Tägliche Begegnung (Kurzgeschichte)

Tägliche Begegnung

Rebecca Valentin

Die Klos in der Schule sind Tatjana zu schmutzig, doch die Busfahrt nach Hause dauert lang. Hagen beobachtet sie auf dem Weg zur Arbeit voller Erregung, traut sich erst am letzten Tag, sie anzusprechen. Ausgerechnet dann drückt ihre Blase besonders stark …

Story

Tägliche Begegnung

Rebecca Valentin

 

Wie an jedem Tag bestieg Tatjana zur Mittagszeit den Bus, der sie vom Gymnasium nach Hause brachte. Genervt vom Warten in der Kälte, der Schaukelei und den unzähligen Stopps an den Haltestellen träumte sie von einem Führerschein und dem eigenen Auto. Nicht mehr lange, ermutigte sie sich tagtäglich, dann fährst du selbst. Dieses Ziel vor Augen, sparte sie seit ihrem achtzehnten Geburtstag eisern auf die ersehnte Fahrerlaubnis; den dazu passenden Kleinwagen, so hoffte sie, würde sie von ihren Eltern geschenkt bekommen. Bis es jedoch so weit war, war sie auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen.

 

Suchend glitten ihre Blicke über die Bankreihen des vollbesetzten Omnibusses. Bitte lass mich einen freien Sitzplatz finden, betete sie in Gedanken, doch dieser Wunsch wurde nicht erhört. So begab sie sich seufzend in den Stehbereich der Fahrzeugmitte und griff nach einer der Haltestangen. Schon wieder stehen, nie krieg ich einen Platz, jammerte sie innerlich, dabei wäre es im Sitzen viel einfacher auszuhalten. Sie trat von einem Bein auf das andere, bemüht, das Drängen ihrer vollen Blase zu ignorieren.

Das Gefühl, nötig pinkeln zu müssen, begleitete sie regelmäßig auf ihren Heimfahrten. Sie hasste die Toiletten in ihrer Schule, vermied es konsequent, sie zu betreten. Die Verunreinigungen, die lärmenden Mitschüler und der Qualm von heimlich gerauchten Zigaretten schreckten sie massiv ab. So blieb ihr keine Wahl, als es zurückzuhalten, bis sie in ihrem Zuhause angekommen war. Da sich dies oft mehr als knapp gestaltete, war es bereits einmal geschehen, dass Tatjana nach dem Aussteigen aus dem Bus die Kontrolle verloren, und sich heiß und heftig in ihre Jeans gepinkelt hatte. Seither dachte sie auf jedem Nachhauseweg beschämt an dieses Missgeschick zurück und hoffte inständig, dass ihr ein solcher Unfall kein zweites Mal passieren würde.

Den Riemen der Büchertasche über der Schulter hängend, überkreuzte sie die Beine und drückte sich die freie Hand möglichst unauffällig zwischen die Schenkel – wenn es doch nur nicht so dringend wäre …

 

Diese Geste blieb nicht unbemerkt, ebenso wie es in den vergangenen Tagen der Fall gewesen war. Mit stetig wachsender Erregung schaute Hagen ihr zu, achtete von seinem Platz auf der hintersten Sitzbank auf sämtliche ihrer Bewegungen. Aufgrund der mehr als offensichtlichen, sich täglich wiederholenden Pinkelnot war ihr Anblick zu seinem persönlichen Highlight geworden, das Glanzlicht der Arbeitswoche. Bedingt durch die Tatsache, dass sein Auto sich in der Werkstatt befand, war er seit Montag für die Fahrt zur Firma auf den Bus angewiesen. Der Kfz-Meister hatte ihm mitgeteilt, dass die Reparatur des Wagens eine längere Zeit beanspruchen würde. Nachdem dieser Umstand jedoch mit sich brachte, dass er Tatjana an jedem Tag sah, erschien ihm diese Sache bei weitem nicht mehr so negativ wie noch zu Beginn der Woche. Bereits beim morgendlichen Aufstehen freute er sich auf sie, konnte ihre Pee-Desperation, die sie so sehr bemüht war, zu verbergen, kaum erwarten.

Zudem fand er sie hübsch, sogar mehr als das. Ihre hüftlangen roten Haare, die leuchtend grünen Augen und ihr voller Mund, der unendlich weich aussah, zogen ihn magisch an.

