, mal eben zur Toilette ins Haus zu flitzen. Hält sie die Mäh-Desperation bis zum Ende durch oder wird es auch in ihrer Hose zu einem Wolkenbruch kommen?

Story

Mäh-Desperation
Eine drängende Blase bei der Gartenarbeit

Ina Storm

 

Der müsste wirklich dringend mal wieder gemäht werden! Dieser Gedanke drängte sich mir beim Anblick des knöchelhohen Rasens auf, um den wir uns seit dem kürzlich vonstattengegangenen Umzug aus unserer Stadtwohnung in ein Haus zu kümmern hatten. Da es nun aber tagelang ohne Unterlass geregnet hatte, war dies nicht möglich gewesen. Doch am heutigen Nachmittag war es trocken geblieben und die Wetter-App versprach mir, dass es für die nächsten zwei Stunden so bleiben würde, bevor erneuter Regen einsetzen sollte. Also wollte ich keine Zeit verlieren, trank noch schnell den gesamten Rest meines Feierabend-Kaffees aus und zog mir die Gartenklamotten an: Einen alten Sweater, eine enge Jeans, die zwar in gutem Zustand, mir jedoch für den Alltagsgebrauch ein klein wenig zu eng war und dazu ein Paar ausgelatschte Leinensneakers.

 

Keine zwei Minuten später verband ich bereits den Rasenmäher mit dem Stromkabel und legte los. Ich war überrascht, wie anstrengend es war, das relativ leichte Gartengerät über den durchweichten, rutschigen Untergrund zu schieben. Und auch der Mäher hatte seine liebe Mühe mit dem langen, nassen Gras. Andauernd blieb er stecken und lief immer nur dann weiter, wenn ich das Messer von dem daran verklumpten Rasenschnitt befreite. So ging es nur schleppend voran, aber was ich angefangen hatte, wollte ich auch zu Ende bringen.

Natürlich musste wegen des üppig gewachsenen Rasens der Auffangkorb, den ich jedes Mal bis in die hinterletzte Ecke des Grundstücks zu schleppen hatte, deutlich öfter als sonst geleert werden. Meine Laune sank zunehmend. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, wie viel Arbeit meine Eltern in ihren Garten gesteckt haben mussten, den ich während meiner Kindheit und Jugend immer wie selbstverständlich genutzt, aber bei dessen Pflege nie mitgeholfen hatte. Sie hatten es zwar nie von mir verlangt, aber ich nahm mir vor, das beim nächsten Telefonat mit ihnen dankend zu erwähnen.

 

Nach einer Weile wurde es trotz der körperlichen Anstrengungen ungemütlich kühl. Die Jeans, vom ständigen Entlangstreifen an regennassen Büschen feuchtkalt geworden, haftete eng an meinen Schenkeln und ziepte bei jedem Schritt an der Haut. Hinzu kam, dass sich nun meine Blase meldete, was mich aber nicht wunderte. Zuletzt gepinkelt hatte ich während der Mittagspause und jetzt war es bereits fast fünf Uhr. Zu allem Überfluss hatte ich mir vorhin auch noch den riesigen Pott Kaffee hinuntergestürzt.

Na, los!, motivierte ich mich. Die Hälfte hast du doch schon. Zum Klo zu gehen, kam nicht in Frage, da mir das Einhalten weniger unangenehm war, als mich aus der engen, klammen Jeans zu pellen und mich nach dem Pinkeln erneut hineinwinden zu müssen. Mit den schlammbeschmierten Schuhen wollte ich auch nicht durchs Haus laufen. Allein der Gedanke, anschließend wieder in diese durchweichten, kalten Dinger zu schlüpfen, schauderte mich.

 

Da ich stetig in Bewegung war, ließ sich der Druck ganz gut aushalten, obwohl er immer stärker wurde. Meine eisigen Füße schienen den Pinkeldrang noch zusätzlich zu forcieren. Einige Male wurde er richtig heftig, nahm aber auch jedes Mal wieder ab. Daher war ich mir sicher, dass ich es bis zum Schluss noch durchhalten würde, auch wenn meine Blase bis zum Bersten voll war. Doch als ich den Auffangkorb abermals geleert hatte und weitermähen wollte, wäre mir fast ein Malheur passiert. Wie aus dem Nichts durchfuhr mich eine Druckwelle, die im Begriff war, auf der Stelle alle Schleusen zu öffnen. Diese Welle war die heftigste bisher. Reflexartig ging ich in die Knie, krümmte mich nach vorn und presste mir die Hände gegen den Schritt. Ich musste in dieser Position einige Sekunden verharren, wippelte dabei auf und ab, bis der Druck endlich nachließ. Ansonsten hätte ich mich unweigerlich eingepinkelt. Als ich mich wieder aufrichtete und meine Finger an den Griff des Rasenmähers legte, spürte ich, wie es in meinem Schoß etwas warm wurde. Ein winziger Schwall Urin war mir wohl doch abgegangen und breitete sich nun im Steg meines Slips aus. So peinlich mir das in diesem Moment auch war, musste ich mir gegenüber aber zugeben, dass es sich sehr angenehm anfühlte. Die nasse Stelle war zum Glück recht klein und kaum erkennbar. Ich hoffte viel mehr, dass mich aus der Nachbarschaft keiner in meiner offensichtlichen Pinkelnot beobachtet hatte. Als wäre nichts gewesen, nahm ich die letzten zwei Bahnen der Rasenfläche in Angriff.

