Nach der Party (Erlebnisbericht)

Nach der Party

Magenta König

Sie muss nötig pinkeln, er lässt sie nicht zur Toilette, berührt sie überall, bis sie es nicht mehr halten kann – in jeder Hinsicht. Eine völlig neue Erfahrung für sie.

Story

Nach der Party

Magenta König

 

Samstagabend, Geburtstagsparty eines Freundes. Bereits den gesamten Abend fühle ich mich beobachtet. Ich stehe ein wenig abseits, ein Glas Wein in der Hand und schaue mich unauffällig um. Er sieht nicht schlecht aus. Interessant. Ein ganzes Stück größer als ich, mit leuchtend blauen Augen. Unsere Blicke treffen sich – nicht zum ersten Mal. Doch wieder wende ich mich ab, halte dem Kontakt nicht stand. Langsam gebe ich auf. Es ist ein Spiel, das ich nicht gewinne, nicht heute Abend, nicht mit diesem Typ.

Ich sehe auf die Uhr und beschließe, zu gehen. Nach diversen Verabschiedungen von Wangenküsschen und dem Versprechen, in Kürze miteinander zu telefonieren, begleitet, schnappe ich mir meine Jacke und verlasse die Wohnung.

 

Drei Treppen hinunter, den Schal noch einmal um den Hals geschlungen, es ist schließlich Herbst, knallt die Haustür hinter mir ins Schloss und vor mir steht er, der Gutaussehende von der Party.

Ich bleibe abrupt stehen und schaue ihn an – da war wohl jemand schneller als ich. Er lächelt; diesmal weiche ich dem Blick nicht aus, obwohl ich spüre, dass meine Ohren rot werden.

„Darf ich dich ein Stück begleiten?“ Es ist Wahnsinn, ich sollte mir besser ein Taxi rufen, ich kenne ihn ja nicht. Andererseits hatte ich insgeheim darauf gehofft … Ach, was soll’s, das nenne ich eine Gelegenheit.

Ich nicke, lächle ebenfalls und wir setzen uns in Bewegung.

 

Noch bevor wir das Ende der Straße erreicht haben, legt er wie selbstverständlich einen Arm um meine Schultern.

Wir schweigen beide, genießen die Nacht. In meiner Nase kitzelt der Duft seines Rasierwassers. Seine Nähe erregt mich. Ab und zu drehe ich den Kopf und sehe ihn an, was er lächelnd erwidert. In meinem Blut spüre ich ihn den Wein nicht mehr, dafür macht er sich nun an anderer Stelle bemerkbar – der Druck auf meiner Blase nimmt zu.

Oh nein, bitte nicht jetzt. Bis zu meiner Wohnung ist es noch eine Weile zu gehen.

 

Ich bemerke die aufkommende Not immer deutlicher, fühle sie bei jedem Schritt und würde gern langsamer werden. Andererseits lasse ich es mir nicht anmerken, versuche, den Drang zu ignorieren, spanne alle Muskeln an. Doch es hilft nichts. Ich kann mich nur noch schwer konzentrieren, werde unruhig. Inzwischen möchte ich rennen, nur nach Hause, ins Bad.

Wir sind fast da. Ich presse die Schenkel so unauffällig wie möglich zusammen, glaube aber bald nicht mehr, dass mein Problem unerkannt bleibt. Verstohlen schaue ich zu ihm. Vielleicht habe ich Glück und er deutet meine Nervosität falsch … Warum muss ausgerechnet mir so etwas passieren?

 

Endlich stehen wir vor meinem Wohnhaus. Und jetzt? Küssen oder ihn mitnehmen? Mir fehlt die Zeit zum Überlegen – rasch ziehe ich ihn hinter mir her durch die Pforte. Die rechte Hand sucht hektisch in der Jackentasche nach dem Schlüssel.

Ich schließe mit zitternden Fingern auf, wir sind im Flur. Er blickt mich vielsagend an, während ich schnell die Jacke und den Schal ausziehe.

„Zuerst müsste ich kurz ins Bad!“ Ich bin ein wenig verlegen.

„Nein, warte …“ Er steht vor mir, legt einfach seine Arme um mich.

„So gefällst du mir viel besser …“

 

Ich habe das Gefühl, es keine Sekunde mehr halten zu können. Gern würde ich mich von ihm losmachen und zum Klo rennen, obwohl er mich unheimlich anmacht. Ich bin wirklich heiß auf diesen Mann. Aber was meint er damit, dass ich ihm so gefalle?

Er umarmt mich enger, eine Hand auf meinem Rücken, die Zweite auf dem Po. Sein Gesicht ist nah vor meinem, er zwinkert spitzbübisch. Sofort darauf küsst er mich. Unsere Lippen berühren sich sanft, erst vorsichtig, dann fordernder. Ich fühle seine Zunge in meinem Mund, lasse mich fallen, kann und will mich nicht von ihm lösen.

Seine Finger streicheln mein Hinterteil, gleiten nach unten, während die andere Hand mich weiter hält und fest an ihn drückt. Durch den Stoff der Jeans spüre ich seine Erektion.

 

Meine Blase möchte aufgeben; ich weiß, was gleich geschieht und kann nichts dagegen tun. Ich halte es einfach nicht mehr aus, muss nachgeben, entspannen. Es wird warm und nass zwischen meinen Schenkeln, läuft mir an den Innenseiten der Beine herunter. Die enge schwarze Hose nimmt nicht viel von der Feuchtigkeit auf.

Die Situation ist mir sehr peinlich, so etwas ist mir noch nie passiert. Andererseits genieße ich die Entkrampfung und das Loslassen – endlich. Aber was nun?

Er hat es natürlich registriert, doch statt mich loszulassen, schiebt er seine Hand vor das Delta meiner Schenkel, will den goldenen Strom fühlen. Zuerst mag ich es nicht zulassen, bin erstaunt, kann nicht glauben, was er dort tut. Er berührt mich durch den nassen Stoff der Hose; ich stöhne leise auf.

 

Der Druck hat nachgelassen, die sprudelnde Quelle versiegt. Während er mein Gesicht küsst, Augen, Wangen und den Hals hinunter, öffnet er den Reißverschluss. Danach geht vor mir in die Hocke.

Nachdem er mich von der Hose befreit hat, streicht er zärtlich über meine feuchten Oberschenkel. Sein Atem an meinem Bauch, warm, kitzelnd, er küsst und leckt und wandert langsam tiefer. Als seine Zungenspitze meine empfindlichste Stelle findet, ist es wie ein Stromschlag.

Die Knie werden weich, ich lehne mich an die Wand hinter mir. Er macht dennoch weiter, liebkost mich. Lippen und Zunge spielen mit mir. Ich atme schnell, mir wird heiß, eine unerträgliche Spannung baut sich auf. Ich bitte ihn, nicht aufzuhören, flehe ihn fast an … Ich keuche atemlos, mein gesamter Körper zittert, ohne mich abzustützen, könnte ich mich nicht auf den Beinen halten.

Nicht lange und eine Woge der Erleichterung überflutet mich, der Orgasmus trägt mich fort … Erst nach einer kurzen Weile bin ich wieder auf dieser Welt. Er hockt noch immer vor mir, sein Gesicht an meinen Bauch gelehnt.

 

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Erscheinungsdatum 23.10.2001
Autor Magenta König
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