 

Sie sieht einfach klasse aus, dachte er auch an diesem frühen Nachmittag, als er den Blick nicht von ihr abwenden konnte. Er schaute genauer hin, als sie die Hand wie zufällig zwischen die Beine legte. In dem Glauben, die Schultasche würde ihr Sichtschutz bieten, presste sie die Finger verstohlen, aber langanhaltend in ihre Körpermitte.

Wie an jedem Tag baute sich bei dieser Aussicht auch heute eine stattliche Erektion in seiner Jeans auf. Die Vorstellung, dass ihre Blase zum Platzen voll war und sie sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich pinkeln zu dürfen, brachte ihn beinahe um den Verstand. Er sah sie auf der Stelle tänzeln, in der Hüfte einknicken und das Gesicht verziehen. Kein Zweifel, sie muss wahnsinnig nötig. Die Ausbeulung in seinem Schritt wurde härter und größer – je dringender es bei ihr wurde, desto geiler machte es ihn.

 

Als sie einige Haltestellen später aus dem Bus ausstieg, blickte er ihr nach, solange es ihm möglich war. Er drehte den Kopf weit herum und reckte den Hals, um aus dem Heckfenster zu beobachten, wie sie, wie an jedem Tag, in einer eigentümlich aussehenden Gangart, mit eng zusammengekniffenen Beinen, davoneilte. Zu gern hätte er sie begleitet, ihre Hand gehalten, wenn sie es fast nicht mehr ertrug und ihr bis zum Erreichen des erlösenden WCs zugesehen. So aber setzte er seinen Weg zur Arbeit fort, mit ihr in der Hauptrolle seines Kopfkinos und einem pochenden Phallus, der nahe dran war, ihm die Hose zu sprengen.

 

Am folgenden Tag wiederholte sich ihre Begegnung. Auch heute wand und krümmte Tatjana sich in höchster Not, drängte sich die Hand zwischen die Schenkel und hielt sich zu, so fest sie konnte. Wie immer nach Schulschluss war ihre Blase randvoll – erneut hoffte sie inständig, es bis nach Hause auszuhalten.

Die einzigen Unterschiede zu den übrigen Tagen bestanden darin, dass es zum einen regnete und es sich zum anderen bei diesem um einen Freitag handelte – die letzte Gelegenheit für Hagen, Kontakt zu ihr aufzunehmen und sie nach ihrem Namen und ihrer Telefonnummer zu fragen. Ansonsten, so befürchtete er, würde er Gefahr laufen, die hinreißende Rothaarige niemals wiederzusehen. Denn sein altersschwaches Auto, so hatte der Mechaniker ihm am gestrigen Abend mitgeteilt, stand fertig repariert zur Abholung bereit. Er hätte es spätabends noch in Empfang nehmen und bereits jetzt damit zum Spätdienst fahren können, doch ebendiese Chance, die schöne Vollblasige anzusprechen, wollte er sich nicht entgehen lassen. Nun musste er nur noch seinen Mut zusammenraffen und einen günstigen Augenblick abwarten. Für den Fall, dass er sich trauen würde und sie sich näherkämen, hatte er vorsorglich den Beginn seiner heutigen Schicht um eine Stunde nach hinten verlegt.

 

Ausgerechnet dann regnet es, wenn ich es am wenigsten brauchen kann, dachte Tatjana missmutig, als sie während der Fahrt aus dem Fenster blickte und den Regentropfen zuschaute, die sich an der Scheibe sammelten und in nassen Bahnen an ihr hinabliefen. Dies zu sehen, verstärkte ihr Gefühl des Nötigmüssens enorm. Es war so unsagbar dringend und ihr Druck war derart hoch, dass er bequem mit der Qual der vorherigen Tage mithalten konnte.

In Ermangelung eines freien Sitzplatzes war ihr auch an jenem Nachmittag nichts anderes übrig geblieben, als sich wieder einmal in den Stehbereich des Verkehrsmittels zu bewegen und sich an einer der Haltestangen festzuhalten.

