Spieglein, Spieglein an der Wand – Nass im Spiegelbild (Kurzgeschichte)

Spieglein, Spieglein an der Wand
Nass im Spiegelbild

Von Magenta König

Kurzgeschichte, erschienen am 09.07.2020

Bereits seit Stunden signalisierte ihr ihre Blase, dass sie eine Toilette aufsuchen sollte, doch was für andere Menschen nervig oder vielleicht sogar quälend sein mochte, war für Aljona der pure Genuss. Das pralle Gefühl, das sich mit der Zeit in ihrem Unterleib einstellte, gehörte zum Vorspiel. Also trank sie bewusst und in kleinen, schnellen Schlucken noch einen letzten Becher des süßen Cappuccinos, bevor sie ihr Notebook zuklappte, dieses in der Tasche verstaute und sich auf den Heimweg machte. Endlich Feierabend.

 

Langsam schlenderte sie in Richtung ihrer Wohnung, spürte bei jedem Schritt den angenehmen Druck. Dabei nahm sie nicht den kürzesten Weg, der an einer vielbefahrenen Straße entlangführte, sondern entschied sich lieber für die malerischen Nebenwege, an Einfamilienhäusern mit blühenden Gärten vorbei.

Wenn sie es darauf anlegte, würde sie es noch eine ganze Weile aushalten, das wusste sie; im Hinblick auf ihren Schließmuskel war sie in hervorragendem Training. Somit konnte sie sich Zeit lassen.

Während sie jedoch absichtlich versuchte, ihre Ungeduld zu bremsen, eilte ihr Geist bereits ins heimische Schlafzimmer. Ihre Fantasie spielte ihr schon den gesamten Tag Streiche, hielt sie vom konzentrierten Arbeiten ab. Heute war einer jener Tage, an denen sie über die Maßen erregt war und es sich am liebsten schon in der Mittagspause selbst gemacht hätte. Das wäre allerdings zu schnell gegangen. Lieber wollte sie es auskosten. So viel Druck, so viel goldenes Nass, so viel Geilheit wie möglich. Sie war nun einmal ein Hedonist.

 

Als sie die Tür zu ihrem Teil einer liebevoll renovierten Doppelhaushälfte aus den siebziger Jahren öffnete, war auch das letzte Getränk in ihrer Blase angekommen. Hitze wallte in ihr auf, als ein heftiger Schub des Pinkeldrangs sie überkam. Kurz krümmte Aljona sich zusammen, presste die Finger in ihre Mitte und spürte die warme Feuchtigkeit durch den Stoff ihrer leichten Sommerhose. Die Erregung, mit der sie seit einigen Stunden spielte, sorgte für eine Menge davon in ihrem Schritt.

Ihre Klit war aufgerichtet, rieb sich in der wunderbar glitschigen Nässe und die junge Frau konnte nicht anders, als sich schon im Hausflur die Hand für einen Moment ins Höschen zu schieben und sich ganz pur zu berühren. Sie seufzte leise. Als sie ihre Finger hervorzog, dufteten sie nach ihr. Sie lächelte. Dann allerdings beeilte sie sich, Schuhe und Jacke loszuwerden, um in ihr bevorzugtes Refugium zu eilen – das Schlafzimmer. Neben der Neigung zum goldenen Nass gab es nämlich noch eine weitere Sache, die sie unfassbar antörnte: Spiegel. Aljona liebte es, sich zu betrachten, besonders dann, wenn es sexy wurde … und so desperat, wie sie derzeit war, würde es gleich ein wunderschönes Schauspiel geben.

Für einen Moment erwägte sie, die Kleidung zu wechseln, doch dann entschloss sie sich, speziell diese helle Baumwollhose zu durchnässen, in der sie bereits im Büro gewesen war. Genau genommen war sie so neu, dass Aljona noch nie hineingepinkelt hatte – diese Einweihung wurde also ebenso dringend nötig, wie sie sich an diesem Tag nass im Spiegelbild sehen wollte.

 

Glücklich und vorfreudig erregt eilte sie auf bloßen Füßen ins Schlafzimmer, das von ihrem Mann exakt nach ihren Vorstellungen eingerichtet worden war. Die Wände wurden von großen Spiegeln eingenommen; der Kleiderschrank besaß selbstverständlich ebenfalls eine verspiegelte Front. Auf ihr Betteln hin hatte Gabriel es sogar möglich gemacht, eine etwas kleinere Version an der Decke über ihrem Ehebett zu montieren. Anfangs befand er ihre Macke, wie er es nannte, für ein wenig gruselig und auch ein wenig sehr pornomäßig, doch inzwischen hatte er sich daran gewöhnt. Die meiste Zeit ignorierte er die vielen Bilder von sich selbst, außer natürlich beim Sex. Da hatte selbst Gabriel die Vorteile darin erkannt, sich in den erotischsten Momenten wirklich aus jedem Winkel beobachten zu können.