 

Zu allem Überfluss begann es wieder zu regnen, eine Stunde früher als angekündigt. Aber egal, die paar Meter wollte ich auf jeden Fall noch schaffen. Auf der halben Strecke in Richtung der Terrasse wurde ich erneut wegen einer plötzlichen Druckwelle zum Anhalten gezwungen. Sie war genau so heftig wie die Vorherige, schien allerdings nicht enden zu wollen. So stand ich also mit überkreuzten Beinen mitten im Regen, der an Intensität deutlich zunahm. Allmählich durchdrang die Nässe meine Kleidung bis auf die Haut.

Ich begann zu frösteln und sah mich vor meinem geistigen Auge bereits im warmen Badezimmer auf der Toilette sitzen. Wie absurd mir diese Situation vorkam: literweise mit Wasser übergossen zu werden, dabei aber unter Höllenqualen das eigene Pipi zurückzuhalten. Doch ich hoffte nach wie vor darauf, dass die Welle enormen Blasendrucks ein letztes Mal abebben und ich die wenigen Meter noch schaffen würde.

Unruhig zappelte ich auf und ab, presste mit einer Hand und aller Kraft gegen meinen Schritt, was den Druck allerdings nicht minderte. Ich musste einfach nur noch wahnsinnig dringend pinkeln, so dringend, wie ich es nie zuvor erlebt hatte. Ohne dass ich etwas dagegen unternehmen konnte, drangen bereits vereinzelte Pipitropfen aus mir heraus. Ich befürchtete, der Flut in meiner Blase nicht mehr lange standhalten zu können.

Um jetzt noch zur Toilette zu rennen, war es zu spät. Ich hätte es bestimmt nicht einmal bis zur Terrasse geschafft, ohne mich komplett einzupinkeln. Langsam machte sich ein unangenehmes Gefühl von Hilflosigkeit in mir breit, sodass mir Tränen in die Augen stiegen. Was sollte ich nur tun?

 

Als ich bemerkte, wie das kalte Regenwasser von meinem Rücken den Bund der Jeans durchdrang und begann, mir in dünnen Bahnen über den Hintern zu rinnen, wandelte sich meine Verzweiflung in Trotz. Ach wisst ihr was? Ihr könnt mich alle mal, bockte ich im Geiste herum. Ich piss mir in die Hose, ist mir doch egal!

Ich hatte mich damit abgefunden, mich meinem Schicksal zu fügen und mir in die Hose zu machen. Bereits als ich meine eng zusammengepressten Schenkel voneinander löste, ergoss sich sofort ein warmer Schwall des aufgestauten Urins in meinen Slip, obwohl ich immer noch versuchte, einzuhalten. Es lief von ganz allein - unaufhaltsam. Als ich schließlich leicht nach vorn gegen den Griff des Rasenmähers gebeugt dastand und an mir heruntersah, entspannte ich meinen Beckenboden bewusst und spürte, wie das Rinnsal augenblicklich zu einem satten, heißen Strahl wurde. Es fühlte sich wahnsinnig gut an, wie es aus mir herausschoss. Ein Wohlgefühl aus Erleichterung und Wärme, die sich sprudelnd zwischen meinen Beinen ausbreitete und in Strömen an ihnen hinablief. Was für eine Wohltat! Sogar meine Füße bekamen etwas von der wärmenden Flüssigkeit ab. Mir war es egal, ob mich jemand dabei sah. Dass ich mir gerade in die Hose machte, war wegen des Regens vermutlich ohnehin nicht zu erkennen. Viel mehr hätte sich die Frage gestellt, weshalb ich bei dem Sauwetter mitten im Garten regungslos am Rasenmäher stehe.

 

Intuitiv, noch während der Rest aus mir heraus lief, startete ich den Mäher, um endlich mit der Gartenarbeit fertig zu werden und freute mich darauf, mich im Anschluss unter der heißen Dusche wieder vollständig aufzuwärmen.

 

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Erscheinungsdatum 29.09.2016
Autor Ina Storm
Verlag Edition Aurum
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