Gern würde sie es unterlassen, doch sich die Finger nicht zwischen die übereinandergestellten Beine zu zwängen, könnte bedeuten, dass sie unkontrolliert Urin verlieren würde. Entweder in mehreren kleinen Mengen, wie es bereits einige Male vorgekommen war, oder gleich den kompletten Inhalt ihrer Blase. Was für ein Alptraum – nicht auszudenken, wenn ihr diese Peinlichkeit vor den Augen der restlichen Fahrgäste passieren würde. Insbesondere vor dem coolen Typen, der ihr in den letzten Tagen in der hintersten Bank aufgefallen war und der sie fast durchgehend ansah. Ob sie ihm wohl gefiel, fragte sie sich, oder ob ihn lediglich ihre verquere Körperhaltung und ihr wiederholtes, zwanghaftes Einknicken in den Knien verwunderte? Sie hatte seine Blicke durchaus bemerkt, besonders da sie sich im Kampf mit ihrer Blase unsicher fühlte und davor ängstigte, der tägliche Hingucker des Personennahverkehrs zu sein.

 

Wie lange braucht es, sich zu verlieben?, überlegte Hagen mit klopfendem Herzen. War es womöglich bereits geschehen, dass er sich in seine Busbegegnung verguckt hatte? Wenn er in sich hineinhorchte, musste er zugeben, dass es sich haargenau so anfühlte. Sein Puls raste, er dachte durchgehend an sie, stellte sich zärtliche Sex- und Desperation-Szenen mit ihr im Bett, auf dem Nachhauseweg oder in der Natur vor. Er brannte darauf, mit ihr zu sprechen und sie liebevoll zu berühren. Ja, beschloss er entschieden, heute oder nie – innerhalb der nächsten Minuten würde er sie anquatschen, und ungeachtet des kühlen Regenwetters auf einen Eisbecher einladen. Gut, dass er noch ein wenig Zeit hatte.

 

Einige Male holte er tief Luft, dann erhob er sich von seinem Platz, ging durch den Gang des schaukelnden Busses zu ihr und stellte sich an ihre Seite. Aus der Nähe erkannte er, dass sie bei jedem Schlenker und Stoß, den der Bus machte, ihre Beine fester zusammenpresste und die Hand noch kräftiger vor ihr Geschlecht drückte. Zeitgleich schien sie den Atem anzuhalten.

Sein steifer Penis drängte sich von innen gegen den Reißverschluss der Jeans, ließ ihn wissen, in welch hohem Maße ihn die Situation anturnte. Dieser erotisch-desperaten Frau dermaßen nah zu sein, während sie ihre Drangsal zu kaschieren versuchte und doch kurz davor war, sich gnadenlos in die Hose zu pinkeln, zog ihm den Boden unter den Füßen weg. Mit weichen Knien und einem Schwarm Schmetterlingen im Bauch lächelte er ihr freundlich zu. Als sie es ihm zurückgab, räusperte er sich und stellte sich vor:

„Hallo, ich heiße Hagen.“ War das zu plump? Er wusste es nicht, zumindest jedoch war es nicht besonders einfallsreich gewesen. Noch immer lächelnd nannte sie ihm auch ihren Namen:

„Und ich bin Tatjana.“

„Freut mich sehr. Ich sehe dich jeden Tag im Bus und …“

„Ich weiß“, fiel sie ihm impulsiv ins Wort. Sie hatte den gutaussehenden Burschen nicht unterbrechen wollen, doch um längeren Sätzen folgen zu können, fehlte ihr die notwendige Konzentration. Sie benötigte all ihre Kraft, um sie nach innen zu richten und aufzupassen, ja keinen Tropfen entweichen zu lasen.

„Das weißt du? Dann bin ich dir also auch aufgefallen?“ Sie nickte, wobei eine starke Druckwelle sie erfasste und in die Knie zwang. Aufkeuchend verstärkte sie den Druck ihrer zuhaltenden Finger. Eine Geste, die seine Libido einen dreifachen Salto schlagen ließ. Da es ohnehin nicht zu übersehen war, konnte er sie genauso gut darauf ansprechen:

„Du musst ziemlich nötig zum Klo, oder?“ Bei diesen Worten pochte Hagens Verhärtung beachtlich.