 

Mitten im Raum blieb Aljona stehen. Ein Blick auf die Uhr hatte ihr längst verraten, dass auch ihr Partner bald Feierabend haben und nach Hause kommen würde. Obwohl sie ihre Ungeduld kaum noch zügeln konnte, nahm sie voller Vorfreude den wasserdichten Nässeschutz aus dem Schrank und deponierte ihn auf ihrem Bett, das sie im kurzen Prozess von Kissen und Decken befreit hatte.

Erneut krümmte sie sich, als ihr Unterleib gegen die Mengen der Flüssigkeit protestierte, die darauf drängten, endlich hinaus zu dürfen. Einen Moment hielt sie inne. Es war nun wirklich ziemlich dringend und der Umstand, dass sie es im Schutz ihrer eigenen vier Wände eigentlich jederzeit laufen lassen konnte, sorgte dafür, dass es noch viel schwerer wurde, bewusst einzuhalten. Sie konzentrierte sich, holte dann zusätzlich zwei große Badelaken hervor. Erst, als sie dies erledigt hatte, wandte sie sich ihrem Spiegelbild zu. Spieglein, Spieglein an der Wand – nicht nur im Märchen, sondern auch in ihrem Schlafzimmer war sie eindeutig die Königin.

 

Sie lächelte zufrieden. Die Hose betonte ihre langen Beine und den runden Po; die kurzgeschnittene Bluse bildete ein wunderbares Dekolleté und ließ den Blick frei auf ihren Schoß, den sie nun jeden Moment mit ihrer intimen Nässe durchtränken würde. Gleichzeitig sorgte die Spiegelung dafür, dass sie ebenso ihre Rückansicht bewundern konnte. So angeheizt, wie sie seit vielen Stunden auch war, so kickte dieser Augenblick, kurz bevor sie losließ, sie noch einmal extrem.

Wieder wanderten Aljonas Finger in ihre Hose und rieben durch den weichen Stoff des Slips ihre geschwollene Mitte. Zu diesem Zeitpunkt hätte es nicht viel gebraucht, bis sie hätte kommen können, deshalb hörte sie schnell auf. Sie fokussierte sich auf das Gefühl in ihrer Blase, den Druck, den sie schon so weit erhöht hatte. Ihre Augen klebten an ihrem Spiegelbild, während sie das erste Mal bewusst entspannte und die Schleusen öffnete.

 

Einige Sekunden passierte nichts. Die Anspannung musste sich lösen, ihr Körper realisieren, dass sie nun beim eigentlichen Spiel angekommen war. Kitzelnd machten sich die Tropfen auf ihren Weg. Sie konnte exakt spüren, wie es begann und die erste Nässe sich den Weg in ihr Höschen bahnte – sogleich folgte ein größerer Schwall, der sich durch die Baumwolle fraß und nun auch ihre Hose benetzte.

Stöhnend hielt sie erneut ein. Aljona sah zu, wie der nasse Fleck sich in ihrem Schritt ausbreitete, schaute an sich hinab, wechselte dann zurück zum Spiegelbild. Am Po konnte sie noch nichts entdecken, doch der Urin zog sich in zwei waagerechten Streifen zu ihren Oberschenkeln. Eben war es leicht gewesen, den Fluss zu stoppen, doch sobald sie wieder loslassen würde, könnte sie kaum noch einhalten, das stand fest. Eine Gänsehaut überlief ihren Körper. Sie genoss diese Gefühle über alle Maßen.

 

Gerade, als sie ihrem Schließmuskel zum zweiten Mal gestattete, aufzugeben, betrat Gabriel das Schlafzimmer. Aljona war so beschäftigt gewesen, dass sie die Tür nicht gehört hatte. Fast hätte sie den besten Zeitpunkt verpasst, doch augenblicklich konzentrierte sie sich wieder auf ihr eigenes Bild und sah zu, wie im Moment des wohligen Loslassens der Urin aus ihrem Körper schoss. Heiß und nass sprudelte es aus ihrer Quelle. Sie spürte, wie es sich für eine Millisekunde in ihrem Slip staute, dann die duftende Flut sich in den Stoff sog und erst Höschen, danach die Sommerhose durchtränkte.

 

Die Baumwolle wurde dunkel, gelb-feuchte Bahnen ergossen sich über ihre Schenkel und liefen in einem plätschernden Bach zwischen ihren leicht gespreizten Beinen auf das Laminat. Gabriels Protest, dass sie bei diesen Experimenten ein Handtuch unterlegen sollte, würde sie, wie so oft, später wegküssen.

Ihren Po bedeckte ein ebenso nasser Fleck, in mehrfacher Spiegelung sah die junge Frau zu, wie sie sich voller Genuss einsaute. Unter ihren Fußsohlen sammelte sich eine Pfütze und die Tröpfchen des herabfallenden Urins sprenkelten den Bereich um sie herum.

