Nordic Walking – Poop-Desperation an der Nordsee (Kurzgeschichte)

Nordic Walking
Poop-Desperation an der Nordsee

Von Rebecca Valentin

Kurzgeschichte, erschienen am 08.07.2021

Bloß nicht stehenbleiben, Leute, bitte immer weiter laufen, flehte Lisa die Teilnehmer der Nordic-Walking-Gruppe im Geiste an, zu der sie seit Neuestem dazugehörte. Sie keuchte und schwitzte und bei jedem Schritt, den sie mit krampfhaft angespannten Pobacken tat, hatte sie das bange Gefühl, in Kürze die Kontrolle über ihren Unterleib zu verlieren.

Die letzten Male, an denen sie am gemeinsamen Lauf teilgenommen hatte, waren von Freude und Spaß geprägt, anders als an diesem Mittwoch. Lisa musste furchtbar nötig zur Toilette; das große Geschäft drängte unerträglich in ihrem Darm und ließ ihr keine Ruhe. Mit jedem Meter, den sie vorankam, wurde ihr bewusster, dass sie niemals zuvor derart heftig hatte ka**en müssen. Es war nur noch in der Bewegung auszuhalten – bei einem unerwarteten Stopp würde sie sich höchstwahrscheinlich ohne jede Verzögerung in die Hose machen, wie sie zitternd vorauszuahnen glaubte. Zu allem Überfluss meldete sich parallel dazu ihre Blase mit dem Wunsch nach Entleerung, allerdings war jenes Bedürfnis das weitaus kleinere Problem.

 

Nordic-Walking-Gruppe an der Nordsee

Ungünstigerweise trug die hübsche Blondine ausgerechnet an diesem Tag eine sehr kurze, helle Sommerhose. Diese liebte sie über alles, doch jetzt verfluchte sie den folgenreichen Moment, in dem sie sich vor dem Spiegelschrank stehend für dieses Kleidungsstück entschieden hatte. Ich Idiot, beschimpfte sie sich in Gedanken selbst, bloß weil sonniges Wetter angekündigt war, musste ich es mal wieder übertreiben und mir meine knappsten Shorts anziehen. In der schwarzen Sporthose, die sie bei körperlichen Aktivitäten gewöhnlicherweise trug, hätte sie sich in dieser heiklen Situation, falls es wirklich zu einem Malheur käme, sicher um einiges wohler gefühlt.

 

Die Umgebung war herrlich schön. Hinter der niedrigen grünen Hecke konnte man das Meer und den weißen Strand der Nordsee sehen, gleichwohl hatte Lisa für jenen malerischen Anblick kein Auge übrig. Das Zwicken der Blase und die äußerst fiese Poop-Desperation machte ihr das Leben schwer und raubten ihr nicht nur den Atem, sondern auch jeglichen Sinn für das Betrachten der Landschaft. Selbst die typisch maritimen Geräusche spielten für die junge Frau keine Rolle, so nahm sie weder die kreischenden Möwen über sich, noch das gleichmäßige Rauschen der Wellen zu ihrer Seite wahr.

Steifbeinig und vollkommen auf sich, ihre Blase und den übervollen Darm konzentriert, schritt Lisa tapfer voran. Sie schob während des Gehens die Oberschenkel eng voreinander und umfasste die Griffe der Stöcke fester, als es von Nöten gewesen wäre – es war ein verzweifelter Versuch, sich an etwas zu klammern, um die Kraft durchgehend dorthin zu lenken, wo sie sie am dringendsten brauchte. Jeder Muskel ihres Unterleibs war aufs Äußerste angespannt und dennoch konnte sie nicht verhindern, dass bereits ein Teil ihres Darminhalts durch den Anus nach außen rutschen wollte.

 

Oh, nein, schrie sie innerlich auf und presste reflexartig das Poloch noch kräftiger zu, als es ohnehin schon der Fall war. Über die drohende Verselbständigung ihres Körpers hochgradig erschrocken, war sie es nun selbst, die abrupt und ohne zu überlegen, auf dem Weg anhielt.

Mit Tränen in den Augen überkreuzte sie augenblicklich die Beine, nahm beide Stöcke in die linke Hand und klemmte sich die rechte in höchster Not zwischen die Schenkel. Der Stoff ihrer beigefarben-weiß gestreiften Shorts fühlte sich warm und glücklicherweise trocken an, doch wie lange würde die attraktive Blonde diesen Zustand noch aufrechterhalten können?

 

Lisas unangekündigter Halt entging den Angehörigen der Sportgruppe ebenso wenig, wie die Tatsache, dass sich ihr neuestes Mitglied ganz offensichtlich in Nöten befand.

»Musst du zum Klo?«, fragte eine der Damen daher – eine Erkundigung, die die übrigen Teilnehmer zu Recht als überflüssig erachteten.