„Oh, sprich bloß nicht davon …“, flehte sie und hüpfte andeutungsweise auf der Stelle, „es ist so heftig, dass ich es kaum noch einhalten kann.“ Gott, wenn sie nur wüsste, was solche Aussagen in mir auslösen, schoss es ihm in den Kopf. Ein zusätzlicher Grund, seinem Vorsatz treu zu bleiben und dieses interessante Mädel einzuladen:

„Falls du nicht sofort nach Hause müsstest, würde ich dich …“

„Doch, klar muss ich. Da ist nämlich meine Toilette!“, redetet sie erneut dazwischen, Hagen aber fuhr unbeirrt fort:

„Ich würde dich gern auf ein Eis einladen. Wir könnten gleich an der nächsten Haltestelle aussteigen. Von dort ist es nicht mehr weit, und da haben die ganz sicher auch ein WC.“

 

Von dem bangen Gefühl beherrscht, jeden Moment die Kontrolle über ihren tosenden Pinkeldrang zu verlieren, schaute sie ihm zurückhaltend in die Augen. Konnte sie ihm vertrauen? Und wenn er recht hatte, wie weit war es wirklich zum Eiscafé? Würde sie die Wegstrecke durchhalten? Obwohl sie sich diese Frage allerdings ebenso in Bezug auf ihr heimisches Klo stellen musste. Dass es ausgerechnet heute so schrecklich dringend ist. Sogar viel schlimmer als sonst, haderte sie mit ihrer Lage, während Hagen sich noch immer eine Antwort erhoffte. Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er ihr abwartend ins Gesicht. Andererseits, so sprach ihr Herz, findest du ihn doch auch toll, also nimm seine Einladung an! Was hast du zu verlieren und so wie es klingt, liegt die Toilette der Eisdiele sogar näher, als die in deinem Zuhause. Auch wenn du dich für dein Gezappel extrem schämen wirst: Geh mit ihm!

Beide Hände zwischen die Schenkel gepresst, versuchte sie trotz ihrer Not hübsch auszusehen, als sie ihm süß lächelnd für seine Einladung dankte und zusagte.

 

Liebend gern wäre sie im Bus auf und ab gelaufen; es war so unglaublich nötig, dass sie an nichts anderes denken konnte. Wenigstens hingesetzt hätte sie sich gern, doch noch immer war jeder Sitzplatz belegt. Es war gemein, was auch für die Unebenheiten auf der Straße galt, bei denen sie immer wieder zusammenfuhr und ihre gesamte Muskelkraft aufwenden musste, sich nicht haltlos einzunässen. Lange würde sie die mächtige Flut nicht mehr bändigen können.

 

Diesen Eindruck hatte auch Hagen, als er neben ihr stehend, hautnah mitbekam, wie hibbelig Tatjana war, wie sie leise stöhnend in der Hüfte einknickte und den Po nach hinten rausstreckte. Auf ihn wirkte es, als würde sie keine drei Minuten mehr durchhalten. Dass kurz zuvor bereits etwas gelaufen war, da ein kleiner Schwall ihres Urins sich verselbständigt hatte, ahnte er nicht. Mit diesem Wissen wäre er im selben Augenblick gekommen, so jedoch befand er sich lediglich an der Grenze zu einem Orgasmus. Der harte Schwanz in seiner Hose zuckte ungeduldig; unbemerkt strich er mit der flachen Hand über die gewaltige Ausbeulung hinweg. Würde er dies einige Male hintereinander tun, so spürte er, wäre er schnell über den Point of no Return hinaus und er würde unweigerlich abspritzen.

 

Endlich hielt der Bus an der genannten Haltestelle, von der es bis zum Eiscafé nicht mehr weit war. Erleichtert stolperte Tatjana nach vorn und drängelte sich durch die Gruppe von Menschen, die das Verkehrsmittel ebenfalls verlassen wollten, hindurch. Sofort hastete Hagen ihr hinterher und schon im nächsten Moment standen sie im gläsernen Wartehäuschen an einer vielbefahrenen Straße der Innenstadt. Mittlerweile nieselte es nur noch, dennoch fühlte sich die Außentemperatur frisch an.

Ohne zu zögern, ließ sie sich auf die Bank fallen. Sie beugte sich vor und stöhnte leise, während sie mit großer Anstrengung die Beine gegeneinander gepresst hielt.