Sie steigerte den Druck, presste ihr lange eingehaltenes goldenes Nass nun absichtlich aus sich heraus. Es war ein so befreiendes und gleichzeitig geiles Gefühl, dass sie vor Glück auflachte. Erst, als ihre Blase endgültig geleert war, begann Aljona, sich zu streicheln und die wohlriechende Nässe auch mit ihren Händen zu erkunden.

 

Die Augen ihres Mannes begleiteten sie dabei. Gabriel war schweigend stehen geblieben, kannte er doch ihre Freude an dieser Art Vorspiel. Er selbst konnte zwar aus dem Goldwasser keine sexuelle Lust ziehen, aus der überschäumenden Erregung seiner Frau allerdings sehr.

Aljona grinste ihn an, als ihre Finger über ihren Körper wanderten, nun auch ihre Brust massierten und dort nasse Spuren hinterließen. Im Spiegel trafen sich ihre Blicke und sie schaute zu, wie er sich aus Schuhen und Hemd befreite. Mit einem schelmischen Gesichtsausdruck kletterte sie auf das zuvor präparierte Bett: Jetzt, wo er da war, konnte sie mit Sicherheit noch eine weitere Ladung ihrer favorisierten Flüssigkeit genießen, bevor sie zusammen den Höhepunkt des Tages erreichten – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Gabriel war inzwischen nackt, im Gegensatz zu ihr. Sein bestes Stück hatte sich halb aufgerichtet, doch zuerst wollte er sich zu ihrer gemeinsamen Lust erleichtern.

Einladend und mit geöffneten Beinen hatte Aljona sich vor ihm auf dem Ehebett positioniert, bot sich ihm in der ohnehin völlig durchweichten Kleidung lasziv an. Er ließ sich nicht lange bitten. Sie erkannte in seinem markanten Gesicht den exakten Moment, als auch er losließ, auf sie zielte und ihr sein goldenes Nass schenkte. Ein satter Strahl traf ihren Bauch und Busen, tränkte die Bluse vollends, bevor er sich warm und äußerst erotisch auf den Bereich zwischen ihren Beinen konzentrierte. Der matt-feuchte Stoff sog sich noch einmal voll, bis er glänzte.

In einem heißen Schwall badete Gabriel seine Geliebte, die nun in einem See lag, der sich unter ihrem gemeinsamen Gewicht in der Mitte des Bettes sammelte. Sie stöhnte auf.

 

Als Gabriel fertig war, hatte sich sein Schwanz zu seiner vollen Pracht aufgerichtet. Nun wollte er nicht länger warten und Aljona war das mehr als Recht. Auch ihre Geduld war restlos erschöpft, ihre überbordende Erregung hätte jedes Maß gesprengt.

Für eine Sekunde genoss sie den Blick in den Spiegel über sich, sah sich selbst in diesem sexy Bild, bevor ihr Mann ihr die Sicht verstellte, als er über sie kam und sie mit groben Bewegungen aus ihrer Hose schälte. Er wusste genau, dass sie, sofern möglich, sogar noch erregter war als er.

 

Ohne zu zögern, positionierte er seinen prallen Schwanz an ihrem Eingang, ihr linkes Bein steckte nach wie vor im eingepinkelten Stoff ihrer Kleidung. Mit einem schnellen Stoß drang er in sie ein, Aljona spürte merklich, wie sie gedehnt wurde, und dann nur noch die unfassbare Lust, die ihr Mann ihr bereitete.

Sie klammerte sich an ihn, bog sich ihm entgegen, mit bewusst geöffneten Augen beobachtete sie die ruckartigen Bewegungen, während er wieder und wieder tief in sie eindrang. Sie stöhnte laut auf. Warmer Atem streifte ihr Ohr, bevor Gabriel sich ihr zuwandte und sie hungrig küsste. Sie waren ein meisterhaft eingespieltes Team.

 

Es dauerte nicht lange, bis die erregende Hitze, die die junge Frau seit Stunden begleitete, zu einem infernalischen Feuer wurde. Sie zwang ihre Hand zwischen ihre beiden Körper, half mit den Fingern an ihrer Klit nach, um diesen Sex mit einem perfekten Orgasmus zu krönen. Als sie kam, explodierten Sterne in ihrem Kopf, ihre Muskeln krampften, nur um sie dann in eine erlösende Entspannung zu entlassen. Gabriel brauchte ein wenig länger, trieb sie auf diese Weise durch ihren Höhepunkt und verlängerte ihr Vergnügen erheblich.

Als auch ihr Mann den Gipfel erreicht hatte, ließ er sich erschöpft auf sie sinken. Aljonas benetzte Finger fanden seine Locken und spielten mit ihnen, während sie unter seinem Körper die Nachschwingungen ihres Höhepunkts auskostete.

 

Glücklich betrachtete sie ihr gemeinsames Spiegelbild an der Decke und freute sich über ihr großartiges Timing. Besser hätte es heute nicht laufen können. Nun noch ein wenig saubermachen, dann eine heiße Dusche und vielleicht würde es am späteren Abend noch eine zweite Runde geben. In Stimmung dafür war sie nach diesem Tag auf jeden Fall.

VG Wort