»Das sieht man doch«, reagierte deshalb einer der Herren auf Lisas verkrampfte Gestik und Körperhaltung, der sich gleich darauf an den hübschen Neuzugang der Walking-Gemeinschaft wandte:

»Mensch Mädel, was machen wir denn da? Hier gibt es leider nirgendwo ein WC-Häuschen. Zumindest habe ich keines gesehen.« Er drehte sich zu dem Rest der Gruppe herum und schaute nacheinander in die Gesichter seiner sportlichen Mitstreiter. »Oder habt Ihr etwas in der Art entdeckt?« Es erfolgte allgemeines Kopfschütteln und vereinzelte Äußerungen des Mitleids, die sich an die verzagte Lisa richteten. Diese versuchte gequält ein Lächeln zustandezubringen, was jedoch nur halb gelang und presste die Muskulatur ihres Unterleibs weiterhin dermaßen kraftvoll zusammen, dass es beinahe schmerzte.

Nur nichts rauskommen lassen, es muss alles schön drin bleiben, beschwor sie sich in höchster Verzweiflung und bedauerte weitaus stärker als alle Anwesenden, dass sich an jenem Abschnitt der Strandpromenade keinerlei Toiletten befanden. Nicht einmal ein halbwegs brauchbares Gebüsch war weit und breit zu erblicken und die Hecke, die seitlich des gepflasterten Gehwegs lag, war eindeutig zu niedrig, um sich dahinter zu verbergen.

 

Wenn es doch nur das Pullern wäre, würde es vielleicht sogar gehen … Diese Überlegung zu Ende zu führen, war jedoch mehr als müßig, denn sie erkannte überdeutlich, dass es längst zu dringend war, um die Arten der Ausscheidungen noch voneinander zu trennen. Dann kann ich das getrost vergessen, vor diesen fast fremden Leuten werde ich bestimmt nicht hinter die winzige Heckenreihe ka**en, beschloss Lisa schwitzend und sich der absoluten Grenze ihrer Selbstbeherrschung nähernd.

Noch überwog die Selbstachtung und sie war bemüht, sich den letzten Rest ihrer Würde zu bewahren, allerdings war dies ein Unterfangen, dem ihr protestierender Darm mit seiner braun-duftenden Füllung bald ein Ende setzte. Er entließ einige hörbare Pupse, die die junge Frau beim besten Willen nicht in der Lage war, zu unterdrücken.

Peinlich berührt blickte sie zu Boden, insbesondere, da diese unangenehm rochen und der auflandige Wind der Nordsee sie direkt in die wartende Gruppe hinein blies. Gleichzeitig wurde der mächtige Inhalt ihres Enddarms weiter nach vorn geschoben und die Spitze der ersten Wurst rutschte ganz von allein in den ringförmigen Schließmuskel hinein. Lisa spürte sie warm und dick in ihrem Anus stecken, der in seinem Umfang gedehnt wurde, ohne, dass sie es selbst beeinflusste.

 

»Weiter, bitte schnell …«, brach es in aufkommender Panik aus ihr heraus, bevor sie die Stöcke erneut auf ihre zwei Hände verteilte und den Vorschlag halbwegs gefasst wiederholte:

»Ich finde, wir sollten weitergehen, bitte«, ergänzte die bildhübsche Blondine deshalb rasch und mit belegter Stimme, in der Hoffnung, ihre Pinkel- und Ka**not auf diese Weise wieder einigermaßen unter Kontrolle zu bringen. Allerdings ging dieser Plan nicht auf, da die Gemeinschaft des Nordic Walking noch immer mitfühlend zu ihr herübersah und sich allem Anschein nach den Kopf über eine Klo-Lösung für ihren Neuling zerbrach.

Das Nachdenken und die Besprechung der Vorschläge in der Gruppe kostete Zeit, die Lisa nicht hatte. Jede Faser ihres Körpers verlangte nach einem WC oder zumindest danach, etwas zu unternehmen, was das anstrengende und nahezu aussichtslose Hinauszögern erträglicher machte. Dieses war zu ihrem großen Leidwesen jedoch nicht in Sicht. Inzwischen tänzelte die junge Läuferin nervös auf der Stelle, wobei sie sich die Hände nur zu gern zwischen die Oberschenkel geklemmt hätte.

 

Wenig später war es so weit – sie konnte es nicht länger halten und ließ die zwei Walking-Stöcke achtlos zu Boden fallen. Um das Unvermeidbare in letzter Sekunde doch noch abzuwenden, zwängte sie sich beide Hände stöhnend an den Po, jedoch leider ohne Erfolg. Die länglichen, weichen Brocken schoben sich immer kräftiger dem Darmausgang entgegen und die Spitze der ersten Wurst glitt nun komplett aus ihrem Poloch heraus. Ihr folgte der Rest des braunen Strangs – so sehr Lisa sich anstrengte und panisch schwitzend versuchte, dagegenzuhalten, war es ihr doch nicht möglich, es zu verhindern.