„Oh, es ist so megadringend, Hagen! Was soll ich nur tun? Bis zur Eisdiele schaffe ich es bestimmt nicht mehr, und ich glaube, ich kann hier auch nicht aufstehen, ohne dass ich lospinkeln muss!“

 

Stumm vor Erregung nahm er ihre Hände in seine und zog sie von der Wartebank hoch. Anfangs protestierte sie, doch als sie die Nässe fühlte, die sich durch ihren fest verschlossenen Schließmuskel mogelte und einen weiteren feuchten Fleck in ihrem Slip hinterließ, begann ihr Widerstand zu bröckeln. Dennoch mochte sie sich nicht komplett ergeben und hielt tapfer mit ihrer Muskelstärke dagegen. Selbst als sie Hagens warme Stimme hörte, die sie aufforderte, es jetzt und hier laufen zu lassen, wehrte sich etwas in ihr, bereits aufzugeben. Die Beine eisern überkreuzt, leicht in den Knien wippend, stand sie kopfschüttelnd vor ihm.

„Nein, wir können es versuchen. Wenn wir schnell rennen, schaffen wir es vielleicht.“ Sie keuchte die Worte mehr, als dass sie sie aussprach; beide wussten, dass es ausweglos war, es überhaupt zu probieren.

 

Dennoch beugte er sich ihrem Wunsch, und als Tatjana nur die Schenkel auseinandernahm, um den ersten Schritt zu machen, brach der Damm endgültig. Ein flüchtiger Blick Hagens in ihre Körpermitte reichte aus, um zu erfassen, was in diesem Augenblick passierte. Als wollte sie seinen Eindruck bestätigen, flüsterte sie unter Tränen:

„Es ist zu spät, ich kann es nicht mehr halten.“

„Dann lass los!“ Hochgradig erregt zog er sie an seine Brust, woraufhin sie sich an ihn schmiegte, während der goldene Sturzbach unaufhörlich aus ihr herausströmte und das Höschen sowie die Jeans vollständig durchnässte. Wie gut es ihr tat! Wie irrsinnig befreiend es sich anfühlte, endlich die Muskeln entspannen und pinkeln zu dürfen! Dass sie im Rausch der Erleichterung zusätzlich den Schutz und den warmen Körper Hagens spürte, machte das Glücksgefühl komplett.

 

Es öffneten sich alle Schleusen; heiß und mit großem Druck sprudelte der Urin in ihre Kleidung hinein. Hagen hörte das leise Zischen und fühlte zugleich die immense Nässe an seinen Fingerspitzen, die er von hinten zwischen ihre Schenkel schob. Ohne nachzudenken, drückte er sich zu diesem Zeitpunkt fest gegen sie, was Tatjana seine imposante Erektion spüren ließ. Während es noch immer genussvoll an ihren Beinen hinunter, in ihre Schuhe rann, legte er seine Lippen auf ihre. Von diesem zarten, ersten Kuss begleitet, genügte es ihm, sich für einen winzigen, kaum wahrnehmbaren Moment an ihrer Vorderseite zu reiben, um den Zenit zu überschreiten und einen überwältigenden, äußerst intensiven Orgasmus zu erleben. Er genoss ihn still, lediglich ein kurzes unwillkürliches Aufstöhnen in der Sekunde, in der der Samen aus ihm hervorschoss, verriet seine tiefe Emotion.

 

Bald war Tatjanas Jeans vollkommen durchnässt und auch Hagens zeigte feuchte Spuren um die Nähte des Reißverschlusses herum. Verlegen grinsend tauschten sie einen langen Blick, in dem sie ihm zuzwinkerte und kess anmerkte:

„Dir hat es ganz besonders gut gefallen, hm?“ Als er hierauf nichts sagte, sein betretenes Grinsen sich aber sichtlich verbreiterte, ergänzte sie ihre kokette Anmerkung mit den Worten:

„Ist doch okay, mit dir zusammen hat es mir auch Spaß gebracht!“

„Das freut mich sehr, ich stehe gern für weitere Schandtaten bereit. Aber jetzt rufe ich uns erst einmal ein Taxi.“

VG Wort

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen über „Tägliche Begegnung“

Erscheinungsdatum 02.12.2007
Autor Rebecca Valentin
Verlag Edition Aurum
Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag
Verfügbar als E-Book für Kindle, E-Book für Tolino, Taschenbuch, Webseite (online)

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