Hilfe, nein, ich ka** mir in die Hose, ich kann nichts tun, erkannte sie in ihrer absoluten Not und spürte, wie sich eine Wurst nach der anderen ihren Weg hinaus bahnte und einen stattlichen Haufen in ihrer Unterwäsche bildete.

Sie steckte so tief in der Klemme und fühlte sich dermaßen hilflos, dass sie im selben Moment, in dem ihr diese Tatsache bewusst wurde, zu weinen begann.

 

Die umstehenden Teilnehmer schauten allesamt zu ihr herüber – mittlerweile war ihr blamables Missgeschick nicht nur zu riechen, sondern durch den Urin, der gleichzeitig zu fließen begonnen hatte, auch optisch klar erkennbar. Lisa pinkelte sich wie ein Schulmädchen in die Hose, während sie sich im selben Moment den Slip bis obenhin vollka**te.

Schluchzend, das Gesicht vor Verlegenheit hinter den Händen verborgen, stand sie vor der Nordic-Walking-Gruppe, in der sie sich, wenn es nach ihr ginge, niemals wieder blicken lassen konnte. Sie war bis auf die Knochen blamiert – nie zuvor in ihrem Leben war die junge Frau so bloßgestellt worden und einer derart schlimmen Situation ganz und gar machtlos ausgeliefert gewesen.

 

Die Spuren der Niederlage liefen ihr glänzend an den nackten Beinen hinunter, bis in die leichten Laufschuhe hinein. Gelbe Rinnsale vermischten sich mit der braunen Färbung des mächtigen Haufens in ihrem Höschen. In unübersehbar langgezogenen und breiten Streifen strömte ihr die flüssige und prägnant duftende Nässe an den Innenseiten der Ober- und Unterschenkel entlang, suchte sich Einlass in die Sportschuhe und verfärbte auch diese auf eine unschön riechende Weise. Es lief und lief, längst war der gesamte, weich-braune Inhalt des Darms in ihrem Slip gelandet und sie pieselte sich weiterhin das vollgeschi**ene Höschen klatschnass. Eine feuchte Hitze breitete sich in ihrem Schoß aus, die sie sich so intensiv nicht hätte vorstellen können und wollen.

Lisa konnte nicht aufhören, vor Scham zu weinen. Einmal wagte sie es, zwischen den vorgehaltenen Händen hindurch zu spähen, doch in die betretenen Gesichter ringsum zu schauen, machte es keineswegs besser. Die Mitglieder der kleinen Gruppe schwiegen betroffen; insbesondere die Herren blickten ratlos zu der großen Lache an den Füßen ihres Rookies hinunter und wussten nicht, was sie zum Trost hätten sagen können.

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit, die in der Realität jedoch nur eine Minute andauerte, fasste sich eine der Frauen ein Herz und trat auf die Neue in der Gemeinschaft zu, um sie behutsam in den Arm zu nehmen.

»Es tut mir sehr leid für dich«, sprach sie ihr in aufrichtiger Weise ihr Mitgefühl aus, was die Blondine dankbar annahm.

Die Tränen liefen noch immer an ihren Wangen hinunter, und sie spürte, dass es an der Zeit wäre, sich zu schnäuzen. In Ermangelung eines Taschentuchs nutzte sie den unteren Bund ihres T-Shirts, um sich die tropfende Nase abzuwischen. Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an, dachte sie verdrossen und bemerkte, dass sich bereits wieder der Anflug eines Lächelns auf ihre Lippen stahl.

 

Nachdem eine der Damen den Anfang gemacht hatte, kamen weitere Personen der Sportgruppe auf Lisa zu, um ihr allgemeines Verständnis zu signalisieren und ihr besonderen Mut zuzusprechen. Einer der Männer bot sogar an, sie zu ihrem Auto zu begleiten und ihr, soweit es möglich wäre, diskreten Sichtschutz zu gewähren.

Nur zu gern nahm die junge Frau das Angebot an, denn nicht nur ihre extrem kurzgeschnittenen Shorts waren pitschnass und von den braunen Spuren des Einka**ens über und über verschmiert, sondern auch die Innenseiten ihren langen, schlanken Beine hatten einiges abbekommen.

Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihres gerade erst kennengelernten Nordic-Walking-Teams berührte sie tief im Herzen. Wer weiß, vielleicht würde sie nun, da es ihr ein wenig besser ging, ihre Meinung noch ändern, und sich doch trauen, an der nächsten Laufveranstaltung mit diesen einfühlsamen Menschen teilzunehmen.

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